Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 19. Februar 2015
  • Unternehmen

    BAE leidet unter geringen Rüstungsausgaben

    Der größte europäische Rüstungskonzern BAE Systems hat vergangenes Jahr die schwache Rüstungsnachfrage zu spüren bekommen. Der Umsatz sackte um 8,5 Prozent auf 16,64 Milliarden britische Pfund (umgerechnet 22,5 Milliarden Euro) ab, wie das Unternehmen mitteilte. Grund sei unter anderem ein geringerer Absatz von Land- und Panzerfahrzeugen, der mit dem Abzug von US-Truppen aus Afghanistan zurückging. Bereinigt um Sondereffekte sowie vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen litt auch der Gewinn: Mit 1,7 Milliarden Pfund erzielte das Unternehmen knapp 12 Prozent weniger als im Jahr davor. Weil BAE im Vorjahr viel für immaterielle Vermögenswerte wie Patente und Lizenzen abgeschrieben hatte, fiel der Nettogewinn 2014 aber mit 752 Millionen Pfund gut viermal so hoch aus wie im Vorjahr. In diesem Jahr soll der operative Gewinn je Aktie wieder etwas zulegen. Das sei aber abhängig von erwarteten Aufträgen für Marineausrüstung und Flugzeuge, hieß es. Ende 2014 lag der Auftragsbestand mit 40,5 Milliarden Pfund gut 5 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Vorstandschef Ian King rechnet auch weiter mit knappen Verteidigungsbudgets in vielen Märkten. (dpa)

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  • Sonntag, 22. Januar 2017
  • Elektromobilität
    Auto-Importeure glauben an Siegeszug von Elektroautos

    Die Auto-Importeure Renault und Nissan glauben an einen schnellen Siegeszug der Elektromobilität in Deutschland. Renault-Deutschlandchef Uwe Hochgeschurtz sagte der "Bild am Sonntag": "Ich bin fest davon überzeugt, dass wir den Durchbruch der Elektromobilität in Deutschland schon erlebt haben." Nissan-Europachef Thomas Hausch zog einen Vergleich zur Popcorn-Herstellung in der Pfanne: "Das Knacken hat in Deutschland angefangen." Die Affäre um manipulierte Diesel-Abgase habe dazu beigetragen. Für 2017 rechnen die Firmen erneut mit einem guten Jahr, obwohl der Importeursverband eine Stagnation der Verkaufszahlen erwartet. Der Nissan-Manager erklärte: "Wenn der Markt wirklich stagniert, dann wird das auf sehr hohem Niveau sein und deshalb nicht schlimm." Sein Renault-Kollege sagte: "Wir rechnen mit leichtem Wachstum. Aber selbst wenn nicht, reden wir immer noch über eines der besten Automobiljahre überhaupt." (dpa)

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  • Brexit
    Deutsche-Bank-Vorstand: London bleibt Top-Finanzplatz

    London wird sich nach Einschätzung von Deutsche-Bank-Finanzchef Marcus Schenck auch nach dem Brexit als europäisches Finanzzentrum behaupten können. "Es ist etwas naiv zu glauben, dass irgendeine europäische Stadt London als Finanzplatz ablösen könnte", sagte Schenck der "Welt am Sonntag". "Die City ist ein über 30 Jahre gewachsener Mikrokosmos, den man nicht einfach nachbilden kann." Die Entscheidung der Briten, der Europäischen Union den Rücken zu kehren, hat in der Bankenbranche für Unruhe gesorgt. So bereiten sich die ersten Banken nach der Festlegung von Premierministerin Theresa May auf einen "harten Brexit" konkret auf einen Umzug auf das europäische Festland vor, weil die Institute bei einem Ausscheiden Großbritanniens aus dem EU-Binnenmarkt keine Produkte mehr von London aus in den übrigen 27 EU-Staaten verkaufen können. (rts)

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