Freitag, 29. Februar 2008
Nie mehr Frösche küssen: Speed Dating via Netz
Speed Dating, also die Partnersuche im Schnellverfahren, ist seit einiger Zeit besonders in Großstädten sehr beliebt. Mit KissNoFrog und Meetya übertragen gleich zwei Plattformen das Speed-Dating-Prinzip ins Internet. Hinter Meetya stecken Peter Hoffmann, Paul Watzlaw, Marcel Horbach und Wilhelm Schulte Hemming von der Instantsoup Media GmbH, einer jungen Hamburger Technologie-Agentur.
Bereits im Dezember schickten die Hanseaten ihre Speed-Dating-Plattform ins Rennen. Zu festgelegten Zeiten können sich die registrierten Nutzerinnen und Nutzer über einen Live-Chat austauschen. Wer sich von seinem Gegenüber ein Bild machen möchte, kann dies über das jeweilige Profilbilder und weitere Fotos in der Galerie machen. Die Gesprächspartner wechseln im 7-Minuten-Takt. "Wie im richtigen Leben gilt hier das Sehen und Gesehenwerden. Wer aufeinander trifft, ist zufällig, und was daraus wird, kann man kaum vorhersehen. Darin liegt der Reiz von Meetya", sagt Watzlaw. Im Anschluss an das jeweilige schnelle Date können die Teilnehmer entscheiden, ob sie ihr Gegenüber wiedersehen möchten oder nicht. Nur im Falle beiderseitiger Sympathie wird ein Kontakt hergestellt. "Ansonsten sieht man sich nie wieder", versprechen die Betreiber. Die Teilnahme an Meetya ist kostenlos und soll es auch bleiben - künftig soll die Vermittlung der Kontakte aber Geld kosten.
Fünf neue Bekannte in zehn Minuten
Konkurrent KissNoFrog ist erst seit wenigen Tagen im Netz. Bei KissNoFrog können die Nutzer via Webcam und Mikrofon andere User kennenlernen. Dabei muss es gar nicht nur um die Liebesangelegenheiten gehen, sondern einfach auch darum "viele neue Leute mit gleichen Interessen kennenzulernen". Im Live-Video-Chat entwickele man schnell ein sicheres Gefühl dafür, ob der Chat-Partner der Richtige sei oder nicht", heißt es auf der Website.
Direkt nach der Anmeldung können die Nutzer von KissNoFrog loslegen und andere Leute kennenlernen. In verschiedenen sogenannten Sessions kann jeder User in zehn Minuten via Video- oder Voice-Chat fünf neue Leute beschnuppern. Danach kann jeder Teilnehmer entscheiden, ob er sein Gegenüber näher kennenlernen möchte. Ein Kontakt wird aber nur im Falle beiderseitiger Sympathie hergestellt. Zudem müssen die User für jeden neuen Kontakt zahlen. Die Köpfe hinter KissNoFrog sind Johannes Wickmann, Ben Springer und Leif Koch. Ihr Unternehmen hört auf den Namen OVC Online Video Communications GmbH. Finanziell unterstützt werden die Hamburger von den Business Angels Stefan Glänzer, Christian Vollmann und Stefan Wiskemann.
Alexander Hüsing, deutsche-startups.de, porträtiert für n-tv.de jeden Freitag Gründer und ihre innovativen, kuriosen, vielversprechenden oder vollkommen abwegigen Geschäftsideen.

