Wirtschaft
Mehr Fertigstellungen gab es 2016 vor allem in Mehrfamilienhäusern mit fast zehn Prozent.
Mehr Fertigstellungen gab es 2016 vor allem in Mehrfamilienhäusern mit fast zehn Prozent.(Foto: picture alliance / Daniel Naupol)
Dienstag, 23. Mai 2017

Höchster Stand seit 2004: Wohnungsbau in Deutschland legt weiter zu

Der Boom im deutschen Wohnungsbau hält weiter an. Im vergangenen Jahr sind knapp 280.000 neue Wohnungen entstanden. Doch die Nachfrage bleibt weiterhin deutlich höher als die Zunahme der Fertigstellungen.

In Deutschland sind im vergangenen Jahr so viele Wohnungen gebaut worden wie seit 2004 nicht mehr. Knapp 278.000 Einheiten wurden fertiggestellt und damit 30.000 mehr als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. "Die 2011 begonnene positive Entwicklung setzte sich somit weiter fort."

Allerdings gehen Bundesregierung und Baubranche davon aus, dass etwa wegen der steigenden Nachfrage in Ballungsräumen und der Zuwanderung jährlich mindestens 350.000 neue Wohnungen nötig wären. Auch 2016 war der Anstieg der genehmigten Wohnungen - rund 20 Prozent auf 375.400 Einheiten - deutlich höher als die Zunahme der Fertigstellungen.

"Das führte zu einem Überhang von nunmehr 605.800 genehmigten, noch nicht fertiggestellten Wohnungen", betonten die Statistiker. Die Baubranche profitiert seit längerem von niedrigen Zinsen. Dadurch leisteten sich in den vergangenen Jahren immer mehr private Bauherren die eigenen vier Wände, während zugleich Investoren mangels attraktiver Anlagealternativen viel Geld in Immobilien stecken.

Dies trieb die Preise und die Auslastung von Bauunternehmen hoch. Mehr Fertigstellungen gab es 2016 vor allem in Mehrfamilienhäusern mit fast zehn Prozent. In Wohnheimen gab es einen Anstieg um knapp 60 Prozent oder 5300 Wohnungen. Grund sei hier der wachsende Bedarf an Flüchtlingsunterkünften.

Quelle: n-tv.de

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