Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 21. Januar 2016
  • Autobranche

    Acea erwartet langsameres Wachstum

    Daimler-Chef Dieter Zetsche warnt in seiner Funktion als Präsident des europäischen Automobilverbandes Acea, dass der europäische Automarkt in diesem Jahr deutlich langsamer wachsen dürfte als 2015. Gründe dafür seien unter anderem die schwache Wirtschaftsaktivität in der Region und Sicherheitsbedenken. Zetsche sagte, es sei unwahrscheinlich, dass die Nachfrage nach Pkw und leichten Lkw 2016 so robust sein werde wie im Vorjahr, als die Anmeldungen von Neuwagen in der EU um 9,3 Prozent zulegten. Acea erwartet 2016 einen Zuwachs der Neuanmeldungen um 2 Prozent auf rund 14 Millionen Fahrzeuge. "Für 2016 erwarten wir ein sehr viel moderateres Absatzwachstum sowohl für Pkw als auch für Nutzfahrzeuge", sagte Zetsche. "Das Wachstum in Europa wird unter anderem durch die Sicherheitslage bedroht", sagte der Manager. Europas Flüchtlingskrise gehe mit einem "hohen Maß an Unsicherheit und möglicher Gewalt einher", sagte Zetsche. Er betonte, wie wichtig es sei, den Freihandel von Waren und Dienstleistungen in der EU aufrechtzuerhalten "in einer Zeit, wo viele europäische Länder Mauern aufbauen anstatt die einzureißen". (DJ)

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  • Mittwoch, 01. März 2017
  • Schwerindustrie
    China streicht Stellen von 500.000 Stahl- und Kohlearbeitern

    Angesichts massiver Überkapazitäten soll in der chinesischen Stahl- und Kohleindustrie in diesem Jahr eine halbe Million Jobs wegfallen. Den betroffenen Arbeitern werde die Teilnahme an einem Jobvermittlungsprogramm oder ein vorzeitiger Ruhestand angeboten, teilte der zuständige Minister Yin Weimin mit. Die Regierung hatte im vergangenen Jahr angekündigt, in der Stahl- und Kohleindustrie insgesamt 1,8 Millionen Arbeitsplätze zu streichen.

    Im vergangenen Jahr fielen 726.000 Jobs weg. In China wird mehr als die Hälfte des weltweit hergestellten Stahls produziert. Die Branche leidet unter enormen Überkapazitäten bei gleichzeitig schwächelnder Nachfrage. Chinesischen Stahlfirmen wird zudem Preisdumping vorgeworfen.

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  • Unternehmen
    KlöCo kehrt in Gewinnzone zurück

    -Der Stahlhändler Klöckner & Co hat im vergangenen Jahr wieder einen Gewinn erzielt und das beste operative Ergebnis seit fünf Jahren verbucht. Die Aktionäre sollen eine Dividende 20 Cent je Aktie erhalten, teilte das Unternehmen mit. Im Vorjahr hatte das SDax-Unternehmen die Ausschüttung ausgesetzt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) vor Restrukturierungsaufwendungen mehr als verdoppelte sich von 86 Millionen auf 196 Millionen Euro. Unter dem Strich erzielte die Klöckner & Co SE einen Gewinn von 38 Millionen Euro, nach einem Verlust von 349 Millionen Euro im Vorjahr. Ein Grund für den hohen Fehlbetrag 2015 waren Abschreibungen auf die Nordamerika-Aktivitäten des Konzerns. (DJ)

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  • Unternehmen
    Rheinmetall verdient mehr

    Der Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall hat im Geschäft mit Waffen und Munition einen Lauf. Im abgelaufenen Jahr wuchsen Umsatz und Ergebnis der Rüstungssparte prozentual deutlich zweistellig, wie das im MDax notierte Unternehmen auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Auch die Auftragslage gibt weiter Auftrieb. Der Konzernumsatz kletterte im vergangenen Jahr insgesamt um 8 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis (Ebit) legte um 23 Prozent auf 353 Millionen Euro zu. Die Rüstungssparte ist im Konzern mittlerweile die größere, das Autogeschäft jedoch noch profitabler. Analysten rechnen bei den Düsseldorfern auch künftig mit guten Geschäften bei Waffensystemen und Munition. (dpa)

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  • Konjunktur
    Chinas Dienstleister schwächeln - Industrie legt zu

    China hat gemischte Daten zur Wirtschaftsentwicklung vorgelegt. Der offizielle Einkaufsmanagerindex für die Dienstleister der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt sank im Februar auf 54,2 Punkte, wie aus der offiziellen Erhebung hervorging. Im Januar waren es noch 54,6 Zähler. Das Barometer liegt damit aber weiter deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Der Index für die Industrie stieg indes an. Er lag mit 51,6 Stellen um 0,3 Punkte über dem Vormonat. Der private Caixin/Markit-Einkaufsmanagerindex für die Industrie stieg um 0,7 auf 51,7 Punkte.  (rts)

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