Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 27. Oktober 2015
  • Unternehmen

    BP verschärft den Sparkurs

    Der Ölpreis-Verfall setzt BP immer stärker zu. Bereits zum dritten Mal senkte der britische Konzern in diesem Jahr seine Investitionspläne für 2015. Geplant seien nun noch 19 Milliarden Dollar, teilte BP mit. Zuletzt waren noch knapp 20 Milliarden Dollar angepeilt worden. Bis 2017 wird dann nur noch mit 17 bis 19 Milliarden Dollar pro Jahr kalkuliert. BP wies für das dritte Quartal einen Nettogewinn von 1,8 Milliarden Dollar aus. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ergibt sich ein Minus von 40 Prozent. BP-Chef Bob Dudley sagte, die Priorität des Unternehmens sei es, in dem schwierigen Marktumfeld die Dividende für die Aktionäre zu sichern. Dafür will BP auch weitere Geschäftszweige abstoßen. Seit der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko 2010 summieren sich die Verkäufe auf nahezu 50 Milliarden Dollar. Nächstes Jahr wird mit weiteren drei bis fünf Milliarden Dollar gerechnet. (rts)

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  • Samstag, 29. April 2017
  • Unternehmen
    BMW baut "iNext" in Dingolfing

    Die Revolution des Straßenverkehrs soll auch von Niederbayern ausgehen. BMW will sein komplett selbstfahrendes Auto "iNext" in Dingolfing bauen. "In der Produktion hat Niederbayern in dem Fall die Nase vorn vor dem Silicon Valley", sagte Konzernchef Harald Krüger der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Dies sei auch als Bekenntnis zum Technologie-Standort Deutschland zu verstehen. "Ausschlaggebend für die Entscheidung ist die Nähe zur technologischen Kompetenz im Konzern und zur Entwicklung des elektrischen Antriebstrangs", sagte Krüger. Der Konzern will das selbstfahrende Auto im zweiten Halbjahr 2021 auf den Markt bringen. (dpa)

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  • Schifffahrt
    Reederei Rickmers verbucht tiefrote Zahlen

    Die taumelnde Hamburger Reederei Rickmers hat ihren Verlust im Geschäftsjahr 2016 mehr als verdoppelt. Das Ergebnis nach Steuern fiel auf minus 341 Millionen Euro - nach 135,5 Millionen Euro 2015, wie aus den vorläufigen Geschäftszahlen des Jahresberichts hervorgeht. Der Umsatz gab um 18 Prozent auf 483 Millionen Euro nach. Rickmers war durch die Schifffahrtskrise in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Bis zum 10. Mai sollen die Gläubiger der Unternehmensgruppe einem Sanierungskonzept zustimmen. Andernfalls stehe die Reederei vor der Insolvenz, hieß es in einer Aufforderung zur Stimmabgabe. Die nächste Zinszahlung ist im Juni fällig, die Rückzahlung der Rickmers-Anleihe ein Jahr später. Zu den finanzierenden Banken gehört auch die HSH Nordbank, die gegenwärtig zum Verkauf steht und auf die mit der Rickmers-Sanierung neue finanzielle Belastungen zukommen. Bertram Rickmers, der Alleinaktionär der Rickmers Holding AG, soll 75,1 Prozent seiner Anteile abgeben und bis zu 30 Millionen Euro aus seinem Vermögen nachschießen. Die Sanierung sieht Verkäufe von Unternehmensbeteiligungen und Schiffen, Laufzeitverlängerungen, Zinskürzungen, Stundungen und Tilgungsverschiebungen vor, um die Rickmers Gruppe über Wasser zu halten. 2016 war die Zahl der gemanagten Schiffe auf 114 (2015: 130) zurückgegangen. Das Unternehmen beschäftigte weltweit 2137 (2015: 2193) Mitarbeiter. (dpa)

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