Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Sonntag, 16. November 2014
  • Preise

    Argentinien kämpft gegen Mega-Inflation

    Während sich die Eurozone vor einem deflationären Preisverfall fürchtet, kämpft das wirtschaftlich angeschlagene Argentinien gegen eine extrem hohe Teuerungsrate. Die Inflation erreichte in den ersten zehn Monaten dieses Jahres offiziell insgesamt 21,4 Prozent, wie das nationalen Statistikamt INDEC nach Bekanntgabe der Oktoberdaten (plus 1,2 Prozent) mitteilte. Inoffiziellen Angaben zufolge liegt die akkumulierte Rate bereits bei 33,3 Prozent. Besonders stark trifft die Teuerung Ausgaben für medizinische Versorgung und Lebensmittel. Der Internationalen Währungsfonds (IWF) warnte in den vergangenen Monaten vor den negativen Folgen der hohen Inflation in der zweitgrößten Volkswirtschaft Südamerikas. Für 2014 sagte der IWF einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 1,7 Prozent und für 2015 um 1,5 Prozent voraus. Dieser Einschätzung widersprach die Regierung in Buenos Aires. Argentinien wurde von internationalen Ratingagenturen wegen eines erbittert geführten Streits mit US-Hedgefonds als "technisch zahlungsunfähig" eingestuft. (dpa)

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  • Mittwoch, 28. Juni 2017
  • Übernahmen
    Philips kauft US-Rivalen

    Der niederländische Medizintechnik-Hersteller Philips kauft für 1,9 Milliarden Euro den US-Rivalen Spectranetics. Das Management beider Unternehmen habe dem Vorhaben bereits zugestimmt, teilte Philips mit. Spectranetics ist auf Verfahren zur Säuberung verstopfter Venen und Arterien spezialisiert. Dazu werden unter anderem Laser eingesetzt und auch kleine, mit bestimmten Medikamenten umhüllte Kapseln. Der einst für seine Unterhaltungselektronik bekannte Philips-Konzern konzentriert sich inzwischen auf Medizintechnik und Körperpflegegeräte - etwa elektrische Zahnbürsten und Rasierer. In der Medizintechnik konkurriert Philips mit Siemens. Philips bietet 38,50 Dollar in Bar pro Spectranetics-Aktie. Das ist ein Aufschlag von 27 Prozent auf den letzten Schlusskurs der Papiere. (rts)

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  • Dienstag, 27. Juni 2017
  • Banken
    Nomura wählt Frankfurt als Brexit-Exil

    Die japanische Bank Nomura hat sich für Frankfurt als künftigen EU-Standort entschieden. Um auch nach dem Brexit alle Dienstleistungen in der Europäischen Union anbieten zu können, beantragte die Bank eine Lizenz für eine neue Tochtergesellschaft am Main, wie Nomura mitteilte. Wie viele Arbeitsplätze Nomura nach Frankfurt verlagert, blieb zunächst offen. Nach dem geplanten EU-Austritt Großbritanniens brauchen in London ansässige Finanzinstitute eine eigene Gesellschaft mit Banklizenz in einem EU-Land, um ihre Produkte und Dienstleistungen in den verbleibenden 27 Mitgliedstaaten vertreiben zu dürfen. Der Verband der Auslandsbanken erwartet, dass durch den Brexit in den nächsten zwei Jahren 3000 bis 5000 Arbeitsplätze in Frankfurt entstehen. Erst vergangene Woche hatte Japans zweitgrößter Wertpapierhändler Daiwa Securities angekündigt, eine Lizenz für eine neue Tochter in Frankfurt zu beantragen. (rts)

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