Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Montag, 13. Oktober 2014
  • Finanzen

    Bundesbank: Stresstest hat Sektor sicherer gemacht

    Die Bundesbank hat den Banken-Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB) bereits vor dem Abschluss der Überprüfung positiv bewertet. "Schon jetzt steht fest, dass die Übung ein Erfolg ist, weil die europäischen Banken ihre Bilanzen mit rund 200 Milliarden Euro gestärkt haben", sagte Bundesbank-Vorstandsmitglied Andreas Dombret dem "Handelsblatt". Dies sei über Kapitalerhöhungen, einbehaltene Gewinne, den Abbau von Risiken und den Verkauf von Kreditportfolios geschehen. "Das Bankensystem ist dadurch schon heute sicherer."

    Die EZB übernimmt im November neue Aufgaben im Zusammenhang mit der Bankenaufsicht. Zuvor hat sie zusammen mit der Europäischen Bankenaufsicht EBA die Vermögenswerte der 130 europäischen Banken überprüft, die unter ihre Kontrolle gestellt werden. Die Ergebnisse der Stresstests sollen am 26. Oktober vorgelegt werden. Bei der Überprüfung müssen die Banken nachweisen, dass sie auch bei einem Konjunktureinbruch nicht in Schieflage geraten würden. (AFP)

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  • Dienstag, 24. Mai 2016
  • Wettbewerb
    Spotify vergrößert seinen Verlust

    Der Musik-Streamingdienst Spotify hat Nutzerzahl und Umsatz kräftig gesteigert - seinen Verlust im vergangenen Jahr allerdings noch vergrößert. Rund 89 Millionen Nutzer zählte der Marktführer aus Schweden Ende 2015, der Umsatz stieg um spektakuläre 80 Prozent auf 1,945 Millionen Euro. Doch weil Spotify viel investierte, machte der Streamingdienst 173 Millionen Euro Verlust. Das waren sieben Prozent mehr als im Vorjahr.

    Seit der Gründung 2008 hat Spotify noch keinen Gewinn gemacht. Die Nutzer können mit dem Streamingdienst ohne zu zahlen Musik hören - dann wird Werbung eingeblendet. Wer das nicht möchte, zahlt eine monatliche Gebühr. Die Zahl der zahlenden Abonnenten bezifferte Spotify-Chef Daniel Ek im März auf mehr als 30 Millionen.

    "Wir glauben, dass unser Modell in großem Maßstab profitabel ist", erklärte Spotify bei Vorlage der Jahreszahlen am Montag. "Wir werden daher weiter unermüdlich in unser Produkt investieren, um die Reichweite schnell auszuweiten." (AFP)

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  • Wettbewerb
    Peking: Wollen Stahlexporte bremsen

    Der chinesische Stahlverband wehrt sich gegen Vorwürfe, die Regierung in Peking kurbele den Stahlexport an. Die chinesischen Stahlausfuhren seien wegen der höheren internationalen Nachfrage, der Erholung der Weltwirtschaft und der besseren Wettbewerbsfähigkeit gestiegen, erklärte der Branchenverband. Die Regierung halte die Unternehmen nicht an, einen Großteil ihrer Produktion im Ausland zu verkaufen. Vielmehr wolle sie sogar die Exporte bremsen und habe dazu etwa Ausfuhrzölle für einige Produkte erhöht oder Vergünstigungen gekürzt. China ist der weltweit größte Stahlhersteller. Die Branche ist von Überkapazitäten geprägt, zumal die Binnennachfrage wegen des schwachen Wirtschaftswachstums eingebrochen ist. Die Europäische Union und die USA werfen China vor, Stahl zu Dumpingpreisen auf den Weltmarkt zu werfen. (rts)

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  • Bieterkampf
    Henkel buhlt um Shampoo-Marke

    Der Konsumgüterkonzern Henkel mischt Insidern zufolge im Bieterwettstreit um den Shampoo-Hersteller Vogue International mit. Die Düsseldorfer hätten in einer ersten Runde ein Gebot für die Firma mit Sitz in Florida abgegeben, ebenso wie Unilever, L'Oreal und weitere Unternehmen, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen. Vogue könnte demnach mit 2,5 bis drei Milliarden Dollar bewertet werden. Vergangenes Jahr zog Henkel im Rennen um den Shampoo-Hersteller Wella den Kürzeren. Der US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble gab dem Parfümhersteller Coty den Vorzug. (rts)

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