Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 27. Oktober 2015
  • Unternehmen

    BP verschärft den Sparkurs

    Der Ölpreis-Verfall setzt BP immer stärker zu. Bereits zum dritten Mal senkte der britische Konzern in diesem Jahr seine Investitionspläne für 2015. Geplant seien nun noch 19 Milliarden Dollar, teilte BP mit. Zuletzt waren noch knapp 20 Milliarden Dollar angepeilt worden. Bis 2017 wird dann nur noch mit 17 bis 19 Milliarden Dollar pro Jahr kalkuliert. BP wies für das dritte Quartal einen Nettogewinn von 1,8 Milliarden Dollar aus. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ergibt sich ein Minus von 40 Prozent. BP-Chef Bob Dudley sagte, die Priorität des Unternehmens sei es, in dem schwierigen Marktumfeld die Dividende für die Aktionäre zu sichern. Dafür will BP auch weitere Geschäftszweige abstoßen. Seit der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko 2010 summieren sich die Verkäufe auf nahezu 50 Milliarden Dollar. Nächstes Jahr wird mit weiteren drei bis fünf Milliarden Dollar gerechnet. (rts)

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  • Montag, 30. Mai 2016
  • Unternehmen
    Neuer Coca-Cola-Getränkeriese geht an die Börse

    Mit dem Börsengang am Dienstag wird die Fusion von drei großen Coca-Cola-Abfüllern in Europa vollendet. Der neue Getränkeriese "Coca-Cola European Partners" (CCEP) sei das weltweit größte unabhängige Coca-Cola-Abfüllunternehmen nach Nettoumsatzerlösen, teilte das Unternehmen mit Sitz in London mit. Ab Dienstag sollen die Aktien zunächst in Amsterdam, New York und London gehandelt werden. In Spanien erfolgt der Börsengang zwei Tage später. Die zuvor unabhängig voneinander operierenden Abfüller Coca-Cola Enterprises, Coca-Cola Iberian Partners und die deutsche Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG kommen zusammen auf einen Nettoumsatz von elf Milliarden Euro. Arbeitsplätze seien durch die Fusion nicht gefährdet, sagte ein Coca-Cola-Sprecher. "Aktuell gibt es keine Pläne, Stellen abzubauen." (DJ)

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  • Unternehmen
    Unwetter stoppt Audi-Produktion in Neckarsulm

    Die starken Regenfälle am Wochenende haben Teile des Audi-Werkes in Neckarsulm bei Heilbronn unter Wasser gesetzt. "Aufgrund der Situation kann in der Frühschicht nicht produziert werden", erklärte eine Unternehmenssprecherin. Die Feuerwehr sei im Einsatz. Am Standort Neckarsulm beschäftigt Audi mehr als 16.000 Mitarbeiter. Die Volkswagen -Tochter produziert dort unter anderem das wichtige Mittelklassemodell Audi A4. Baden-Württemberg war von dem Unwetter stark betroffen. Nach Angaben des Innenministeriums des Landes kamen vier Menschen wegen Überschwemmungen ums Leben, darunter ein Feuerwehrmann in Schwäbisch Gmünd. (rts)

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  • Haushalt
    Frankreichs Wirtschaft besser in Schwung als gedacht

    Die französische ­­­­­Wirtschaft ist­­­­­ zu Jahresbeginn kräftiger gewachsen als bislang angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Januar bis März um 0,6 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt Insee in Paris mitteilte. In einer ersten Schätzung war noch von einem Plus von 0,5 Prozent die Rede gewesen, nachdem es im vierten Quartal 2015 noch 0,4 Prozent waren. Wachstumstreiber war diesmal vor allem der private Konsum, der um 1,0 Prozent zulegte. Die Investitionen erhöhten sich um 1,6 Prozent. Die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone schwächelt seit Jahren und leidet unter einer hohen Arbeitslosigkeit. Letztere ist im April allerdings den zweiten Monat in Folge gesunken, was die Hoffnung auf eine Trendwende weckt. (rts)

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  • Unternehmen
    ASR will mit Börsengang drei Mrd Euro einsammeln

    Der für die kommende Woche geplante Börsengang soll dem niederländischen Versicherer ASR zwischen 2,7 und 3,3 Milliarden Euro in die Kasse spülen. Die rund 52 Millionen Aktien würden voraussichtlich in einer Preisspanne zwischen 18 und 22 Euro angeboten, teilte der verstaatlichte Konzern mit. Mit der möglichen Mehrzuteilung von knapp acht Millionen Aktien würden bis zu 40 Prozent des viertgrößten Versicherers des Landes an der Börse platziert. Dem Staat würde der Gang auf das Parkett am 10. Juni zwischen 1,08 und 1,32 Milliarden Euro einbringen. ASR entstand aus dem Versicherungsgeschäft der früheren belgischen Finanzgruppe Fortis, die in der Finanzkrise von der niederländischen Regierung zusammen mit der ABN Amro verstaatlicht wurde. Der Staat hatte immer wieder betont, ASR reprivatisieren zu wollen. (rts)

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  • Fusionen
    Keine Übernahme von PostNL durch Bpost

    Eine Übernahme des niederländischen Logistikers PostNL durch die belgische Bpost ist vom Tisch. Die Verhandlungen hätten zu keinem Ergebnis geführt, teilten beide Unternehmen am Sonntagabend mit. Bpost bestätigte damit, dass das Unternehmen an den niederländischen Konkurrenten herangetreten war, um ihn zu kaufen. Am Freitag hatten Spekulationen über eine Übernahme die Aktien von PostNL in die Höhe getrieben. Die Papiere wurden anschließend ebenso vom Handel ausgesetzt wie die von Bpost. (rts)

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