Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Sonntag, 16. November 2014
  • Preise

    Argentinien kämpft gegen Mega-Inflation

    Während sich die Eurozone vor einem deflationären Preisverfall fürchtet, kämpft das wirtschaftlich angeschlagene Argentinien gegen eine extrem hohe Teuerungsrate. Die Inflation erreichte in den ersten zehn Monaten dieses Jahres offiziell insgesamt 21,4 Prozent, wie das nationalen Statistikamt INDEC nach Bekanntgabe der Oktoberdaten (plus 1,2 Prozent) mitteilte. Inoffiziellen Angaben zufolge liegt die akkumulierte Rate bereits bei 33,3 Prozent. Besonders stark trifft die Teuerung Ausgaben für medizinische Versorgung und Lebensmittel. Der Internationalen Währungsfonds (IWF) warnte in den vergangenen Monaten vor den negativen Folgen der hohen Inflation in der zweitgrößten Volkswirtschaft Südamerikas. Für 2014 sagte der IWF einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 1,7 Prozent und für 2015 um 1,5 Prozent voraus. Dieser Einschätzung widersprach die Regierung in Buenos Aires. Argentinien wurde von internationalen Ratingagenturen wegen eines erbittert geführten Streits mit US-Hedgefonds als "technisch zahlungsunfähig" eingestuft. (dpa)

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  • Mittwoch, 18. Januar 2017
  • Unternehmen
    HSBC verlegt wegen Brexit Teile nach Paris

    Rückschlag für das deutsche Finanzzentrum Frankfurt: Europas größte Bank HSBC will nach einem EU-Abschied Großbritanniens einen Teil ihrer Aktivitäten nach Paris verlagern. Etwa 20 Prozent der Handelsumsätze würden nach dem Brexit in die französische Hauptstadt gehen, kündigte Konzernchef Stuart Gulliver am Mittwoch am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos an. "Wir gehen nicht dieses Jahr und vielleicht auch nicht nächstes Jahr", sagte Gulliver. "Wir gehen in etwa zwei Jahren, wenn der Brexit wirksam ist." HSBC habe alle notwendigen Lizenzen für solch einen Schritt. Nach dem Brexit-Entscheid im Juni 2016 hatte die Bank von etwa 1000 Jobs gesprochen, die aus London abwandern könnten.

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  • Unternehmen
    DB fährt positives Betriebsergebnis ein

    Die Deutsche Bahn hat 2016 nach einem Verlustjahr wieder ein positives Betriebsergebnis erzielt. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) verdiente der bundeseigene Konzern 1,8 Milliarden Euro, wie Bahnchef Rüdiger Grube bekanntgab. Damit hat das Unternehmen wieder das Niveau von 2014 erreicht. 2015 hatte die Bahn noch einen operativen Verlust von 154 Millionen Euro verbucht. Unterm Strich musste sie damals sogar ein Minus von 1,31 Milliarden Euro ausweisen. Das lag vor allem an Abschreibungen auf den Schienengüterverkehr. Die Bahn habe nun "die Trendwende geschafft", sagte Grube angesichts der besseren Zahlen. "Hierauf wollen wir 2017 aufbauen und uns weiter steigern." Ziel sei es, die Bahn "jeden Tag für unsere Kunden ein Stück besser und attraktiver zu machen". In Sachen Pünktlichkeit sei das 2016 bereits gelungen. Im Fernverkehr sei der Anteil pünktlicher Züge von 74,4 Prozent (2015) auf 78,9 Prozent gestiegen. Das selbstgesteckte Ziel von 80 Prozent wurde damit allerdings verfehlt. Im Regionalverkehr lag die Pünktlichkeitsquote bei 94,8 Prozent (Vorjahr: 94,2 Prozent) und im Güterverkehr bei 76,0 Prozent (Vorjahr: 72,8 Prozent). Nach der Definition der Bahn ist ein Zug noch pünktlich, wenn er weniger als sechs Minuten zu spät ankommt. (dpa)

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  • Unternehmen
    US-Unternehmen warnen Trump

    US-Unternehmen in China haben Donald Trump vor einem Handelskrieg mit Peking gewarnt, falls der designierte US-Präsident seine angedrohten Sanktionen tatsächlich umsetzen sollte. Die chinesische Regierung bereite Schritte vor, "um Vergeltung zu üben", sagte Lester Ross von der amerikanischen Handelskammer in Peking anlässlich der Präsentation einer Studie zur Stimmung von US-Unternehmen in China. Peking stünde "nicht ohne Arsenal" da, um auf Aktionen der USA zu reagieren. Trump, der am Freitag als US-Präsident vereidigt wird, hatte China im Wahlkampf und auch danach als "Währungsmanipulator" bezeichnet und einen hohen Strafzoll auf Einfuhren aus China angekündigt.

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