Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 16. Oktober 2014
  • Unternehmen

    Abbvie will Shire nicht mehr

    Der US-Pharmakonzern Abbvie bläst die Übernahme des Konkurrenten Shire ab. Abbvie empfahl seinen Aktionären, den Deal auf der Hauptversammlung zum Scheitern zu bringen. Strategisch mache ein Zusammenführen der beiden Firmen weiterhin Sinn, allerdings sei dieses angesichts der geänderten Steuerregeln in den USA nicht mehr im besten Sinne der Aktionäre, sagte Abbvie-Chef Richard Gonzales. Weil eigentlich bereits eine Kaufvereinbarung getroffen wurde, wollen die Amerikaner den Deal nun über ein Veto der Aktionäre zum Platzen bringen.

    Abbvie hatte ursprünglich vorgehabt, Shire für 51 Milliarden US-Dollar zu übernehmen. Der US-Konzern wollte durch die Verlagerung seines Firmensitzes Steuern sparen. Dieser bislang gängigen Praxis, mittels einer Firmenübernahme im Ausland der Steuerlast in den USA zu entkommen, hatte im September aber der US-Fiskus einen Riegel vorgeschoben. Für Abbvie wird der Deal dadurch uninteressant. Beim Zurücktreten von der bereits geschlossenen Vereinbarung wird der Konzern nun allerdings 1,6 Milliarden Dollar als Entschädigung an Shire überweisen müssen. (dpa)

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  • Dienstag, 26. Juli 2016
  • Unternehmen
    Apple-Urgestein leitet Auto-Entwicklung

    Apple hat laut Medienberichten das Projekt zur Entwicklung eines Autos in die Hände eines seiner erfahrensten Managers gelegt. Der neue Chef sei Firmen-Veteran Bob Mansfield, der die technische Entwicklung diverser Produkte wie das dünne Notebook Macbook Air und der eigenen Prozessoren geleitet hatte, berichteten das "Wall Street Journal" und die "Financial Times". Apple hat die Entwicklung eines eigenen Autos nie offiziell bestätigt, nach diversen Medienberichten und Hinweisen gilt das jedoch als offenes Geheimnis. Zuvor soll das Projekt von Steve Zadesky geleitet worden sein, der einst auch bei Ford gearbeitet hatte. (dpa)

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  • Quartalszahlen
    BP enttäuscht im zweiten Quartal

    Der Ölkonzern BP leidet weiter unter dem Ölpreisverfall. Der bereinigte Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten belief sich im zweiten Quartal auf 720 Millionen US-Dollar, wie BP mitteilte. Im Vorjahr hatte BP noch 1,3 Milliarden Dollar verdient. Fachleute hatten mit 819 Millionen Dollar gerechnet. Herausgerechnet wurden dabei die Kosten im Zusammenhang mit der Explosion der Ölplattform "Deepwater Horizon". Vergangene Woche hatte BP mitgeteilt, dass den Konzern das Unglück im Golf von Mexiko, bei dem 2010 elf Menschen ums Leben kamen und das Meer großflächig mit Öl verseucht wurde, insgesamt 62 Milliarden Dollar kostet. Auch im zweiten Quartal verbuchte BP wieder hohe Belastungen, wodurch unter dem Strich ein Verlust von 2,2 Milliarden Dollar steht. BP ist der erste der großen Ölmultis, der seine Quartalszahlen veröffentlicht. (dpa)

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  • Unternehmen
    Mytaxi und Hailo fusionieren

    Die Daimler-Tochter Mytaxi schließt sich mit dem Londoner Taxi-App-Anbieter Hailo zusammen. Das teilten die beiden Firmen in London und Hamburg mit. Das fusionierte Unternehmen wird unter der Marke "mytaxi" operieren. Das Hauptquartier wird in Hamburg sein, wo Mytaxi sitzt. Chef des neuen Unternehmens wird der bisherige Hailo-CEO Andrew Pinnington. Niclaus Mewes, der Gründer von Mytaxi, wird künftig im Aufsichtsrat des Unternehmens sitzen. Außerdem wird Mewes Geschäftsführer der Daimler Mobility Services GmbH. "Er wird eine zentrale Rolle bei der Integration und der strategischen Entwicklung des neuen Mytaxi-Unternehmens spielen", heißt es in der Erklärung. Bei der Fusion der beiden Unternehmen fließt kein Bargeld. Der Deal wird alleine durch den Austausch von Firmenanteilen finanziert. Hailo ist bislang in Großbritannien, Irland und Spanien aktiv. Mytaxi operiert in Deutschland, Italien, Polen, Portugal, Spanien und Schweden. (dpa)

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  • Unternehmen
    Flugbegleiter von Air France streiken

    Mitten in der Ferienzeit sieht sich die Fluggesellschaft Air France mit einem einwöchigen Streik ihrer Flugbegleiter konfrontiert. Wegen des Ausstandes, der am Mittwoch beginnt, werden voraussichtlich 30 Prozent der Inlands- und der Mittelstreckenverbindungen sowie weniger als zehn Prozent der Langstreckenflüge ausfallen, teilt das Unternehmen mit. Flüge von Tochter- und Partnerunternehmen wie Hop, KLM und Delta seien nicht betroffen. Air-France-Chef Frédéric Gagey bezeichnete einen Streik mitten im Sommer als "völligen Irrsinn". In der Hochsaison wickelt die Fluggesellschaft im Durchschnitt 1000 Flüge pro Tag mit rund 140.000 Passagieren ab. (AFP)

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