Wirtschaft

Lebhaftes GeschäftAmerican Express steigert sich

25.01.2011, 07:37 Uhr

Die Kunden von American Express zücken ihre Plastikkarten immer häufiger. "Die Zahlungen haben um 15 Prozent zugenommen", sagt Konzernchef Chenault. Der Konzern freut sich: Der Gewinn klettert zum Vorjahr um satte 48 Prozent. Auch beim Umsatz wächst AmEx zweistellig.

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(Foto: REUTERS)

Der US-Finanzkonzern American Express hat dank einer Geschäftsbelebung im vierten Quartal mehr umgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Der Anbieter von Kreditkarten teilte nach Börsenschluss mit, seine Erlöse um 13 Prozent auf 7,3 Mrd. US-Dollar gesteigert zu haben.

Vor allem das in der Krise eingebrochene US-Geschäft legte kräftig zu. Das Auslandsgeschäft hatte sich die ganze Zeit als stabiler Anker erwiesen. In der Wirtschaftskrise hatten viele Firmen ihre Ausgaben drastisch zurückgefahren und Geschäftsreisen stark eingeschränkt. Auch Privatleute übten sich in Verzicht.

In der vergangenen Woche hatte der Visa-Rivale bereits mitgeteilt, im Schlussquartal 1,1 Mrd. US-Dollar verdient zu haben. Im Vergleich zum krisengeprägten Vorjahreszeitraum war das ein Plus von 48 Prozent.

Stellenabbau

Der Gewinnsprung gelang American Express, obwohl das Unternehmen gerade teuer umbaut: Service-Standorte werden zusammengelegt oder geschlossen, weil immer mehr Kunden ihre Transaktionen online erledigen und deshalb weniger Mitarbeiter benötigt werden. Freiwerdende Stellen bleiben unbesetzt. Den Angaben zufolge werden 550 Stellen infolge der Umstrukturierung gestrichen. Insgesamt beschäftigt der Anbieter von Finanz- und Reisedienstleistungen weltweit rund 58.000 Mitarbeiter.

Zur Produktpalette des Unternehmens gehören Kreditkarten und Reiseschecks. Zudem bietet der Konzern Produkte im Bereich Bank- und Investmentdienstleistungen sowie Versicherungen an.

Die Aktie sank nachbörslich 1,2 Prozent.

Quelle: ddi/dpa/rts