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Friedrich HuberElektromobilität – ein junger Megatrend

23.08.2010, 17:00 Uhr
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bmw (Foto: ASSOCIATED PRESS)

Elektromobilität etabliert sich als neuer Megatrend. In den kommenden zehn Jahren wird die neue Technologie zunehmend die Märkte erobern – mit guten Aussichten auch für Anleger, so Vermögensverwalter Friedrich Huber.

Schwindende Ölreserven, steigende Benzinpreise, politische Vorgaben zum Umweltschutz und zur Stärkung neuer Technologien – diese Kombination macht das Thema Elektromobilität schon jetzt zum Megatrend der nächsten Jahre. So geht etwa die deutsche Bundesregierung davon aus, dass bis zum Jahr 2020 eine Million Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb auf deutschen Straßen fahren könnten. Und eine Studie von McKinsey sieht weltweit ein Potenzial von bis zu 470 Milliarden Euro für Elektrofahrzeuge, Plug-in-Hybrid- und Hybrid-Fahrzeuge.

Klar ist: Der Verbrennungsmotor wird seine Bedeutung für den Verkehr auch dank der Nutzung biogener Kraftstoffe vorerst noch behalten. Doch der Übergang zu neuen Effizienztechnologien wird bereits heute gestaltet. So haben die USA, Japan und China das Potenzial erkannt und unterstützen ihre Industrien mit umfangreichen Programmen auf dem Weg zur Elektromobilität. Auch die Bundesregierung hat einen nationalen Entwicklungsplan für Elektromobilität erstellt. Dessen Ziel: Deutschland soll innerhalb der nächsten 20 Jahre zum Leitmarkt für Elektromobilität werden.

Durchbruch in fünf Jahren erwartet

Erwartet wird der Durchbruch für Elektrofahrzeuge in etwa fünf Jahren. Prognosen für das Jahr 2020 gehen davon aus, dass der prozentuale Anteil der Verbrennungsmotoren von mehr als 90 Prozent auf dann noch 70 Prozent sinken wird. Bis es soweit ist, werden Hybridfahrzeuge die Lücke zwischen Verbrennungsmotor und elektrischem Antrieb füllen. Schließlich ist noch einige Forschungs- und Entwicklungsarbeit vonnöten, damit Elektroantriebe für den breiten Markt zur echten Alternative für konventionelle Verbrennungsmotoren werden.

Diese Arbeit beginnt bei den Materialien und Rohstoffen für Lithium-Ionen-Batterien und Elektromotoren, umfasst neue Komponenten für Elektroantriebe und reicht bis zum kompletten Energiemanagement. Neue Fahrzeugkonzepte sind ebenso nötig wie die Modernisierung der Energieversorgungssysteme und der Aufbau neuer Infrastrukturen, etwa Batterie-Ladestationen. Eine weitere Herausforderung ist es, das Potenzial der neuen Technologie für den Ausbau des Anteils erneuerbarer Energien am deutschen Strom-Mix zu nutzen.

Wir rechnen für die nächsten zehn Jahre weltweit mit einer sehr dynamischen technischen und wirtschaftlichen Entwicklung in der Elektromobilität. Dies dürfte interessante Investmentansätze in den jeweiligen Branchen und Unternehmen eröffnen, von denen Anleger profitieren können. In unserem Fokus stehen zurzeit die Unternehmen BYD (China), Saft Groupe (Frankreich) sowie Potash aus Kanada, das an einem bedeutenden chilenischen Lithium-Produzenten beteiligt ist.

Der Autor Friedrich Huber ist geschäftsführender Gesellschafter der Huber Reuss & Kollegen Vermögensverwaltung und Experte des Internetportals Vermögensprofis.de.