Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 21. April 2015
  • Luftfahrt

    Air Berlin verlässt Verband AEA

    Der europäische Fluggesellschaftsverband Association of European Airlines (AEA) verliert ein weiteres Mitglied. Nach IAG, der Muttergesellschaft von British Airways und Iberia, verlässt auch Air Berlin den Verband im Streit um den Umgang mit konkurrierenden Airlines aus dem Nahen Osten. Wie IAG kritisieren auch die Deutschen die protektionistische Luftverkehrspolitik in Europa und plädiert stattdessen für die Liberalisierung zwischenstaatlicher Abkommen, was aus Sicht der deutschen Airline eine weitere Konsolidierung der Branche sowie neue Geschäftsmodelle fördern würde. Der AEA lasse sich dagegen von Fluggesellschaften treiben, "die eine neue Mauer um Europa bauen wollen", so Air Berlin. Zahlreiche europäische Airlines sind mit den schnell expandierenden Fluggesellschaften aus dem Nahen Osten wie Emirates, Etihad und Qatar aneinandergeraten. Sie kritisieren deren Wachstumstempo und Methoden. Air France-KLM und Lufthansa, die Teile ihres Asien-Verkehrs an die staatlichen Golf-Airlines verloren haben, fordern von nationalen Regierungen und der EU, deren Wachstum einzugrenzen. Sie begründen ihr Anliegen mit dem Vorwurf, dass die Gesellschaften aus dem Nahen Osten unfaire staatliche Unterstützung genießen. (DJ)

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  • Samstag, 29. April 2017
  • Unternehmen
    BMW baut "iNext" in Dingolfing

    Die Revolution des Straßenverkehrs soll auch von Niederbayern ausgehen. BMW will sein komplett selbstfahrendes Auto "iNext" in Dingolfing bauen. "In der Produktion hat Niederbayern in dem Fall die Nase vorn vor dem Silicon Valley", sagte Konzernchef Harald Krüger der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Dies sei auch als Bekenntnis zum Technologie-Standort Deutschland zu verstehen. "Ausschlaggebend für die Entscheidung ist die Nähe zur technologischen Kompetenz im Konzern und zur Entwicklung des elektrischen Antriebstrangs", sagte Krüger. Der Konzern will das selbstfahrende Auto im zweiten Halbjahr 2021 auf den Markt bringen. (dpa)

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  • Schifffahrt
    Reederei Rickmers verbucht tiefrote Zahlen

    Die taumelnde Hamburger Reederei Rickmers hat ihren Verlust im Geschäftsjahr 2016 mehr als verdoppelt. Das Ergebnis nach Steuern fiel auf minus 341 Millionen Euro - nach 135,5 Millionen Euro 2015, wie aus den vorläufigen Geschäftszahlen des Jahresberichts hervorgeht. Der Umsatz gab um 18 Prozent auf 483 Millionen Euro nach. Rickmers war durch die Schifffahrtskrise in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Bis zum 10. Mai sollen die Gläubiger der Unternehmensgruppe einem Sanierungskonzept zustimmen. Andernfalls stehe die Reederei vor der Insolvenz, hieß es in einer Aufforderung zur Stimmabgabe. Die nächste Zinszahlung ist im Juni fällig, die Rückzahlung der Rickmers-Anleihe ein Jahr später. Zu den finanzierenden Banken gehört auch die HSH Nordbank, die gegenwärtig zum Verkauf steht und auf die mit der Rickmers-Sanierung neue finanzielle Belastungen zukommen. Bertram Rickmers, der Alleinaktionär der Rickmers Holding AG, soll 75,1 Prozent seiner Anteile abgeben und bis zu 30 Millionen Euro aus seinem Vermögen nachschießen. Die Sanierung sieht Verkäufe von Unternehmensbeteiligungen und Schiffen, Laufzeitverlängerungen, Zinskürzungen, Stundungen und Tilgungsverschiebungen vor, um die Rickmers Gruppe über Wasser zu halten. 2016 war die Zahl der gemanagten Schiffe auf 114 (2015: 130) zurückgegangen. Das Unternehmen beschäftigte weltweit 2137 (2015: 2193) Mitarbeiter. (dpa)

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