Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 01. März 2016
  • Banken

    Barclays verkauft Afrika-Geschäft

    Der neue Barclays-Chef Jes Staley treibt den Umbau der britischen Großbank voran. Künftig soll sich das skandalgeschüttelte Institut neben dem Heimatmarkt vor allem noch auf die USA konzentrieren, also eine transatlantische Bank sein. Barclays kündigte an, die 62-prozentige Beteiligung an der Afrika-Tochter in zwei bis drei Jahren abstoßen zu wollen. Damit zieht Staley einen Schlussstrich unter die mehr als ein Jahrhundert alten Geschäftsbeziehungen nach Afrika. Im vergangenen Jahr fiel der bereinigte Vorsteuergewinn der Briten um zwei Prozent auf 5,4 Milliarden Pfund, umgerechnet 6,92 Milliarden Euro. Damit wurden die Analystenerwartungen deutlich verfehlt. Sonderlasten für Rechtsstreitigkeiten drückten im Schlussquartal erneut auf das Ergebnis. An der Londoner Börse brachen die Barclays-Aktien daraufhin ein. (rts)

    +
  • Montag, 25. Juli 2016
  • Autobauer
    Airbag-Rückruf kostet Milliarden

    Der Skandal um defekte Airbags des japanischen Zulieferers Takata trifft deutsche Autobauer hart. Bei BMW, Daimler, Audi und Volkswagen seien mehr als sechs Millionen Autos betroffen, berichtete die "Automobilwoche" mit Verweis auf Angaben der Hersteller. Bei BMW seien es seit 2013 rund vier Millionen Fahrzeuge, bei VW 900.000 Pkw und Transporter. Daimler gab die Zahl der betroffenen Fahrzeuge demnach mit rund einer Million an; Audi mit rund 450.000. "Der Schaden insgesamt dürfte schon jetzt bei über zwei Milliarden Euro liegen", sagte Jan Dannenberg von der Management- und Strategieberatung Berylls der "Automobilwoche". Auf ähnliche Summen kam Autoexperte Stefan Bratzel. Er rechnete pro Auto mit Kosten von bis zu 300 Euro. (AFP)

    +
  • Unternehmen
    Ericsson sucht neuen Vorstandschef

    Der Netzwerkausrüster Ericsson tauscht seinen Chef aus. Vorstandschef Hans Vestberg trete mit sofortiger Wirkung zurück, teilte der Konzern mit. Der bisherige Finanzchef Jan Frykhammar übernehme übergangsweise seinen Posten. Es werde intern und extern nach geeigneten Kandidaten gesucht. Vestberg war insgesamt 28 Jahre für Ericsson tätig, die letzten sieben als Vorstandschef. Der Konzern steckt in Schwierigkeiten. Bei Vorlage der Quartalszahlen vergangene Woche hatten die Schweden weitere Kostensenkungen angekündigt. Der Umsatz ging verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 11 Prozent auf 54,1 Milliarden schwedische Kronen (5,7 Mrd Euro) zurück. Der Gewinn sank um gut ein Viertel auf 1,6 Milliarden Kronen. (dpa)

    +
Themenseiten Wirtschaft
Empfehlungen