Wirtschaft
Die Kundschaft kommt - doch unterm Strich ist weniger Geld in der Kasse.
Die Kundschaft kommt - doch unterm Strich ist weniger Geld in der Kasse.(Foto: REUTERS)

Gewinn bröckelt: Zara-Mutter stöhnt unter starkem Euro

Schwache Währungen drücken das Ergebnis des führenden Bekleidungskonzerns Inditex. Trotz Umsatzanstiegs haben die Spanier weniger in der Kasse. Vor allem die Länder, in die das Unternehmen erst kürzlich expandierte, bereiten nun Sorgen.

Der weltweit führende Bekleidungskonzern Inditex leidet unter dem starken Euro und verdient weniger. Trotz gestiegener Umsätze wies das spanische Unternehmen, zu dem die Marken Zara, Massimo Dutti und Bershka gehören, für das erste Halbjahr einen Ergebnisrückgang von 2,4 Prozent auf 928 Millionen Euro aus. Als Grund nannte der H&M-Rivale insbesondere negative Wechselkurseffekte. Der Umsatz stieg um 5,6 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro.

Kostensenkungen führten dazu, dass der Gewinnrückgang geringer ausfiel als von Analysten erwartet. Die Inditex-Aktie notierte an der Börse in Madrid 2,5 Prozent tiefer, nachdem sie noch mit Kursgewinnen in den Handel gegangen war.

Der Konzern stand während der weltweiten Wirtschaftskrise häufig besser da als seine Rivalen, weil die Spanier ihre Expansion in schnell wachsende Märkte vorantrieben. Der Währungsverfall in Ländern wie Russland und Japan schmälert nun jedoch Umsätze und Gewinne.

Analysten zufolge erzielt Inditex in den beiden Ländern rund zehn Prozent der Einnahmen. Für die vergangenen sechs Wochen wiesen die Spanier ein Umsatzplus in lokaler Währung von zehn Prozent aus. Dagegen legte der schwedische Konkurrent Hennes & Mauritz (H&M) vor kurzem für August ein Plus von fast 19 Prozent vor. Die schwedische Modekette profitierte vor allem von der Erholung der US-Wirtschaft und der Steigerung ihrer Online-Umsätze.

Quelle: n-tv.de

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