Wirtschaft
Bei der SNB in Bern
Bei der SNB in Bern(Foto: picture alliance / dpa)

Nach "Frankenschock": Zentralbank verliert 30 Milliarden Franken

Die sprunghafte Aufwertung des Franken gegenüber dem Euro und anderen Währungen brockt der Schweizerischen Nationalbank einen Milliardenverlust ein: Für die ersten drei Monate des Jahres verbucht die SNB ein Minus von umgerechnet 28,6 Milliarden Euro.

Die dramatische Abschwächung der Fremdwährungen zum Franken hat der Schweizerischen Nationalbank (SNB) einen Milliarden-Verlust eingebrockt. Für das erste Quartal wies die Notenbank ein Minus von 30 Milliarden Franken aus. Grund dafür ist der "Frankenschock" Mitte Januar. Bis dahin hatte die Schweizer Notenbank die eigene Währung an den Euro gekoppelt und damit den Frankenkurs künstlich niedrig gehalten. Mit der Aufgabe dieser Politik verteuerte sich der Franken sprunghaft um rund 20 Prozent.

"Der Verlust auf den Fremdwährungspositionen betrug 29,3 Milliarden Franken", teilte die SNB mit: "Auf dem Goldbestand resultierte ein Bewertungsverlust von einer Milliarde Franken." Das Ergebnis der Nationalbank sei überwiegend von der Entwicklung der Gold-, Devisen- und Kapitalmärkte abhängig, heißt es weiter in der Mitteilung.

Obgleich die SNB seit der Frankenfreigabe keine offizielle Kursuntergrenzen mehr verkündet, gab es zu Beginn der Woche Hinweise darauf, dass die Notenbank doch wieder in den Devisenmarkt eingegriffen hat. Einlagen Schweizer Geschäftsbanken bei der SNB waren innerhalb einer Woche sprunghaft gestiegen - um 1,9 Milliarden Franken gegenüber der Woche davor.

Als Indiz für Eingriffe auf dem Devisenmarkt gilt die Entwicklung der Giroguthaben. Die Zentralbank kauft Euro und schreibt den Banken den entsprechenden Franken-Betrag auf deren SNB-Girokonten gut.

Quelle: n-tv.de

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