Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 21. Januar 2016
  • Autobranche

    Acea erwartet langsameres Wachstum

    Daimler-Chef Dieter Zetsche warnt in seiner Funktion als Präsident des europäischen Automobilverbandes Acea, dass der europäische Automarkt in diesem Jahr deutlich langsamer wachsen dürfte als 2015. Gründe dafür seien unter anderem die schwache Wirtschaftsaktivität in der Region und Sicherheitsbedenken. Zetsche sagte, es sei unwahrscheinlich, dass die Nachfrage nach Pkw und leichten Lkw 2016 so robust sein werde wie im Vorjahr, als die Anmeldungen von Neuwagen in der EU um 9,3 Prozent zulegten. Acea erwartet 2016 einen Zuwachs der Neuanmeldungen um 2 Prozent auf rund 14 Millionen Fahrzeuge. "Für 2016 erwarten wir ein sehr viel moderateres Absatzwachstum sowohl für Pkw als auch für Nutzfahrzeuge", sagte Zetsche. "Das Wachstum in Europa wird unter anderem durch die Sicherheitslage bedroht", sagte der Manager. Europas Flüchtlingskrise gehe mit einem "hohen Maß an Unsicherheit und möglicher Gewalt einher", sagte Zetsche. Er betonte, wie wichtig es sei, den Freihandel von Waren und Dienstleistungen in der EU aufrechtzuerhalten "in einer Zeit, wo viele europäische Länder Mauern aufbauen anstatt die einzureißen". (DJ)

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  • Sonntag, 22. Januar 2017
  • Elektromobilität
    Auto-Importeure glauben an Siegeszug von Elektroautos

    Die Auto-Importeure Renault und Nissan glauben an einen schnellen Siegeszug der Elektromobilität in Deutschland. Renault-Deutschlandchef Uwe Hochgeschurtz sagte der "Bild am Sonntag": "Ich bin fest davon überzeugt, dass wir den Durchbruch der Elektromobilität in Deutschland schon erlebt haben." Nissan-Europachef Thomas Hausch zog einen Vergleich zur Popcorn-Herstellung in der Pfanne: "Das Knacken hat in Deutschland angefangen." Die Affäre um manipulierte Diesel-Abgase habe dazu beigetragen. Für 2017 rechnen die Firmen erneut mit einem guten Jahr, obwohl der Importeursverband eine Stagnation der Verkaufszahlen erwartet. Der Nissan-Manager erklärte: "Wenn der Markt wirklich stagniert, dann wird das auf sehr hohem Niveau sein und deshalb nicht schlimm." Sein Renault-Kollege sagte: "Wir rechnen mit leichtem Wachstum. Aber selbst wenn nicht, reden wir immer noch über eines der besten Automobiljahre überhaupt." (dpa)

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  • Brexit
    Deutsche-Bank-Vorstand: London bleibt Top-Finanzplatz

    London wird sich nach Einschätzung von Deutsche-Bank-Finanzchef Marcus Schenck auch nach dem Brexit als europäisches Finanzzentrum behaupten können. "Es ist etwas naiv zu glauben, dass irgendeine europäische Stadt London als Finanzplatz ablösen könnte", sagte Schenck der "Welt am Sonntag". "Die City ist ein über 30 Jahre gewachsener Mikrokosmos, den man nicht einfach nachbilden kann." Die Entscheidung der Briten, der Europäischen Union den Rücken zu kehren, hat in der Bankenbranche für Unruhe gesorgt. So bereiten sich die ersten Banken nach der Festlegung von Premierministerin Theresa May auf einen "harten Brexit" konkret auf einen Umzug auf das europäische Festland vor, weil die Institute bei einem Ausscheiden Großbritanniens aus dem EU-Binnenmarkt keine Produkte mehr von London aus in den übrigen 27 EU-Staaten verkaufen können. (rts)

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