Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Samstag, 30. Januar 2016
  • Unternehmen

    Balda-Aktionäre beschließen Verkauf an Italiener

    Der westfälische Kunststoffteile-Produzent Balda soll nach Italien verkauft werden. Nach Firmenangaben beschlossen die Aktionäre, das operative Geschäft des Unternehmens aus Bad Oeynhausen für 95 Millionen Euro an den Verpackungshersteller Stevanato zu veräußern. Zuvor war es auf der außerordentlichen Hauptversammlung in Hannover im Bieterwettstreit um Balda zu einem Showdown gekommen. Während des Treffens legte der Düsseldorfer Autozulieferer Heitkamp & Thumann (H&T) eine Offerte über 90 Millionen Euro vor, die das bisherige Angebot von Stevanato um 10 Millionen Euro übertraf. Daraufhin besserten die Italiener nach - und erhielten den Zuschlag. Um Balda tobt seit Monaten ein Wettbieten. Die Firma hatte ihre besten Zeiten als Hersteller von Kunststoff-Schalen für Handys, ist inzwischen aber vor allem wegen ihres Geschäfts in der Medizintechnik begehrt. Sie beschäftigt 800 Mitarbeiter. (rts)

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  • Montag, 16. Januar 2017
  • Konzerne
    Smarthome-Pionier Nest kommt nach Deutschland

    Der Smarthome-Pionier Nest bringt seine Geräte nun auch nach Deutschland. Zunächst sollen der vernetzte Rauchmelder und die Sicherheitskameras verfügbar sein, der lernende Thermostat, mit dem die Firma 2011 in den USA bekannt wurde, soll später folgen. Nest habe vor einem Deutschland-Start erst die technische Basis ausbauen wollen, sagte Mitgründer Matt Rogers am Rande der Internet-Konferenz DLD in München. Nest gehört seit rund drei Jahren zur Google-Mutter Alphabet, der Kaufpreis lag damals bei aufsehenerregenden 3,2 Milliarden Dollar. Im vergangenen Jahr geriet Nest in Negativschlagzeilen. Der zweite Mitgründer und Chef, Tony Fadell, verließ die Firma, nachdem sein Führungsstil ins Gerede kam. (dpa)

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  • Konjunktur
    IWF korrigiert Wachstumsprognose für China

    Der Internationale Währungsfonds hat seine Wachstumsprognose für China nach oben korrigiert, warnt aber gleichzeitig vor neuen Risiken in der zweitgrößten Volkswirtschaft. Wie der IWF mitteilte, rechnet er für 2017 nun mit einem Wirtschaftswachstum von 6,5 Prozent in China. Die Prognose fällt damit 0,3 Prozentpunkte höher als im Oktober aus, weil sich die Wirtschaft in den vergangenen Monaten stabilisiert habe. Allerdings warnte der IWF, dass ein von steigenden Staatsausgaben und mehr Krediten getragenes Wachstum nicht nachhaltig sei. China mache bei der Bekämpfung von hohen Unternehmensschulden nur langsam Fortschritte.
    Chinas Premierminister Li Keqiang hatte am Freitag in einer Rede gewarnt, dass Chinas Wirtschaft wegen der veränderten Situation in der globalen Politik unter Druck geraten könnte. Strafzölle, die von Donald Trump in Erwägung gezogen werden, könnten sich laut eines Sprechers der Pekinger Zollverwaltung negativ auf Exporte und Wachstum auswirken. (dpa)

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  • Konjunktur
    Deutsche Brauereien verkaufen mehr Bier

    Die deutschen Brauereien haben 2016 etwas mehr Bier verkauft als im Vorjahr. Es waren mehr als 96 Millionen Hektoliter nach 95,7 Millionen Hektoliter 2015, wie der Deutsche Brauer-Bund in seiner vorläufigen Bilanz auf Basis von Hochrechnungen imitteilte. Bis November betrug das Plus 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Nach jahrelangem Absatzrückgang sei der deutsche Biermarkt damit das dritte Jahr in Folge stabil. Die positive Entwicklung ist dem Export zu verdanken, der von Januar bis November um 4,2 Prozent auf 15,7 Millionen Hektoliter stieg. Dagegen nahezu unverändert blieb der Bierabsatz im Inland bei 72,4 Millionen Hektoliter in den ersten elf Monaten. Belebende Faktoren waren nach Worten von Verbandspräsident Hans-Georg Eils die Fußball-Europameisterschaft, das 500. Jubiläum des Reinheitsgebots und der warme Sommer. (dpa)

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  • Studie
    Lebensstandard vielerorts gesunken - Deutschland steht gut da

    Die letzte Finanzkrise und die Globalisierung haben den Lebensstandard vieler Menschen in den Industrienationen laut einer Studie des Weltwirtschaftsforums sinken lassen. Deutschland indes gehört laut dem in Davos vorgestellten "Inclusive Growth and Development Report" zu denjenigen Nationen, in denen sich die Lebenssituation insgesamt verbessert hat. Zwischen 2008 und 2013 - wofür die jüngsten Daten vorlägen - sei das Pro-Kopf-Einkommen in 26 entwickelten Ländern im Mittel jährlich um 2,4 Prozent oder 284 US-Dollar zurückgegangen, stellten die Autoren der Studie fest. Das entsprechende Einkommen in Schwellenländern habe im gleichen Zeitraum zugenommen und zwar um 10,7 Prozent oder 165 Dollar. Deutschland hat sich um mehrere Plätze auf Rang 13 vorgeschoben. Die USA liegen an 23. Stelle des Rankings. (dpa)

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