Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Freitag, 17. Februar 2017
  • Energiepreise

    Anstieg im Januar gebremst

    Nach dem starken Anstieg der Energiepreise zum Jahreswechsel sind die Kosten für Strom, Kraftstoff und Heizöl im Januar deutlich langsamer geklettert. Im Vergleich zum Dezember zogen sie um 0,9 Prozent an, wie aus dem aktuellen Energiepreis-Monitor der European Climate Foundation (ECF) hervorgeht. Einen Beitrag zur Verteuerung leistete die zum 1. Januar gestiegene Umlage für erneuerbare Energien. Allerdings gingen die Strompreise trotzdem nur um ein Prozent nach oben - rechnerisch hätten es laut EFC 1,8 Prozent sein müssen. Im Dezember waren die Energiepreise im Vergleich zum Vormonat um 2,3 Prozent gestiegen. Vor allem die Kraftstoffpreise trieben die Energiekosten im Januar nach oben, sie legten gegenüber Dezember um 2,1 Prozent zu. Heizöl wurde um 1,2 Prozent teurer. Grund dafür waren die steigenden Ölpreise auf den internationalen Rohstoffmärkten. Die Gaspreise fielen für die deutschen Verbraucher dagegen im Schnitt um zwei Prozent auf den niedrigsten Wert seit Juli 2011. (dpa)

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  • Montag, 27. März 2017
  • Getränkeindustrie
    Wieder mehr als 1400 deutsche Brauereien

    Erstmals seit fast 40 Jahren ist die Zahl der Brauereien in Deutschland wieder auf mehr als 1400 gestiegen. Im Jahr 2016 seien im Großraum Hamburg und in Schleswig-Holstein jeweils acht neue Betriebe hinzugekommen, in Nordrhein-Westfalen sechs, teilte der Deutsche Brauer-Bund unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes mit. Insgesamt gab es demnach 1408 Braustätten in Deutschland. Damit lag die Zahl der Brauereien hierzulande erstmals seit 1978 wieder über der Marke von 1400, erklärte der Brauer-Bund. Damals hatte es in Westdeutschland 1415 Bier brauende Betriebe gegeben. Die mit deutlichem Abstand meisten Brauereien gibt es den Angaben zufolge in Bayern mit 624 Braustätten. Es folgten Baden-Württemberg mit 195 Betrieben und Nordrhein-Westfalen mit 132. (AFP)

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  • Fusionen
    Chemiekonzerne Dow und DuPont dürfen fusionieren

    Die EU-Wettbewerbshüter haben unter Auflagen den Weg für die milliardenschwere Fusion der US-Chemiekonzerne Dow und DuPont freigemacht. Die Genehmigung stehe unter dem Vorbehalt, dass sich DuPont von großen Teilen seiner globalen Pestizidsparte trenne, teilte die EU-Kommission mit. Die beiden Konzerne hätten dem zugestimmt. "Der heutige Beschluss verhindert, dass der Wettbewerb auf dem Markt für erhältliche Pestizide durch die Fusion von Dow und DuPont beeinträchtigt wird und die Innovationstätigkeit zur Entwicklung besserer Produkte in der Zukunft abnimmt", sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Der Käufer der Sparte dürfte in der Lage sein, zum Nutzen der europäischen Landwirte und Verbraucher, DuPont als Wettbewerber auf den betreffenden Märkten zu ersetzen und weiterhin Produktinnovationen hervorzubringen, erklärte die Brüsseler Behörde. (rts)

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  • Unternehmen
    Audi unterbricht Produktion zweier Modelle

    Die Fertigung der Audi-Modelle A4 und A5 im Werk in Ingolstadt steht bis einschließlich Donnerstag still. Grund dafür ist ein Brand bei einem Zulieferer aus Nordrhein-Westfalen in der vergangenen Woche, der nun nicht mehr rechtzeitig liefern kann. Dadurch können täglich 1400 Autos nicht gebaut werden, wie eine Audi-Sprecherin sagte. Zuerst hatte der "Donaukurier" darüber berichtet. Die betroffenen Mitarbeiter haben bis einschließlich Donnerstag frei. Der Ausfall werde durch eine Betriebsvereinbarung abgefangen, finanzielle Einbuße müssten die Mitarbeiter nicht befürchten, sagte die Sprecherin. Der Zulieferer HP Pelzer aus Witten werde seine Produktion nun an einen anderen Standort verlegen. HP Pelzer produziert für Audi sogenannte Stirnwanddämmungen, die die Geräusche und Temperaturen des Motors von der Fahrgastzelle fernhalten sollen. Ab Freitag sei dann wieder mit einer ausreichenden Zulieferung dieses Bauteils für die beiden Audi-Modelle zu rechnen. Der Produktionsstandort Neckarsulm ist von den Lieferengpässen nicht betroffen.

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  • Konjunktur
    Chinesische Industrie steigert Gewinne

    Die Gewinne der chinesischen Industrie sind in den ersten beiden Monaten des Jahres um fast ein Drittel gestiegen. Sie legten im Januar und Februar zusammen um 31,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu auf umgerechnet rund 135 Milliarden Euro, wie das Statistikamt am Montag in Peking mitteilte. Dafür sorgten in erster Linie steigende Preise für Kohle, Stahl und Rohöl. 2016 insgesamt waren die Gewinne nur um 8,5 Prozent gestiegen, nachdem sie 2015 sogar gefallen waren. Die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt hat einen insgesamt guten Start in dieses Jahr erwischt. Dazu trugen steigende staatliche Investitionen in die Infrastruktur ebenso bei wie eine robuste Kreditvergabe. Dennoch kühlt sich die Konjunktur nach jahrelangem Boom ab. Die Regierung rechnet für 2017 mit einem Wirtschaftswachstum von 6,5 Prozent, nachdem es 2016 mit 6,7 Prozent das kleinste Plus seit 26 Jahren gab.

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  • Unternehmen
    Thomas Cook bekennt sich zu Condor

    Der Reisekonzern Thomas Cook hält an seiner zuletzt defizitären Fluggesellschaft Condor fest. "Wir haben einen starken Verbund, die Thomas-Cook-Airlines, geschaffen, da wollen wir Condor nicht herausbrechen", sagte Konzernchef Peter Fankhauser der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Der operative Verlust bei Condor von umgerechnet zwölf Millionen Euro sei der "Marktentwicklung in Deutschland geschuldet". "Andere Gesellschaften haben 2016 viel höhere Verluste gemacht." Zu Thomas Cook gehören neben Condor auch Fluggesellschaften in Großbritannien, Belgien und Skandinavien. Ein Sparprogramm soll Condor 2017 wieder in die Profitabilität führen. Eine Abkehr vom Konzept, sowohl Pauschalreiseziele am Mittelmeer als auch ausgewählte Fernziele im Liniendienst ansteuern, lehnt Fankhauser ab. "Unsere Fluggesellschaft soll weiter eine Fluggesellschaft sein und nicht bloß das Busunternehmen eines Reiseveranstalters."

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