Wirtschaft
Unternehmer Hans-Peter Wild verkauft sein Unternehmen - hält aber noch an Capri Sonne fest.
Unternehmer Hans-Peter Wild verkauft sein Unternehmen - hält aber noch an Capri Sonne fest.(Foto: picture alliance / dpa)

Verkauf vs. Börsengang: Wohin mit Capri-Sonne?

Vom Aromenhersteller Wild Flavor trennt sich der Unternehmer Wild. Vom Capri-Sonne-Hersteller will er indes noch nicht lassen. Bislang blitzen Interessenten beim 73-Jährigen ab. Doch das könnte sich nun ändern.

ADM-Chefin Patricia Woertz (l.) und Unternehmer Hans-Peter Wild.
ADM-Chefin Patricia Woertz (l.) und Unternehmer Hans-Peter Wild.(Foto: picture alliance / dpa)

Nach der Übernahme des Aromenherstellers Wild Flavors durch den US-Konzern ADM macht sich Unternehmer Hans-Peter Wild auch Gedanken über die Zukunft von Capri-Sonne. "Irgendetwas muss ich ja machen, ich lebe nicht ewig", sagte der 73-Jährige in Eppelheim bei Heidelberg. In der Zukunft sei ein Verkauf nicht auszuschließen, stehe derzeit aber nicht zur Debatte.

Denkbar sei auch ein Börsengang. Er habe nun einmal keinen Nachfolger, sagte Wild. Seine beiden Söhne hätten kein Interesse, die Geschäfte zu übernehmen. "Sie können in so eine große Verantwortung niemanden hineinzwingen." Interessenten für einen Kauf meldeten sich jede Woche. "Wir reden nicht mal mit denen."

Zu Wochenbeginn hatte der US-Lebensmittelzutaten-Konzern Archer Daniels Midland angekündigt, Wild Flavors zu übernehmen. Das Unternehmen gehört wie der Capri-Sonne-Hersteller Deutsche SiSi-Werke dem Familienunternehmer Wild. "Wir haben mit ADM einen hervorragenden Partner gefunden", sagte der Unternehmer. Es werde kein einziger Arbeitsplatz bei Wild Flavors verloren gehen, das sei ihm wichtig gewesen.

Das Unternehmen hat weltweit knapp 2500 Mitarbeiter, davon rund 800 in Eppelheim und 300 in Berlin. ADM-Chefin Patricia Woertz betonte, die Unternehmenskulturen ähnelten sich sehr. "Wir können gemeinsam mehr leisten als jeder für sich allein." Der Name Wild Flavors soll erhalten bleiben, Wild wird in einem Beirat des US-Unternehmens sitzen. "Die Marke hat einen Wert", sagte Wild. "Der Käufer wäre dumm, diese Marke aufzugeben."

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen