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Startups

Freitag, 29. Januar 2010

Wenn der Milchmann zweimal klingelt: Mitfahrzentrale für LKW-Transporte

Alexander Hüsing

LKW-Touren sind nicht ausgelastet und dadurch sehr teuer. Doch das muss nicht sein. MilkRun bringt Verlader und Speditionen zusammen.
MilkRun will Vorteile vereinigen und sparen.

MilkRun will Vorteile vereinigen und sparen.

Das junge Start-up milkRun weitet das Prinzip der Mitfahrzentrale auf LKW-Transporte aus. Dabei geht es nicht um private Mitfahrgelegenheiten, sondern um einen Mehrwert für Verlader und Speditionen. Die "Partner-Vermittlung” übernimmt milkRun. Die Idee entstand bei Workshops mit Zulieferbetrieben der Automobilindustrie, die ihre LKW-Transporte aufgrund des Absatzeinbruchs nicht mehr auslasten konnten. Die Lösung bestand darin, aus zahlreichen nicht ausgelasteten Touren wenige ausgelastete Touren zu machen. Über die Plattform führt das Unternehmen regelmäßige Transporte verschiedener Unternehmen zusammen. Bei der gemeinsamen milkRun-Tour – der Name bezeichnet ursprünglich die Tour eines Milchmannes, der mit seiner Milch verschiedene Stationen anfährt und leere Flaschen einsammelt – sparen alle Beteiligten Kosten, sind flexibler und verringern den CO2-Ausstoß.

Zwar sind Transportbörsen in der Branche keine Neuheit. Dennoch ist Mitgründer Markus Wirz davon überzeugt, mit milkRun einen weiteren Mehrwert zu schaffen: "Andere Börsen vermitteln Einmalladungen: Bei der nächsten Tour muss man wieder nach einem neuen Partner suchen. Wir vermitteln gezielt regelmäßige Touren, was den Transportpreis noch günstiger macht als bei Einmalladungen. Die Lieferungsfrequenz kann erhöht werden, dadurch können Verlader ihren Lagerbestand verringern und haben weniger Kapitalbindung.” Das Inserieren ist für alle Beteiligten kostenlos. Bei einer erfolgreichen Vermittlung erhebt milkRun eine einmalige Vermittlungsgebühr von 5 Prozent vom Kostenvorteil pro Jahr. Kunden können das Einsparpotential selbst mit einem Tool berechnen, das sich auf der Homepage befindet. Für ihr Projekt haben die Gründer Markus Wirz und Brigitte Burger-Schröder vom Bund und der EU Fördergelder erhalten.

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Alexander Hüsing, deutsche-startups.de, porträtiert für n-tv.de jeden Freitag Gründer und ihre innovativen, kuriosen, vielversprechenden oder vollkommen abwegigen Geschäftsideen.

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