Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 21. April 2015
  • Luftfahrt

    Air Berlin verlässt Verband AEA

    Der europäische Fluggesellschaftsverband Association of European Airlines (AEA) verliert ein weiteres Mitglied. Nach IAG, der Muttergesellschaft von British Airways und Iberia, verlässt auch Air Berlin den Verband im Streit um den Umgang mit konkurrierenden Airlines aus dem Nahen Osten. Wie IAG kritisieren auch die Deutschen die protektionistische Luftverkehrspolitik in Europa und plädiert stattdessen für die Liberalisierung zwischenstaatlicher Abkommen, was aus Sicht der deutschen Airline eine weitere Konsolidierung der Branche sowie neue Geschäftsmodelle fördern würde. Der AEA lasse sich dagegen von Fluggesellschaften treiben, "die eine neue Mauer um Europa bauen wollen", so Air Berlin. Zahlreiche europäische Airlines sind mit den schnell expandierenden Fluggesellschaften aus dem Nahen Osten wie Emirates, Etihad und Qatar aneinandergeraten. Sie kritisieren deren Wachstumstempo und Methoden. Air France-KLM und Lufthansa, die Teile ihres Asien-Verkehrs an die staatlichen Golf-Airlines verloren haben, fordern von nationalen Regierungen und der EU, deren Wachstum einzugrenzen. Sie begründen ihr Anliegen mit dem Vorwurf, dass die Gesellschaften aus dem Nahen Osten unfaire staatliche Unterstützung genießen. (DJ)

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  • Freitag, 24. Juni 2016
  • Notenbanken
    EZB ist in Alarmbereitschaft

    Die Europäische Zentralbank (EZB) steht nach dem Brexit-Votum in Alarmbereitschaft. Sie stehe in engem Kontakt mit anderen Notenbanken und sei für zusätzliche Liquiditätsmaßnahmen bereit, auch in Fremdwährung, erklärte die EZB. Außerdem würden die Entwicklungen an den Finanzmärkten genau beobachtet. Die EZB habe sich in Zusammenarbeit mit den von ihr beaufsichtigten Banken auf diesen Notfall vorbereitet. Die Bankensystem in der Eurozone sei widerstandsfähig sowohl in Hinsicht auf Kapital als auch auf Liquidität. (DJ)

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  • Konjunktur
    Ifo: Deutscher Aufschwung ist intakt

    Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich vor der Brexit-Entscheidung noch weiter deutlich verbessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Juni um 0,9 auf 108,7 Punkte - das war der höchste Stand seit zwei Jahren, wie das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung mitteilte. Die befragten Unternehmen schätzten sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch ihre Geschäftsaussichten für das kommende halbe Jahr besser ein. "Der Aufschwung in Deutschland ist intakt», sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Industriefirmen seien erneut zufriedener und erstmals seit Januar wieder mehrheitlich optimistisch gewesen. "Die Auftragsbücher haben sich weiter gefüllt", sagte Fuest. (dpa)

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