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Startups
Kleine Figuren ganz groß: Basteln im Netz

Freitag, 18. Januar 2008

Kleine Figuren ganz groß: Basteln im Netz

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Mitte November des vergangenen Jahres haben Michael Himmel, Marc Schlichte, sowie Jens und Steffen Rusitschka die Figürchenfabrik fabidoo ins Rennen geschickt. Ihr Konzept beschreiben die Gründer so: "Die Idee hinter fabidoo ist E-Commerce, kombiniert mit Mass Customization und einem innovativen Produkt". Bei diesem "innovativen Produkt" handelt es sich um kleine Figürchen und Objekte (Kleeblätter, Herzen, Würfel), die die Nutzer selbst "bemalen" können. "Die Figürchen sind jeweils Einzelanfertigungen und wir nennen sie fabidoos", sagt Steffen Rusitschka. Für die Eigenkreationen müssen die Nutzer zwischen 9,90 und 19,90 Euro auf den Tisch legen. Wer möchte, kann seine Kreationen den anderen Nutzern in einer Community auch vorstellen.

Produziert werden die Figuren in Deutschland - und zwar im sogenannten "Rapid-Manufacturing-Verfahren". Auf Deutsch nennt man dieses Verfahren auch "schnelle Fertigung". Bei "Wikipedia" wird Rapid-Manufacturing als "Produktionsverfahren zur schnellen und flexiblen Herstellung von Bauteilen und Serien mittels werkzeugloser Fertigung direkt aus den CAD-Daten" erklärt. Zu den verwendeten Materialien gehören demnach "Metall, Keramik, Kunststoffe und neue Materialien". Zu den Vorteilen dieses Verfahrens zählen unter anderem die schnelle Reaktionszeiten bei Änderungen am Bauteil und der geringe fertigungstechnische Aufwand.

Rentabel durch Paketbestellungen

Wenige Wochen nach dem Start können die Gründer eine erfolgreiche Zwischenbilanz ziehen. "Wir haben etwas erreicht, was viele andere Startups so schnell nicht geschafft haben - und zwar eine schwarze Null bereits im zweiten Monat nach dem Public-Beta Start", heißt es im Unternehmensblog. "Unser mittlerer Bruttoumsatz pro Bestellung liegt inzwischen bei 28,28 Euro und im Mittel haben wir mit jeder Bestellung 1,47 fabidoos versendet, sagt Gründer Steffen Rusitschka. Damit, dass bei rund 35 Prozent aller Bestellungen mehr als ein fabidoo gekauft wird, hatten die Macher so kurz nach dem Start nicht gerechnet. Die Zahl der von den Nutzern gestalteten fabidoos liegt laut Rusitschka im vierstelligen Bereich. "Viele unserer fabidoos sind nicht öffentlich und tauchen somit in den Auflistungen auf unserer Website nicht auf." Viele fabidoos seien einfach zu persönlich, um sie öffentlich zu stellen.

Alexander Hüsing, deutsche-startups.de, porträtiert für n-tv.de jeden Freitag Gründer und ihre innovativen, kuriosen, vielversprechenden oder vollkommen abwegigen Geschäftsideen.

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