Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Mittwoch, 11. März 2015
  • Konjunktur

    Baubranche erwartet schwächeres Jahr

    Die deutsche Bauindustrie rechnet für das laufende Jahr mit schwächerem Wachstum. "Gegenüber dem Vorjahr wird sich die baukonjunkturelle Entwicklung leicht abschwächen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Michael Knipper, der "Leipziger Volkszeitung". Er gehe für 2015 von einem nominalen Umsatzwachstum beim Bauhauptgewerbe von 2,0 Prozent aus. Im vergangenen Jahr waren es noch 4,1 Prozent. Das von der Bundesregierung angekündigte Fünf-Milliarden-Investitionsprogramm für die Kommunen werde sich noch nicht bemerkbar machen. "Diese Programme werden erst ab 2016 wirksam." Scharfe Kritik übte Knipper am Mindestlohn. Obwohl die Bezahlung von 8,50 Euro auf dem Bau kein Problem sein, mache der neue Aufwand zur Dokumentation von Arbeitszeiten den Betrieben schwer zu schaffen. Das Mindestlohngesetz sei zu einem "Bürokratiemonster" mutiert. (dpa)

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  • Sonntag, 30. April 2017
  • Raumfahrt
    SpaceX verschiebt Rakenstart

    Das private US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat seinen ersten Raketenstart mit militärischem Hintergrund verschoben. Wegen eines Problems mit einem Sensor sei der ursprünglich für Sonntag geplante Start einer Falcon-9-Rakete auf Montag verschoben worden, sagte ein SpaceX-Sprecher am Sonntag. Es handle sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Der Start erfolgt im Auftrag des Nationalen Aufklärungsamtes der USA (NRO), einem militärischen Nachrichtendienst, der Spionagesatelliten herstellt und betreibt. Details zu dem ins All zu befördernden Objekt wurden nicht öffentlich, lediglich der Name NROL-76 ist bekannt. Bislang hatte die US-Armee Satelliten für die Regierung exklusiv über die United Launch Alliance ins All befördern lassen, einem Zusammenschluss der Luftfahrtriesen Boeing und Lockheed Martin. SpaceX ging gegen diese Vergabepraxis 2014 gerichtlich vor. (AFP)

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  • Führungskräfte
    Lufthansa will jüngere Manager

    Lufthansa will die Führungsriege verjüngen. "Der Altersdurchschnitt von Führungskräften bei der Lufthansa liegt bei 52 Jahren. Das ist zu alt", sagte Personalvorstand Bettina Volkens der "Welt am Sonntag". "Uns fehlen mehr junge Leute in Führungsverantwortung, kaum einer ist unter 30 Jahren." Volkens ermutigte die Manager des Dax-Konzerns, die Fluggesellschaft vorübergehend zu verlassen und dann mit "wertvollen Erfahrungen" zurückkehren. "Die Fluktuation von Führungskräften ist von drei bis fünf Prozent auf inzwischen zehn Prozent gestiegen. Und ich finde, mehr Offenheit tut uns gut", sagte Volkens. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte bereits im September 2015 einen Umbau der Führungsstrukturen angekündigt, auch um Hunderte Millionen Euro pro Jahr zu sparen. Eine von vier Führungsebenen wurde gestrichen. "Betriebsbedingte Kündigungen hat es bei der Lufthansa nicht gegeben, und sie sind auch weiterhin Ultima Ratio", sagte Volkens. Zugleich will die Lufthansa in diesem Jahr konzernweit mehr als 3000 Mitarbeiter einstellen, darunter 2200 Flugbegleiter. Die Lufthansa-Gruppe hat weltweit 120.000 Mitarbeiter. (dpa)

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  • Konjunktur
    Russland lässt Rezession hinter sich

    Nach jahrelanger Rezession erwartet Russland für 2017 ein Wirtschaftswachstum von etwa zwei Prozent. Bereits im vergangenen Jahr und im ersten Quartal 2017 habe es in fast allen Bereichen wieder einen Aufwärtstrend gegeben, sagte Industrie- und Handelsminister Denis Manturow der "Welt am Sonntag". Zuvor hatten die Behörden lediglich mit einem leichten Wachstum für dieses Jahr gerechnet. Die Rohstoffnation Russland leidet seit Jahren unter den Folgen niedriger Ölpreise. Westliche Sanktionen wegen der Ukraine-Krise haben die Lage verschärft. Manturow betonte, Russland habe sich mit den Strafmaßnahmen inzwischen arrangiert. Technologieprodukte aus Europa habe die Wirtschaft weitgehend durch Produkte aus anderen Ländern ersetzt, und auch russische Anbieter hätten Marktanteile gewonnen. Das Embargo wirke ungewollt wie eine Art Entwicklungshilfe für die russische Wirtschaft, meinte Manturow. (dpa)

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  • Konjunktur
    Chinas Industrie verliert an Fahrt

    Die chinesische Industrie hat im April stärker als erwartet an Schwung verloren. Der offizielle Einkaufsmanager-Index sank auf 51,2 Punkte. Im März hatte er noch bei 51,8 Stellen gelegen, dem höchsten Stand seit knapp fünf Jahren. Volkswirte hatten aktuell mit 51,6 Zählern gerechnet. Gleichwohl ist es der neunte Monat in Folge mit einem Wert von mehr als 50 Punkten, der Wachstum signalisiert. Das Wachstum im Dienstleistungssektor schwächte sich auf 54,0 von zuvor 55,1 Zählern ab. Chinas Wirtschaft war im ersten Quartal überraschend stark um 6,9 Prozent gewachsen. Dazu hatten hohe Staatsausgaben in Infrastruktur und ein boomender Immobilienmarkt beigetragen. Im weiteren Jahresverlauf wird allerdings eine Abschwächung des Wachstums erwartet, da die Regierung den Immobilienmarkt abkühlen will. Offiziell hat die Regierung für das Gesamtjahr eine Wachstumsprognose von etwa 6,5 Prozent ausgegeben. (rts)

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