Dienstag, 25. August 2009
Verkäufe gehen zurück: Zentralbanken horten Gold
In der Krise setzen auch die Notenbanken auf Wertbeständiges. Wie aus Daten des World Gold Councils hervorgeht, haben die Mitgliedszentralbanken des so genannten Goldabkommens in dessen fünftem Geschäftsjahr bislang lediglich 144 Tonnen des gelben Edelmetalls am Markt verkauft. Möglich gewesen wären Verkäufe von bis zu 500 Tonnen.
Das zweite Goldabkommen läuft noch bis Ende September. Eine Neuauflage des Abkommens, das aufgelegt wurde, damit Verkäufe aus den Notenbankreserven nicht zu starken Schwankungen am Goldmarkt führen, ist bereits seit einigen Wochen beschlossene Sache.
Besonders viel Gold haben die französische Notenbank und die Europäische Zentralbank (EZB) laut World Gold Council am Markt untergebracht. Sie verkauften 82 beziehungsweise 35,5 Tonnen.
Wie stark die Renaissance von Gold als Teil der Währungsreserven ausfällt, illustrieren folgende Zahlen: Im vierten Geschäftsjahr des aktuellen Goldabkommens verkauften die Teilnehmer noch 358 Tonnen, im Jahr davor sogar knapp 476 Tonnen. Die Zentralbanken in aller Welt sitzen auf immensen Vorräten des gelben Edelmetalls. Schätzungen zufolge sind es fast 30.000 Tonnen. Größter Goldbesitzer sind die USA, der Internationale Währungsfonds und Deutschland. Allein in den Tresoren der Bundesbank lagern rund 3400 Tonnen.
wne/rts
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