Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Freitag, 27. Februar 2015
  • Staatsanleihen

    Argentinien erleidet Rückschlag

    Das klamme Argentinien muss einem Zeitungsbericht zufolge einen milliardenschweren Verkauf von Staatsanleihen wegen des Streits mit New Yorker Hedgefonds auf Eis legen. Die mit der Platzierung beauftragen Geldhäuser Deutsche Bank und JPMorgan hätten die Auktion wegen rechtlicher Bedenken vorerst gestoppt, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf zwei Insider. Grund sei der nach wie vor ungelöste Konflikt mit den Hedgefonds NML Capital und Elliott Management um Anleiheschulden aus der Staatspleite von 2001. Die Fonds hatten sich nach dem Zahlungsausfall geweigert, Forderungen abzuschreiben. Ein Richter urteilte, dass Argentinien die Schulden zum vollen Wert begleichen muss, ansonsten darf das Land etliche andere Gläubiger nicht bedienen. Statt die Hedgefonds zu bezahlen, wollte Argentinien nun aber dem Zeitungsbericht nach neue Schulden über etwa zwei Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro) aufnehmen. (rts)

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  • Donnerstag, 20. Juli 2017
  • Unternehmen
    Conti will bei Here einsteigen

    Der vor zwei Jahren von den Autokonzernen Daimler, BMW und Audi übernommene Kartendienst Here erweitert laut einem Medienbericht seinen Investorenkreis. Der Autozulieferer Continental werde voraussichtlich 8 bis 10 Prozent der Anteile übernehmen, berichtet das "Manager Magazin". Die Verhandlungen stünden kurz vor dem Abschluss, zitiert das Magazin Unternehmenskreise. Der Vertrag solle im September unterzeichnet werden. Ein Conti-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren. Here gilt als Spezialist für sehr präzise Internetkarten. Daimler, BMW und Audi hatten für das Unternehmen insgesamt 2,8 Milliarden Euro bezahlt. Inzwischen haben sich auch der Chiphersteller Intel und ein chinesisches Investorentrio an Here beteiligt. (DJ)

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  • Konjunktur
    Chemiebranche erwartet 2017 bessere Geschäfte

    Deutschlands Chemiebranche erwartet nach einem starken ersten Halbjahr noch bessere Geschäfte für 2017. Erneut setzte der Branchenverband VCI seine Prognose für das laufende Jahr herauf. "Wir erwarten auch für die zweite Jahreshälfte anhaltend gute Geschäfte im In- und Ausland", sagte VCI-Präsident Kurt Bock laut Mitteilung. Der Umsatz soll nun um 5 Prozent auf 194 Milliarden Euro steigen. Zuletzt hatte der VCI ein Plus von 3,5 Prozent vorausgesagt. Deutschlands drittgrößter Industriezweig profitiert von der anziehenden Konjunktur und höheren Ölpreisen. Dank der starken Nachfrage können die Unternehmen höhere Rohstoffkosten an Kunden weitergeben. (dpa)

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  • Unternehmen
    Easyjet gründet Tochter in Österreich

    Easyjet hat eine Tochtergesellschaft in Österreich gegründet, mit der sich der britische Billigflieger auch nach dem Brexit Zugang zum EU-Luftraum sichern will. Nach dem Abschluss des Zulassungsverfahrens sei die neue Airline Easyjet Europe mit Sitz in Wien "ab sofort im Einsatz", teilte das Unternehmen mit. Das erste Flugzeug von Easyjet Europe sei am Morgen von London nach Wien geflogen. (AFP)

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  • Quartalszahlen
    ABB kämpft mit Gegenwind

    Der Elektrokonzern ABB kommt nicht auf Touren. Höhere Rohstoffpreise und Überkapazitäten in der Branche drückten den operativen Gewinn im zweiten Quartal 2017 um sieben Prozent auf 1,042 Milliarden Dollar, wie das Schweizer Unternehmen mitteilte. Unter dem Strich verdiente ABB zwar mehr. Der Anstieg des Reingewinns um 29 Prozent auf 525 Millionen Dollar war aber vor allem geringeren Restrukturierungskosten geschuldet. Analysten hatten mit 580 Millionen Dollar etwas mehr erwartet. Auch der kurzfristige Ausblick des Siemens-Rivalen fiel durchwachsen aus. Die Konjunkturlage und die geopolitischen Entwicklungen sorgten weiterhin für ein unsicheres Umfeld, hieß es. 2017 werde ein Übergangsjahr. Konzernchef Ulrich Spiesshofer will nun weiter an der Sparschraube drehen. (rts)

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