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Deutschlands BIP legt 1,7 Prozent zu: Wirtschaft wächst wie seit Jahren nicht

Vor allem der Konsum der deutschen Verbraucher sorgt dafür, dass das Bruttoinlandsprodukt 2015 um 1,7 Prozent stieg. Auch der Staat gibt mehr aus. Das gleicht den schwachen Export mehr als aus.

Die deutsche Wirtschaft ist im vergangenen Jahr so stark gewachsen wie seit 2011 nicht mehr. Vor allem die Kauflaune der Verbraucher sorgte dafür, dass das Bruttoinlandsprodukt um 1,7 Prozent stieg, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. 2014 hatte es ein Plus von 1,6 Prozent gegeben.

Garant für den Aufschwung ist der private Konsum. Steigende Löhne, Rekordbeschäftigung und sinkende Energiepreise sorgen für eine gute Kauflaune der Verbraucher. Auch der Staatskonsum ist gestiegen, nicht zuletzt wegen der Milliardenausgaben für Unterbringung und Integration der Flüchtlinge.

Dagegen wurden die Exporte von der schwachen Weltwirtschaft gedämpft. Auch haben viele Unternehmen wegen der Flaute auf wichtigen Absatzmärkten wie China zurückhaltend investiert.

Einer alten Tradition folgend, veröffentlicht Destatis seine Schätzung zur Entwicklung des BIPs für das volle Jahr, ohne schon Daten für dessen letzten Monat, den Dezember, zu haben. Deshalb liegen auch noch keine endgültigen Daten für das vierte Quartal vor. Einer ersten Schätzung der Statistiker zufolge dürfte die Wirtschaft im Schlussquartal jedoch um rund ein Viertel Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2015 zugelegt haben. Im Vergleich zum Vorjahresquartal wird die Wirtschaftsleistung am Jahresende wohl um rund 2 Prozent höher gelegen haben. Genaue Zahlen zum vierten Quartal 2015 will das Statistikamt am 12. Februar vorlegen.

Für das laufende Jahr gehen die Erwartungen weit auseinander. Optimisten peilen ein Anziehen der Konjunktur von mehr als zwei Prozent an. Pessimisten hingegen rechnen nur mit einem Wirtschaftswachstum von knapp über einem Prozent. Die Bundesregierung erwartet ein Plus von 1,8 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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