Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Montag, 18. Januar 2016
  • Unternehmen

    Adecco setzt sich niedrigere Ziele

    Der weltgrößte Personalvermittler Adecco schraubt angesichts der schwächelnden Konjunktur seine Erwartungen zurück. Künftig werde eine Betriebsgewinnmarge (Ebita) von 4,5 bis 5,0 Prozent über den gesamten Konjunkturzyklus angestrebt, teilte der Konzern aus Genf mit. Jahrelang peilte der Rivale von Manpower und Randstad eine Marge von mehr als 5,5 Prozent an, jetzt nennt er eine Bandbreite und macht die Erreichung des gesenkten Ziels von der Konjunkturentwicklung abhängig. In den ersten zwei Monaten des vierten Quartals 2016 sei Adecco organisch um 5,0 Prozent gewachsen. Für 2015 werde ohne einmalige Faktoren eine Ebita-Marge von 5,2 Prozent erwartet. Den Jahresabschluss 2015 will das Unternehmen am 9. März veröffentlichen. Der Weltmarktführer will an seiner Dividendenpolitik festhalten und weiterhin 40 bis 50 Prozent des bereinigten Gewinns ausschütten. 2016 will der Konzern auch durch Zukäufe wachsen. (rts)

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  • Samstag, 29. April 2017
  • Unternehmen
    BMW baut "iNext" in Dingolfing

    Die Revolution des Straßenverkehrs soll auch von Niederbayern ausgehen. BMW will sein komplett selbstfahrendes Auto "iNext" in Dingolfing bauen. "In der Produktion hat Niederbayern in dem Fall die Nase vorn vor dem Silicon Valley", sagte Konzernchef Harald Krüger der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Dies sei auch als Bekenntnis zum Technologie-Standort Deutschland zu verstehen. "Ausschlaggebend für die Entscheidung ist die Nähe zur technologischen Kompetenz im Konzern und zur Entwicklung des elektrischen Antriebstrangs", sagte Krüger. Der Konzern will das selbstfahrende Auto im zweiten Halbjahr 2021 auf den Markt bringen. (dpa)

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  • Schifffahrt
    Reederei Rickmers verbucht tiefrote Zahlen

    Die taumelnde Hamburger Reederei Rickmers hat ihren Verlust im Geschäftsjahr 2016 mehr als verdoppelt. Das Ergebnis nach Steuern fiel auf minus 341 Millionen Euro - nach 135,5 Millionen Euro 2015, wie aus den vorläufigen Geschäftszahlen des Jahresberichts hervorgeht. Der Umsatz gab um 18 Prozent auf 483 Millionen Euro nach. Rickmers war durch die Schifffahrtskrise in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Bis zum 10. Mai sollen die Gläubiger der Unternehmensgruppe einem Sanierungskonzept zustimmen. Andernfalls stehe die Reederei vor der Insolvenz, hieß es in einer Aufforderung zur Stimmabgabe. Die nächste Zinszahlung ist im Juni fällig, die Rückzahlung der Rickmers-Anleihe ein Jahr später. Zu den finanzierenden Banken gehört auch die HSH Nordbank, die gegenwärtig zum Verkauf steht und auf die mit der Rickmers-Sanierung neue finanzielle Belastungen zukommen. Bertram Rickmers, der Alleinaktionär der Rickmers Holding AG, soll 75,1 Prozent seiner Anteile abgeben und bis zu 30 Millionen Euro aus seinem Vermögen nachschießen. Die Sanierung sieht Verkäufe von Unternehmensbeteiligungen und Schiffen, Laufzeitverlängerungen, Zinskürzungen, Stundungen und Tilgungsverschiebungen vor, um die Rickmers Gruppe über Wasser zu halten. 2016 war die Zahl der gemanagten Schiffe auf 114 (2015: 130) zurückgegangen. Das Unternehmen beschäftigte weltweit 2137 (2015: 2193) Mitarbeiter. (dpa)

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