Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Mittwoch, 09. März 2016
  • Justiz

    Banken unterliegen im Streit um Bonusprogramm

    Im Streit um Steuertricks bei Bonuszahlungen an ihre Mitarbeiter in Großbritannien haben die Deutsche Bank und die Schweizer UBS eine Niederlage einstecken müssen. Der Oberste Gerichtshof Großbritanniens bewertete das Vorgehen der beiden Geldinstitute als illegal. Die Richter stützten damit die Auffassung der britischen Finanzbehörde HMRC, die den beiden Großbanken vorgeworfen hatte, dem Fiskus Steuern in Höhe von umgerechnet 174 Millionen Euro vorenthalten zu haben. Einige Angestellte der beiden Banken hatten Boni in Form von Aktien erhalten, um die Zahlung von Einkommensteuer zu vermeiden. Die britische Finanzbehörde hielt dies für rechtswidrig und bekam nun vom Supreme Court Recht. (AFP)

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  • Dienstag, 23. Mai 2017
  • Personalie
    Kullmann wird Evonik-Chef

    Christian Kullmann übernimmt die Führung beim Spezialchemiekonzern Evonik. Der 48 Jahre alte bisherige Konzernvize löst nach der Hauptversammlung Klaus Engel an der Unternehmensspitze ab. Evonik sei auch für die kommenden Jahre "gut gerüstet", sagte Engel vor den Aktionären. Am 1. Juni will sich Kullmann früheren Angaben zufolge bei einer Investorenkonferenz in London zur Unternehmensstrategie äußern. Im vergangenen Jahr untermauerte die Milliarden-Akquisition wichtiger Geschäfte des US-Konkurrenten Air Products bereits Kullmanns Anspruch auf den Spitzenjob. Mit den jüngsten Übernahmen verringert Evonik seine starke Abhängigkeit von einzelnen Produkten. Kullmann muss kämpfen, um die Dividendenwünsche des Evonik-Aufsichtsratsvorsitzenden Werner Müller für die RAG-Stiftung zu erfüllen. Evonik gehört mehrheitlich der deutschen Steinkohlestiftung. Diese muss aus ihren Einnahmen die Folgelasten des Steinkohlebergbaus finanzieren. (dpa)

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  • Konjunktur
    Deutsches Geschäftsklima hellt sich weiter auf

    Das Geschäftsklima in den deutschen Unternehmen hat sich der jüngsten DIHK-Umfrage zufolge weiter verbessert. "Die Unternehmen bewerten ihre Situation so gut wie noch nie seit der Wiedervereinigung", hieß es in einer Konjunkturumfrage unter mehr als 24.000 Firmen. Mit 48 Prozent beurteilte demnach fast die Hälfte der Unternehmen ihre aktuelle Lage als gut, ein Anstieg von den 46 Prozent zu Jahresbeginn. 44 Prozent der Urteile lauteten "befriedigend". Hier waren es zuvor noch 46 Prozent. Unverändert nur acht Prozent der Firmen nannten ihre Lage "schlecht". Die Geschäftserwartungen stiegen erneut spürbar an. 27 Prozent nach 24 Prozent zu Jahresanfang rechnen mit einer weiteren Besserung, 62 nach zuvor 63 Prozent mit einer stabilen Entwicklung und elf nach zuvor 13 Prozent mit einer Verschlechterung. Das größte Risiko ist 51 Prozent der Befragten zufolge der Fachkräftemangel. Bei den Exporten erwarten 33 nach zuvor 34 Prozent der Industrieunternehmen eine Verbesserung und 58 nach zuvor 55 Prozent eine gleichbleibende Entwicklung. Die Investitionsabsichten zogen nochmals an. Zudem planen die Firmen branchenübergreifend weiter einen Beschäftigungsaufbau. (rts)

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