Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 16. Oktober 2014
  • Unternehmen

    Abbvie will Shire nicht mehr

    Der US-Pharmakonzern Abbvie bläst die Übernahme des Konkurrenten Shire ab. Abbvie empfahl seinen Aktionären, den Deal auf der Hauptversammlung zum Scheitern zu bringen. Strategisch mache ein Zusammenführen der beiden Firmen weiterhin Sinn, allerdings sei dieses angesichts der geänderten Steuerregeln in den USA nicht mehr im besten Sinne der Aktionäre, sagte Abbvie-Chef Richard Gonzales. Weil eigentlich bereits eine Kaufvereinbarung getroffen wurde, wollen die Amerikaner den Deal nun über ein Veto der Aktionäre zum Platzen bringen.

    Abbvie hatte ursprünglich vorgehabt, Shire für 51 Milliarden US-Dollar zu übernehmen. Der US-Konzern wollte durch die Verlagerung seines Firmensitzes Steuern sparen. Dieser bislang gängigen Praxis, mittels einer Firmenübernahme im Ausland der Steuerlast in den USA zu entkommen, hatte im September aber der US-Fiskus einen Riegel vorgeschoben. Für Abbvie wird der Deal dadurch uninteressant. Beim Zurücktreten von der bereits geschlossenen Vereinbarung wird der Konzern nun allerdings 1,6 Milliarden Dollar als Entschädigung an Shire überweisen müssen. (dpa)

    +
  • Dienstag, 21. Februar 2017
  • Jahresergebnis
    Alno schreibt rote Zahlen

    Unerwartet schwache Ergebnisse der Schweizer Tochtergesellschaften AFP Küchen AG und Alno Schweiz sowie Wechselkursverluste haben dem Küchenhersteller Alno das Jahresergebnis verhagelt. Mit einem Verlust von 14 Millionen Euro liege das um Restrukturierungskosten bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) deutlich unter den Erwartungen für 2016, teilte die Alno AG mit. Bisher war das Unternehmen von einem Anstieg des bereinigten Ergebnisses ausgegangen. Im Vorjahr lag der Ebitda-Verlust bei 400.000 Euro. Der Umsatz hat sich laut Alno so entwickelt wie geplant. Auf Basis der vorläufigen Zahlen sei die Prognose einer erwarteten Umsatzsteigerung weiterhin zutreffend. Den Jahres- und Konzernabschluss 2016 der Alno AG wird am 28. April 2017 veröffentlicht. (DJ)

    +
  • Konjunktur
    Kein Winterdämpfer für Bauwirtschaft

    Trotz des zeitweise strengen Winters in vielen Regionen erwartet die deutsche Bauindustrie keinen Dämpfer für die Bautätigkeit im ersten Quartal. "Die Witterung fiel Anfang 2017 zwar etwas schlechter aus als Anfang des vergangenen Jahres", sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB), Heiko Stiepelmann. "Wir gehen aber davon aus, dass sich dies nicht negativ auf die Bautätigkeit auswirken wird." Im Januar gaben demnach 29 Prozent der Bauunternehmen in einer Ifo-Umfrage an, dass ihre Tätigkeit durch die Witterung behindert wurde. Ein Jahr zuvor waren es lediglich 18 Prozent. "Im langjährigen Durchschnitt liegt der Wert allerdings bei 45 Prozent", sagte Stiepelmann. Er verwies auf die gute Auslastung der Unternehmen. "Die lebhafte Baukonjunktur wird sich somit fortsetzen." (rts)

    +
  • Quartalszahlen
    Wal-Mart verzeichnet Gewinnrückgang

    Die US-Einzelhandelskette Wal-Mart hat im vierten Geschäftsquartal bei einem kleinen Umsatzplus wegen hoher Investitionen deutlich weniger verdient. Den Aktionären will der Konzern dennoch erneut mehr Dividende zahlen. Für das Quartal steigt sie um einen auf 51 Cent, so dass für das Jahr 2,04 US-Dollar je Anteil fließen. Der größte Einzelhändler der Vereinigten Staaten verdiente in den drei Monaten per Ende Januar mit 3,76 Milliarden Dollar knapp 18 Prozent weniger als vor einem Jahr. Je Aktie verblieb ein Gewinn von 1,22 nach 1,43 Dollar. Bereinigt ergab sich ein Gewinn je Aktie von 1,30 Dollar. Die Gesamtumsatz stieg um ein Prozent auf knapp 131 Milliarden Dollar. Wechselkursbereinigt hätte der Umsatz auf 133,6 Milliarden Dollar zugelegt. (DJ)

    +
  • Quartalszahlen
    HSBC-Gewinn fällt 2016 überraschend stark

    Der Finanzkonzern HSBC bekommt das schwächere Wirtschaftswachstum auf seinen wichtigen Märkten Großbritannien und Hongkong zu spüren. Der Gewinn fiel im vergangenen Jahr überraschend deutlich um 62 Prozent auf 7,1 Milliarden Dollar, wie die Bank mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem mehr als doppelt so hohen Überschuss (vor Steuern) gerechnet. HSBC nahm auch Abschreibungen auf den Wert des Privatbankengeschäftes in Europa vor, die mit 3,2 Milliarden Dollar zubuche schlugen. Außerdem wirkte sich der Verkauf der brasilianischen Tochter aus. (rts)

    +
Themenseiten Wirtschaft
Empfehlungen