Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 06. November 2014
  • Finanzkrise

    Banken erstatten US-Regierung 6,8 Milliarden Dollar

    Die beiden staatlich kontrollierten Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac überweisen der US-Regierung weitere 6,8 Milliarden Dollar. Die beiden Unternehmen profitierten im vergangenen Vierteljahr unter anderem von hohen Vergleichszahlungen von Goldman Sachs und HSBC, weil ihnen die Großbanken vor der Finanzkrise minderwertige Hypothekenpapiere verkauft hatten. Einschließlich der neuen Zahlung haben die beiden umstrittenen Unternehmen, die hinter 60 Prozent aller US-Hauskredite stehen, damit mittlerweile 225,5 Milliarden Dollar an das US-Finanzministerium überwiesen. In der Finanzkrise von 2008 mussten sie von der US-Regierung gerettet werden und stehen seitdem unter ihrer Kontrolle. Die Steuerzahler haben ihnen mit 187,5 Milliarden Dollar unter die Arme gegriffen. Im Gegenzug müssen sie ihre gesamten Gewinne an die US-Regierung weiterreichen. Sie können deshalb jedoch keine Kapitalpolster für Krisenzeiten anlegen. (rts)

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  • Mittwoch, 23. August 2017
  • Unternehmen
    Insider: Chevron bekommt neuen Chef

    Beim US-Energiekonzern Chevron steht einem Insider zufolge überraschend ein Wechsel an der Firmenspitze an. Konzernchef John Watson werde bis Ende September von seinem Posten zurücktreten, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Nachfolger wird demnach voraussichtlich der stellvertretende Verwaltungsratschef Mike Wirth. Watson verlasse seinen Posten nicht im Streit und werde wohl noch einige Zeit im Verwaltungsrat sitzen, sagte der Insider. Chevron ist einer der größten Öl- und Gaskonzerne der Welt und steht wie seine Rivalen unter Sparzwang. Wirth hat Erfahrungen im Raffineriegeschäft gesammelt, in dem auf die Kosten besonders stark geachtet wird. Der Konzern lehnte eine Stellungnahme ab. (rts)

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  • Dienstag, 22. August 2017
  • Unternehmen
    Provident Financial in Turbulenzen

    Die zweite Gewinnwarnung innerhalb weniger Wochen und der Rücktritt des Vorstandschefs haben Anleger von Provident Financial auf dem falschen Fuß erwischt. Die Aktien brachen um 60,3 Prozent auf ein Neun-Jahres-Tief von 693,50 Pence ein und waren der mit Abstand größte Verlierer im Londoner Auswahlindex "Footsie". Der Eigenheimfinanzierer senkte erneut seine Ergebnisprognose für dieses Jahr, will keine Dividende mehr bezahlen und setzte Firmenchef Peter Crook vor die Tür. Zudem will die britischen Finanzaufsicht FCA ein Produkt des Konzerns unter die Lupe nehmen. Der Hypothekenfinanzierer ist auf die Vermittlung von Darlehen für Schuldner mit geringer Bonität ("Subprime") spezialisiert. Provident Financial hat nach eigenen Angaben Schwierigkeiten, fällige Raten einzutreiben. Zudem ging das Kreditvolumen in den vergangenen Monaten zurück. (rts)

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  • Versicherungen
    Zurich plant Stellenstreichungen

    Der Versicherer Zurich prüft einen weiteren Stellenabbau in der Schweiz. Der Konzern wolle Funktionen wie Finanzen und Controlling straffen, erklärte ein Sprecher. Es sei aber zu früh zu sagen, wie viele Mitarbeiter von der Maßnahme betroffen sein würden. Zuvor hatte das Online-Portal "Finews" berichtet, dass Zurich intern die Streichung von rund 200 Stellen angekündigt habe. Konzernchef Mario Greco hatte das Sparziel im November 2016 angehoben und will die Kosten bis zum Jahr 2019 um 1,5 Milliarden US-Dollar drücken. (rts)

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  • Halbjahreszahlen
    Gewinn bei Zooplus stagniert

    Der Internethändler für Heimtierbedarf, Zooplus, hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr kräftig gesteigert. Anlaufkosten für neue Lager und zusätzliche Personalkosten drückten den Gewinn vor Steuern jedoch auf das Niveau des Vorjahres. Haupttreiber des Umsatzwachstums war das nachhaltige Stammkundengeschäft, wie das im SDax notierte Unternehmen mitteilte. Die Jahresprognose bestätigte Zooplus. Der Umsatz stieg von Januar bis Juni um 21 Prozent auf 517 Millionen Euro. Der Vorsteuergewinn lag mit rund 5,1 Millionen Euro in etwa auf Vorjahresniveau. Den leichten Rückgang der Rohmarge von 24,9 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 24,5 Prozent begründete Zooplus mit einem sehr wettbewerbsintensiven Marktumfeld. Im Gesamtjahr erwartet Zooplus weiterhin Umsatzerlöse von mindestens 1,125 Milliarden Euro und einen Vorsteuergewinn in der Spanne von 17 bis 22 Millionen Euro. (DJ)

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