Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Freitag, 06. November 2015
  • Quartalszahlen

    ArcelorMittal senkt Prognose

    Der weltgrößte Stahlproduzent ArcelorMittal hat nach einem enttäuschenden dritten Quartal seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr gesenkt. Im Berichtszeitraum schrieb das Luxemburger Unternehmen einen Verlust von 711 Millionen US-Dollar nach einem Gewinn von 22 Millionen Dollar im Vorjahr. Analysten hatten nur einen Verlust von 184 Millionen Dollar erwartet. Eine Abschreibung von Lagerbeständen wegen des Stahlpreisverfalls im Volumen von 500 Millionen Dollar und in Südafrika angefallene Restrukturierungskosten über 27 Millionen Dollar hatten zu dem dramatischeren Rückgang geführt. Zudem steigt der Wettbewerbsdruck in der Branche, insbesondere wegen China. Der Stahlriese setzte seine Dividendenzahlung aus und nahm seine Gesamtjahresprognose für das EBITDA zurück. ArcelorMittal rechnet nur noch mit einem EBITDA in einer Spanne von 5,2 bis 5,4 Milliarden Dollar statt 6 bis 7 Milliarden Dollar. (DJ)

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  • Donnerstag, 25. August 2016
  • Unternehmen
    Bei der Sberbank rollt der Rubel

    Russlands größtes Kreditinstitut Sberbank verdient dank höherer Gewinne im Zinsgeschäft so gut wie nie. Im zweiten Quartal lag das Nettoergebnis mit umgerechnet knapp zwei Milliarden Euro um etwa ein Fünftel über dem Niveau vom Jahresanfang, wie das Unternehmen mitteilte. Das staatlich kontrollierte Institut profitierte in der jüngsten Wirtschaftskrise davon, dass Bürger und Unternehmen aus Sorge um die Zahlungsfähigkeit kleinerer Banken mit ihren Geldgeschäften zum Marktführer wechselten. Zudem kann es sich dank hoher Kundeneinlagen vergleichsweise günstig refinanzieren. Das machte auch den negativen Effekt durch einen eingeschränkten Zugang zu den internationalen Finanzmärkten wett. Die Sberbank ist wegen des Ukraine-Konflikts von westlichen Sanktionen gegen Russland betroffen. (rts)

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  • Unternehmen
    Fielmann-Gewinn klettert zweistellig

    Die Optikerkette Fielmann hat ihren Gewinn im zweiten Quartal kräftig gesteigert. Im Vergleich zum Vorjahr kletterte der Überschuss um 17 Prozent auf 44,6 Millionen Euro, wie Fielmann mitteilte. Grund dafür waren unter anderem niedrigere Kosten für Werbung. Der Brillenabsatz verbesserte sich um gut 6 Prozent auf 2,05 Millionen Brillen. Der Umsatz legte um gut 5 Prozent auf 344 Millionen Euro zu. In den Sommermonaten verkauft Fielmann besonders viele Sonnenbrillen, die aber nicht unbedingt alle Korrekturgläser besitzen. (dpa)

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  • Rüstungsindustrie
    Baupläne für U-Boote im Netz

    Um den Kauf der zwölf Unterseeboote der Australier für rund 50 Milliarden australische Dollar (33,7 Milliarden Euro) zeichnet sich ein Skandal ab: Mehr als 22.000 Seiten sensibler Bauunterlagen und Daten der französischen Staatswerft DCNS seien im Internet aufgetaucht, berichtet die FAZ. Sie würden vor allem den Bau von sechs indischen U-Booten der Scorpene-Klasse für rund 3 Milliarden Dollar betreffen, die gerade nach vier Jahren Verzögerung fertiggestellt werden. (rts)

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  • Banken
    Cryan: EZB-Politik schadet

    Die ultralockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) verursacht nach Ansicht von Deutsche-Bank-Chef John Cryan mittlerweile mehr Schaden als Nutzen. Die EZB habe in der Finanz- und Staatsschuldenkrise viel dafür getan, Europa zu stabilisieren. "Inzwischen aber wirkt die Geldpolitik den Zielen entgegen, die Wirtschaft zu stärken und das europäische Bankensystem sicherer zu machen", sagte Cryan dem "Handelsblatt". (rts)

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  • Fusionen
    Linde könnte nach London ziehen

    Bei der Fusion des Gaseherstellers Linde mit dem US-Rivalen Praxair, über die gerade verhandelt wird, könnte der Hauptsitz verlagert werden. Im Gespräch ist London. Die Regierung des Freistaats ist alarmiert: "Linde ist mit Bayern gut gefahren, auch ein möglicher neuer Konzern wird von unseren Standortvorteilen profitieren können", sagte Wirtschaftsministerin Aigner. Die Rahmenbedingungen seien gut, es gebe eine "glänzende Infrastruktur und hochqualifizierte Fachkräfte". Noch ist nichts beschlossen. (rts)

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