Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 12. Januar 2016
  • Ölbranche

    BP streicht Tausende Stellen

    Als Reaktion auf den drastischen Ölpreisverfall will der Ölkonzern BP in den kommenden zwei Jahren weltweit mindestens 4000 Stellen streichen. Bis Ende 2017 solle die Mitarbeiterzahl in den Bereichen Exploration und Produktion von derzeit 24.000 auf unter 20.000 schrumpfen, teilte das britische Unternehmen mit. Unter anderem sollten auf Plattformen in der Nordsee 600 Arbeitsplätze gestrichen werden. Bereits zuvor war bekannt geworden, dass BP in Deutschland mehrere hundert Stellen streicht, Medienberichten zufolge sind es 800 Jobs. BP mit der Tankstellenkette Aral und der Schmierstoffmarke Castrol beschäftigt rund 5500 Mitarbeiter in Deutschland, und zwar an den Standorten Hamburg, Bochum, Gelsenkirchen, Lingen und Mönchengladbach. (AFP)

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  • Sonntag, 25. Juni 2017
  • Transport
    Flixbus will Reservierungen einführen

    Flixbus will sein Angebot stärker auf Kundenwünsche ausrichten. Sie sollen künftig Plätze in den Fernbussen reservieren können und neue Ticket-Angebote für Frühbucher erhalten. Die Reservierungsgebühren bringen dem Unternehmen auch zusätzliche Einnahmen, wie Geschäftsführer André Schwämmlein sagte. Er versicherte, im Prinzip biete Flixbus seit vier Jahren dieselben Preise. Jedoch gelinge es heute, die Busse besser auszulasten und so mehr Plätze zum Normalpreis als zu Sparpreisen zu verkaufen. Gut vier Jahre nach der Liberalisierung hält Flixbus einen Anteil von 92 Prozent am deutschen Fernbusmarkt. Man sei aber kein Monopolist, sagte Schwämmlein. Die Kunden wechselten aber je nach Preis zwischen Bus, Auto, Bahn oder Flugzeug. (dpa)

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  • Samstag, 24. Juni 2017
  • Übernahmen
    Sartorius kann sich weitere Zukäufe vorstellen

    Der Laborausrüster Sartorius hat seine Einkaufstour noch nicht beendet und hält auch einen größeren Zukauf für möglich. Zwar habe das Unternehmen in den letzten zwölf Monaten fünf Firmen übernommen, weshalb der Fokus zunächst auf Integration liege, sagte Vorstandschef Joachim Kreuzburg im Interview mit "Euro am Sonntag". "Bei einer attraktiven Möglichkeit können wir aber auch in diesem Jahr noch aktiv werden." Dabei sei auch eine größere Akquisition vorstellbar: "In Summe haben wir Finanzierungspotenziale von über einer Milliarde Euro." Zuletzt hatte Sartorius den schwedischen Datenanalysespezialisten Umetrics vom US-Konzern MKS Instruments für 72,5 Millionen Euro übernommen. Die Gefahr, dass Sartorius selbst zum Übernahmeziel wird, sieht Kreuzburg nicht. "Sartorius steht nicht zum Verkauf." 50,1 Prozent der Anteile würden von einem Testamentsvollstrecker verwaltet. Der Erblasser habe bestimmt, dass das Mehrheitspaket zusammengehalten werde. Eine Übernahme stehe daher nicht zur Debatte. (rts)

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  • Brand in London
    Hannover Rück erwartet keine größeren Kosten

    Die Hannover Rück sieht sich auf gutem Weg, in diesem Jahr den angepeilten Milliardengewinn zu erreichen. Zwar seien in der ersten Jahreshälfte die Kosten für Naturkatastrophen höher als im Vorjahreszeitraum, sagte Finanzvorstand Roland Vogel der "Euro am Sonntag". Allerdings seien sie unter dem Budget geblieben. Im zweiten Quartal habe es bislang keine herausragenden Großschäden gegeben. Mit größeren Belastungen durch den verheerenden Brand des Grenfell Tower in London sei nach derzeitigem Stand nicht zu rechnen. Bei dem Feuer waren mindestens 79 Menschen umgekommen. Wegen Brandgefahr räumten die Londoner Behörden in der Nacht zum Samstag fünf Hochhäuser. Vogel deutete wegen der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank Prämienerhöhungen an. "Bei niedrigen Zinsen steigen unsere Preise", sagte er. Die Hannover Rück stelle sich darauf ein, dass die Niedrigzinsphase in der Euro-Zone noch fünf bis zehn Jahre dauern könne. (rts)

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