Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 28. Januar 2016
  • Arbeitsmarkt

    Arbeitsmarktlage könnte sich bald ändern

    Bei deutschen Jobvermittlern schwindet der Arbeitsmarktoptimismus. Die Chefs der 156 Arbeitsagenturen rechnen in den kommenden drei Monaten kaum noch mit sinkenden Arbeitslosenzahlen, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in seinem Arbeitsmarktmonitor für Januar mitteilt. Zum Jahresauftakt sinkt der entsprechende Indikator im Vergleich zum Dezember um 0,4 Punkte auf 100,2 Zähler und damit auf den niedrigsten Stand seit Mai 2015. Insgesamt sei der Arbeitsmarkt aber noch in guter Form, betonen die Arbeitsmarktforscher.

    "Die Erwartungen der Arbeitsagenturen haben einen Dämpfer erhalten, liegen aber noch nicht im negativen Bereich", kommentierte der IAB-Arbeitsmarktforscher Enzo Weber die aktuelle Entwicklung. Gründe dafür seien weltwirtschaftliche Rückschläge und die Flüchtlingssituation. Zudem hätten sich die konjunkturellen Aussichten vor allem mit Blick auf die Wirtschaftsturbulenzen in China zuletzt etwas eingetrübt. Außerdem werde sich der Effekt der Flüchtlingszuwanderung in den nächsten Monaten bei der Arbeitslosigkeit stärker bemerkbar machen. (dpa)

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  • Montag, 26. Juni 2017
  • IPO
    Jost-Werke nimmt neuen Anlauf an die Börse

    Der Lkw-Zulieferer Jost-Werke drängt noch vor der Sommerpause an die Frankfurter Börse. Der Hersteller von Lkw-Anhängerkupplungen und Stützwinden aus dem hessischen Neu-Isenburg machte nun seine Börsenpläne offiziell. Jost will mit dem Börsengang 130 Millionen Euro einnehmen, mit denen vor allem Schulden abgebaut werden sollen, wie das Unternehmen mitteilte. Zudem trennt sich der Finanzinvestor Cinven, dem Jost seit 2008 gehört, von einem Teil seines Anteilspakets von 64 Prozent. Das Unternehmen werde bei der Emission mit rund 700 Millionen Euro einschließlich 260 Millionen Euro Schulden bewertet, sagten Insider. Von der Ankündigung bis zur Erstnotiz vergehen in der Regel rund vier Wochen. Bei Jost-Werke könnte es auch schneller gehen. Das Unternehmen bietet seine Papiere nur institutionellen Investoren in Form einer Privatplatzierung an und verzichtet auf ein öffentliches Angebot an Privatanleger. Jost muss daher vorab keinen Börsenprospekt veröffentlichen. (rts)

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  • IPO
    Vapiano-Aktie für 23 Euro

    Die Restaurantkette Vapiano gibt ihre Aktien beim geplanten Börsengang Finanzkreisen zufolge zu je 23 Euro aus. Das sei den Investoren mitgeteilt worden, sagten Insider. Das Bonner Unternehmen hatte die Papiere zu 21 bis 27 Euro angeboten. Das Volumen der Emission liegt damit bei bis zu 184 Millionen Euro, 85 Millionen davon gehen an Vapiano selbst. Die Zeichnungsfrist läuft am Montag aus, die Erstnotiz ist für Dienstag geplant. Begleitet wird der Börsengang von den Investmentbanken Barclays, Berenberg und Jefferies. (rts)

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  • Unternehmen
    Investor setzt Nestle unter Druck

    Der weltgrößte Lebensmittelproduzent Nestle wird vom Finanzinvestor Daniel Loeb ins Visier genommen. Loebs Hedgefonds Third Point hat nach eigenen Angaben eine Beteiligung an dem Schweizer Konzern gekauft und eine Änderung von dessen Strategie gefordert. Der Anteil von mehr als einem Prozent an Nestle sei knapp 3,3 Milliarden Schweizer Franken (umgerechnet rund 3 Milliarden Euro) wert. Der Fonds ist damit achtgrößter Aktionär von Nestle. Third Point verlangt von Nestle eine Verbesserung der Gewinnmarge, einen Aktienrückkauf und den Verkauf von nicht zum Kerngeschäft zählenden Geschäftsbereichen. Nestle soll nach dem Willen des Investors seine 23-prozentige Beteiligung an dem französischen Kosmetikkonzern L'Oreal veräußern. (rts)

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