Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 10. März 2016
  • Autobau

    Audi legt beim Absatz zu

    Die VW-Konzerntochter Audi hat im Februar erneut mehr Fahrzeuge verkauft. Gegenüber dem Vorjahresmonat konnte der Ingolstädter Autobauer seinen weltweiten Absatz um 3,3 Prozent auf 126.500 Autos steigern. Im Rennen mit Mercedes-Benz ist Audi damit aber weiter zurückgefallen. Die Kernmarke des Daimler-Konzerns konnte im gleichen Zeitraum ein Plus von 11,2 Prozent auf 133.752 Autos für sich verbuchen und legte damit den zweiten Monat in Folge stärker zu als die Premium-Marke von Volkswagen. BMW hat seine Verkaufszahlen für Februar noch nicht bekannt gegeben. (dpa)

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  • Mittwoch, 28. Juni 2017
  • Schuldenkrise
    Portugal zahlt IWF-Kredite vorzeitig zurück

    Portugal kann vorzeitig Milliardenkredite des Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen. Der europäische Stabilitätsfonds EFSF gab seine Genehmigung dafür. Im Rahmen eines Rettungsprogramms hatte das Land 2011 rund 78 Milliarden Euro an Hilfsdarlehen bekommen. Seit 2014 finanziert es sich wieder am Kapitalmarkt und erholt sich auch wirtschaftlich. Eigentlich müsste Portugal bei einer vorzeitigen Ablösung von Krediten alle Gläubiger gleich behandeln, also auch dem EFSF Geld zurückzahlen. Der Fonds in Luxemburg - Vorläufer des Euro-Rettungsschirms ESM - stimmte aber zu, dass diesmal nur der IWF bedient wird. Dessen Kredite an Portugal sind mit 4,6 Prozent Verzinsung weit teurer als die des EFSF, der nur 1,88 Prozent verlangt. (dpa)

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  • Leitzins
    BoE-Chef glaubt an baldige Zinserhöhung

    In Großbritannien wird laut Notenbankchef Mark Carney in den nächsten Monaten eine Zinserhöhung spruchreif. Da sich die Wirtschaft der Vollauslastung nähere, rücke eine solche Entscheidung näher, sagte er auf der Notenbankenkonferenz im portugiesischen Sintra. Die Währungshüter hatten diesen Monat nur mit knapper Mehrheit von fünf zu drei Stimmen dafür gestimmt, den Leitzins auf dem historischen Tief von 0,25 Prozent zu belassen. Spekulationen auf eine baldige Straffung der britischen Geldpolitik gaben dem Pfund Sterling Auftrieb. Es verteuert sich binnen Minuten um etwa einen halben US-Cent auf 1,29 Dollar. Zuletzt hatte die Bank von England (BoE) ihren Leitzins im Jahr 2007 angehoben - vor Ausbruch der Finanzkrise. (rts)

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  • Quartalszahlen
    Monsanto vor Bayer-Übernahme mit Gewinn-Plus

    Ein starkes Geschäft mit Sojabohnen-Saatgut verhilft Monsanto vor der Übernahme durch Bayer zu einem kräftigen Gewinnplus. Der Nettogewinn legte im dritten Quartal um mehr als 17 Prozent auf 843 Millionen Dollar zu, wie der US-Saatgutriese mitteilt. Im Geschäft mit Sojabohnen-Saatgut profitierte der Konzern nach eigenen Angaben von hoher Nachfrage der Landwirte nach den neuesten Entwicklungen. Insgesamt verlor Monsanto im Saatgutgeschäft aber leicht an Umsatz, während die Erlöse im Pflanzenschutzgeschäft zulegten. Der Konzernumsatz lag im abgelaufenen Quartal mit 4,23 Milliarden Dollar knapp ein Prozent über dem Vorjahresniveau. Monsanto bekräftigte sein Gewinnziel, das ein Ergebnis je Aktie am oberen Ende der prognostizierten Spanne von 4,50 bis 4,90 Dollar vorsieht. Die Übernahme durch Bayer sehen die Amerikaner auf Kurs. (rts)

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  • Internetkriminalität
    Auch Beiersdorf Ziel von Cyberattacke

    Der Hamburger Kosmetikhersteller Beiersdorf ist eigenen Angaben zufolge ebenfalls Opfer eines Hackerangriffs gewesen. "In der Tat wurden wir Ziel eines Cyberangriffs", sagte eine Unternehmenssprecherin. Dieser habe zum Ausfall der IT- und Telefonsysteme geführt. Davon seien neben der Hamburger Zentrale alle Standorte betroffen. Beiersdorf habe Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen auf die Kunden und Geschäftspartner so gering wie möglich zu halten. Beiersdorf gehört zu zahlreichen Firmen in aller Welt, die von dem am Dienstag gestarteten Cyber-Angriff getroffen wurden. Opfer waren auch die Deutsche Post und die Metro, deren IT-Systeme in der Ukraine attackiert wurden. Ziel der bislang unbekannten Hacker waren auch der größte russische Ölkonzern Rosneft und die weltgrößte Containerreederei Maersk. Bei dem Angriff geht es um eine Erpresser-Software mit Namen "Petya". Sie setzt Computer außer Gefecht, indem sie deren Festplatten verschlüsselt. Zugang erhalten Geschädigte erst wieder nach Zahlung von 300 Dollar in der Cyberwährung Bitcoin. Fachleute zogen Parallelen zu dem Angriff mit dem Schadprogramm "WannaCry", das Mitte Mai rund um den Globus Computer lahmgelegt hatte. (rts)

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  • Rüstungsindustrie
    Rheinmetall bekommt Großauftrag der Bundeswehr

    Rheinmetall soll der Bundeswehr in den nächsten drei Jahren 68 Zugausstattungen des Soldatensystems IdZ-ES liefern. Der Auftrag hat nach Angaben des Rüstungskonzerns ein Bruttovolumen von 370 Millionen Euro. Die hochmoderne, modulare Ausrüstung, die neben Bekleidung und Schutz auch Bewaffnung und umfangreiche Technik zur Kommunikation und Orientierung im Gelände umfasst, reicht für gut 2.460 Soldaten im Kampfeinsatz. Seit 2013 wird das Soldatensystem "Infanterist der Zukunft - Erweitertes System" in Afghanistan eingesetzt. (DJ)

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  • Landwirtschaft
    Weniger Schweine in deutschen Ställen

    In deutschen Ställen werden so wenige Schweine gehalten wie seit fast sieben Jahren nicht mehr. 27,1 Millionen Schweine zählte das Statistische Bundesamt in seiner halbjährlichen Erhebung, wie die Wiesbadener Behörde mitteilte. Das waren ein Prozent oder fast 276.000 Tiere weniger als noch im November 2016. Auch die Zahl der Betriebe, die Schweine halten, ist rückläufig. Gegenüber der Vorerhebung sank ihre Zahl um 700, auf 23.800 (minus 2,7 Prozent). Gerade für kleine Betriebe ist es oft schwer, kostendeckend zu wirtschaften, der Preiskampf ist hart. Zudem gelten seit 2013 schärfere Tierschutzvorschriften: Seither dürfen Zuchtsauen nur noch in Gruppen gehalten werden - bei Bauern zog das Umbaukosten nach sich. Nach den jüngsten Zahlen sind unter den Betrieben nur noch 8400 mit Zuchtsauen - ein Minus von 4,3 Prozent zum November. Der Rinderbestand verringerte sich seit November 2016 leicht um 0,8 Prozent auf knapp 12,4 Millionen Tiere. Dabei blieb der Bestand an Milchkühen fast konstant bei 4,2 Millionen Tieren. Stichtag der jüngsten Erhebung war der 3. Mai 2017. (dpa)

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  • Übernahmen
    Philips kauft US-Rivalen

    Der niederländische Medizintechnik-Hersteller Philips kauft für 1,9 Milliarden Euro den US-Rivalen Spectranetics. Das Management beider Unternehmen habe dem Vorhaben bereits zugestimmt, teilte Philips mit. Spectranetics ist auf Verfahren zur Säuberung verstopfter Venen und Arterien spezialisiert. Dazu werden unter anderem Laser eingesetzt und auch kleine, mit bestimmten Medikamenten umhüllte Kapseln. Der einst für seine Unterhaltungselektronik bekannte Philips-Konzern konzentriert sich inzwischen auf Medizintechnik und Körperpflegegeräte - etwa elektrische Zahnbürsten und Rasierer. In der Medizintechnik konkurriert Philips mit Siemens. Philips bietet 38,50 Dollar in Bar pro Spectranetics-Aktie. Das ist ein Aufschlag von 27 Prozent auf den letzten Schlusskurs der Papiere. (rts)

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