Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 06. November 2014
  • Finanzkrise

    Banken erstatten US-Regierung 6,8 Milliarden Dollar

    Die beiden staatlich kontrollierten Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac überweisen der US-Regierung weitere 6,8 Milliarden Dollar. Die beiden Unternehmen profitierten im vergangenen Vierteljahr unter anderem von hohen Vergleichszahlungen von Goldman Sachs und HSBC, weil ihnen die Großbanken vor der Finanzkrise minderwertige Hypothekenpapiere verkauft hatten. Einschließlich der neuen Zahlung haben die beiden umstrittenen Unternehmen, die hinter 60 Prozent aller US-Hauskredite stehen, damit mittlerweile 225,5 Milliarden Dollar an das US-Finanzministerium überwiesen. In der Finanzkrise von 2008 mussten sie von der US-Regierung gerettet werden und stehen seitdem unter ihrer Kontrolle. Die Steuerzahler haben ihnen mit 187,5 Milliarden Dollar unter die Arme gegriffen. Im Gegenzug müssen sie ihre gesamten Gewinne an die US-Regierung weiterreichen. Sie können deshalb jedoch keine Kapitalpolster für Krisenzeiten anlegen. (rts)

    +
  • Freitag, 29. Juli 2016
  • Unternehmen
    MAN macht wieder Gewinn

    Der 2015 in die roten Zahlen gerutschte Nutzfahrzeug- und Maschinenbauhersteller MAN macht wieder Gewinn. Im ersten Halbjahr blieb unter dem Strich ein Plus von 16 Millionen Euro, nach einem Verlust von 46 Millionen im Vorjahreszeitraum, teilte das zum VW-Konzern gehörende Unternehmen mit. Vorstandschef Joachim Drees führte die bessere Ertragslage auf das im vergangenen Jahr gestartete Sparprogramm zurück - unter anderem wurden 1800 Stellen in Verwaltung und Produktion gestrichen. Das bedeutet aber nicht, dass MAN die Schwierigkeiten bereits überwunden hätte: Der Umsatz schrumpfte weiter von 6,7 auf knapp 6,5 Milliarden Euro. Größtes Problem im Lkw-Geschäft ist Brasilien. Der Gastgeber der diesjährigen Olympischen Spiele leidet unter einer andauernden Regierungs- und Wirtschaftskrise, so dass dort die Lastwagen-Verkäufe stark zurückgegangen sind. Für das ganze Jahr erwartet der MAN-Vorstand einen leicht sinkenden Umsatz, aber ein besseres Ergebnis. (dpa)

    +
  • Notenbank
    Russische Zentralbank rührt Leitzins nicht an

    Die russische Zentralbank hat ihren Leitzins nicht angetastet. Zugleich hat sie aber versprochen, dass sie angesichts der abflauenden Inflation eine Senkung im weiteren Jahresverlauf in Betracht zieht. Der Leitzins verharrte somit bei 10,50 Prozent. Vor sechs Wochen hatte die Zentralbank ihre Geldpolitik erstmals seit einem Jahr gelockert. Einige weitere Senkungen in diesem Jahr sind denkbar, weil sich die Inflation substanziell abgeschwächt hat. Im Juli betrug die Rate 7,2 Prozent, während sie vor einem Jahr noch bei fast 16 Prozent lag. (DJ)

    +
  • Fusion
    Aktionäre der Deutschen Börse stimmen für Fusion

    Die Deutsche Börse hat sich für ihren geplanten Zusammenschluss mit der London Stock Exchange (LSE) nur knapp die nötige Zustimmung ihrer Aktionäre gesichert. Die Annahmequote lag zum Fristende am Dienstag um Mitternacht bei 63,65 Prozent und damit nur leicht über der Mindestschwelle von 60 Prozent, wie die Deutsche Börse an diesem Freitag mitteilte. Nun haben die übrigen Aktionäre bis zum 12. August Zeit, ihre Papiere auch noch einzutauschen. (AFP)

    +
  • Inflation
    Preise in der Euro-Zone steigen auch im Juli leicht

    In der Euro-Zone ziehen die Preise leicht an. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Juli zum Vorjahresmonat um durchschnittlich 0,2 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat Freitag auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Im Juni waren die Preise mit einem Plus von 0,1 Prozent erstmals seit Januar wieder gestiegen. Deutlich zogen im Juli die Preise für unverarbeitete Lebensmittel an, die um 2,8 Prozent stiegen. Die Energiepreise sanken hingegen um 6,6 Prozent.

    +
  • Unternehmen
    Audi senkt Gewinnprognose

    Wegen hoher Extrabelastungen durch die Dieselaffäre und den Rückruf von Fahrzeugen mit möglichem Airbag-Defekt schraubt die VW -Tochter Audi ihre Gewinnziele für 2016 nach unten. War bislang eine operative Rendite zwischen acht und zehn Prozent angekündigt, werde angesichts dieser Sondereinflüsse ein Wert "leicht unterhalb dieses Korridors" erwartet, teilten die Ingolstädter mit. Im ersten Halbjahr erreichte die Marge haarscharf den Zielwert von 8,0 Prozent, nach 9,8 Prozent im Jahr zuvor. (rts)

    +
  • Unternehmen
    Daimler baut zweites Werk in Ungarn

    Daimler baut ein zweites Werk im ungarischen Kecskemet. "Wir planen, in den nächsten Jahren rund eine Milliarde Euro in das neue Werk am Standort Kecskemet zu investieren", sagte Mercedes-Benz-Produktionsvorstand Markus Schäfer. In dem neuen Werk werden Autos von Mercedes-Benz mit Front- und Heckantrieb vom Band rollen. Durch die Investition entstünden rund 2.500 neue Arbeitsplätze am Standort und weitere Stellen bei Zulieferern in der Region und in deutschen Werken. Die Standortentscheidung und die konkrete Umsetzung hängen laut Daimler noch von der Erfüllung verschiedener Rahmenbedingungen ab. Mit vorbereitenden Maßnahmen soll bereits in diesem Jahr begonnen werden, der Produktionsstart sei zum Ende der Dekade geplant. (rts)

    +
Themenseiten Wirtschaft
Empfehlungen