Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 05. Februar 2015
  • Unternehmen

    ABB gibt mageren Ausblick

    Der Schweizer Elektrokonzern ABB hat angesichts des niedrigen Ölpreises und wachsender Konjunktursorgen wenig Hoffnung für das laufende Jahr. "Unsere Prognose, wonach es zunehmende Unsicherheiten gibt, gilt nach wie vor. Wir sehen, dass die Risiken zunehmen", sagte Vorstandschef Ulrich Spiesshofer bei der Vorstellung der Jahresbilanz. Seine mittelfristige Prognose bekräftigte ABB: Bis 2020 soll der Gewinn je Aktie um bis zu 15 Prozent steigen und der Umsatz um durchschnittlich vier bis sieben Prozent zulegen. Einen konkreten Ausblick für 2015 gab Spiesshofer indes nicht. Bereits im abgelaufenen Jahr hatte ABB wegen einer schwächeren Auftragslage weniger eingenommen. Der Umsatz schrumpfte 2014 um fünf Prozent auf 39,8 Milliarden Dollar. Der Konzerngewinn ging um sieben Prozent auf knapp 2,6 Milliarden Dollar zurück. Dennoch schraubt ABB die Dividende in die Höhe, zum sechsten Mal in Folge. Die Ausschüttung solle um zwei Rappen auf 0,72 Franken je Anteilsschein steigen. (rts)

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  • Montag, 29. August 2016
  • Konjunktur
    BGA streicht Exporterwartungen zusammen

    Der Handelsverband BGA hat seine Prognose für das deutsche Exportwachstum in diesem Jahr mehr als halbiert. "1,8 bis zwei Prozent halte ich noch für machbar", sagte der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Anton Börner, der Nachrichtenagentur Reuters. Bislang war er von einem Plus von bis zu 4,5 Prozent auf einen Rekordwert von 1,25 Billionen Euro ausgegangen. Börner rechnet für die nächste Zeit mit einer weiteren Eintrübung und einer Stagnation der deutschen Ausfuhren. Wenn man zum Pessimismus neige, könnte das schon für 2017 gelten.

    Als Hauptgründe nannte er die vielen Risiken in der Welt - etwa die Krisenherde in der arabischen Welt, gefolgt von der unsicheren Entwicklung in Russland und dem Auseinanderdriften der Europäischen Union. Die Folgen des Brexit-Votums seien noch nicht voll sichtbar. "Die Auswirkungen werden uns noch gewaltig belasten", sagte Börner mit Blick auf den geplanten EU-Austritt Großbritanniens. (rts)

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  • Tarife
    Ärzte fordern 5,9 Prozent mehr Geld

    Der Marburger Bund hat für die rund 55.000 Ärzte an den kommunalen Krankenhäusern in Deutschland 5,9 Prozent mehr Gehalt gefordert. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit der Ärzte steige und nähere sich der 60-Stunden-Marke, erklärte die Gewerkschaft. Überstunden seien an der Tagesordnung, um die unbesetzten Stellen im ärztlichen Dienst auszugleichen. Die Arbeitgeber wiesen die Forderungen umgehend als "nicht finanzierbar" zurück.

    Der Arbeitgeberdachverband nannte die Forderung hingegen "völlig unangemessen. "5,9 Prozent mehr Gehalt für die Ärzte würden die kommunalen Krankenhäuser um rund 320 Millionen Euro mehr belasten", erklärte VKA-Verhandlungsführer Joachim Finklenburg. Die Tarifverhandlungen zwischen dem Marburger Bund und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber (VKA) beginnen am 22. September in Düsseldorf. (AFP)

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  • Konjunktur
    Italiens Manager zunehmend pessimistisch

    Die Stimmung von Managern und Verbrauchern in Italien hat sich im August unerwartet deutlich eingetrübt. Das Barometer für das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe fiel um 1,8 auf 101,1 Punkte, wie das Statistikamt Istat mitteilte. Das ist der niedrigste Stand seit anderthalb Jahren. Ökonomen hatten nur einen Rückgang auf 102,5 Punkten erwartet.

    Die Verbraucher sind so pessimistisch wie seit gut einem Jahr nicht mehr: Deren Stimmungsbarometer fiel um 2,0 auf 111,2 Zähler. Hier hatten Ökonomen mit 110,5 Punkten gerechnet. Die nach Deutschland und Frankreich drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone steckt in einer Stagnation fest. Im zweiten Quartal wuchs das Bruttoinlandsprodukt nicht mehr. (rts)

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  • Konjunktur
    Ifo: Firmen suchen verstärkt Mitarbeiter

    Die Einstellungsbereitschaft der deutschen Wirtschaft ist im August nach Aussage des Ifo-Instituts trotz eingetrübter Konjunkturaussichten leicht gestiegen. Das Ifo-Beschäftigungsbarometer stieg im August auf 108,7 Punkte von 108,1 im Vormonat.

    Besonders die Industrieunternehmen und hier vor allem die Konsumgüter-Produzenten möchten demnach verstärkt neue Mitarbeiter einstellen. Eine erhöhte Nachfrage nach Mitarbeitern gibt es laut Ifo aber auch in der Bauwirtschaft, der Dienstleistungsbranche und, abgeschwächt, im Handel. (DJ)

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  • Konjunktur
    Österreichs BIP steigt um 0,3 Prozent

    Österreichs Wirtschaftswachstum hat sich im zweiten Quartal wie erwartet etwas abgeschwächt. Wie das Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo in zweiter Veröffentlichung mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 Prozent, nachdem es im ersten um 0,4 Prozent zugelegt hatte. Damit wurde das Ergebnis der ersten Veröffentlichung bestätigt. Das gilt auch für die unbereinigte Jahresveränderungsrate von 1,2 Prozent. (DJ)

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  • Konjunktur
    Tarifverdienste steigen langsamer

    Die Löhne der rund 18 Millionen Beschäftigten in Deutschland mit einem Tarifvertrag sind im zweiten Quartal so langsam gestiegen wie seit mindestens fünf Jahren nicht mehr. Die tariflichen Monatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen legten von April bis Juni um durchschnittlich 0,9 Prozent zum Vorjahreszeitraum zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. "Dies war der geringste Anstieg seit Beginn der Zeitreihe im Januar 2011." Im ersten Quartal hatte das Plus noch bei 2,1 Prozent gelegen.

    "Der geringe Anstieg der Tarifverdienste ist vor allem darauf zurückzuführen, dass im zweiten Quartal die bedeutenden Tarifabschlüsse der Metall- und Elektroindustrie, der chemischen Industrie sowie im öffentlichen Dienst noch nicht wirksam beziehungsweise ausgezahlt wurden", betonte das Statistikamt. In den meisten Branchen wurden Tarifsteigerungen zwischen zwei und drei Prozent vereinbart, die aber teils erst in der zweiten Jahreshälfte wirksam werden. (rts)

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