Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 07. Januar 2016
  • Unternehmen

    Carlsberg streicht 2000 Jobs

    Der weltweit viertgrößte Bierbrauer Carlsberg hat sich nach einer milliardenschweren Abschreibung ein umfangreiches Sparprogramm verordnet und will rund 4 Prozent seiner Belegschaft abbauen. Vor allem wegen des schleppenden Geschäfts in Russland schrieb der Konzern im dritten Quartal 7,7 Milliarden dänische Kronen (rund 1 Milliarde Euro) ab und rutschte damit unter dem Strich tief in die roten Zahlen. Das Management will nun großflächig den Rotstift ansetzen. Um profitabler zu werden sollen nun 2000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Das vergangene Quartal lief durchwachsen: So sank der Bierabsatz mit Marken wie Carlsberg, Tuborg, Holsten Pilsener oder Kronenbourg bereinigt um Zukäufe um drei Prozent auf 37,6 Millionen Hektoliter. Vor allem das Geschäft in Osteuropa schwächelte. (dpa)

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  • Montag, 26. September 2016
  • Unternehmen
    Pfizer verzichtet auf Aufspaltung

    Der US-Pharmariese Pfizer hat Erwägungen zu einer Konzernaufspaltung ad acta gelegt. Die Generika und die patentgeschützten Medikamente in zwei eigenständige,  börsennotierte Unternehmen aufzuteilen, würde wirtschaftlich keinen weiteren Nutzen bringen, erläuterte Finanzvorstand Frank D'Amelio am Montag. Die Entscheidung kam am US-Aktienmarkt nicht gut an. Bei Pfizer gab es seit Jahren Überlegungen, sich in zwei Unternehmen aufzuteilen. Während die verschreibungspflichtigen Präparate in der Regel gute Wachstumsraten vorweisen, schwächelt bei den Nachahmerprodukten der Absatz. (rts)

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  • Personalie
    DB-Schenker-Chef für kurze Zeit in Haft

    Ein Jahr nach einer gewalttätigen Attacke auf einen Taxifahrer in Singapur hat der Chef der Bahn-Tochter DB Schenker, Jochen Thewes, eine zweiwöchige Haftstrafe angetreten. Ein Gericht hatte den Top-Manager für den Angriff zu einer Geldstrafe von 650 Euro und einer Haftstrafe von 14 Tagen verurteilt. "Herr Thewes hat weiterhin das Vertrauen des DB-Konzernvorstandes. Er gilt nach deutschem Recht als nicht vorbestraft", betonte eine Schenker-Sprecherin. Laut Urteil hat der 45-Jährige in den frühen Morgenstunden des 24. September 2015 in Singapur im betrunkenen Zustand einen Taxifahrer angepöbelt und gestoßen und dessen Taxi beschädigt, weil der ihn nicht mitnehmen wollte. Thewes hatte sich für den Vorfall umfassend entschuldigt. (dpa)

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  • Unternehmen
    Kaeser möchte bei Siemens weitermachen

    Siemens-Chef Joe Kaeser ist laut einem Zeitungsbericht zu einer Vertragsverlängerung bereit. Der Manager habe dem Aufsichtsrat signalisiert, dass er für eine weitere fünfjährige Amtszeit zur Verfügung stehe, schrieb das "Handelsblatt" unter Berufung auf Konzernkreise. Kaesers aktueller Vertrag läuft bis 2018. Ein Unternehmenssprecher wollte sich zu Angelegenheiten des Aufsichtsrates auf Anfrage nicht äußern. Vor einigen Monaten hatte es Spekulationen gegeben, Kaeser könnte auf eine weitere Amtszeit verzichten und sich nach einer Abkühlphase von zwei Jahren dann im Jahr 2020 an die Spitze des Kontrollgremiums wählen lassen. Anlegervertreter hatten auf der Hauptversammlung im Januar jedoch dafür plädiert, der Siemens-Chef solle seine auf das Jahr 2020 angelegte Strategie bis dahin selbst durchziehen.

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  • Unternehmen
    Streik legt Hyundai-Produktion lahm

    Der erste ganztägige Streik bei Hyundai Motor seit zwölf Jahren hat die Produktion beim südkoreanischen Autohersteller komplett zum Erliegen gebracht. Von dem Ausstand während der beiden Tagesschichten seien alle drei Werke in Südkorea betroffen gewesen, teilte ein Sprecher des Unternehmens mit. Die Streikenden fordern vor allem höhere Löhne. Die Arbeit soll nach Angaben der Gewerkschaft in den nächsten Tagen jeweils für sechs Stunden am Tag niedergelegt werden, sofern nicht verhandelt wird. Eine vorläufige Vereinbarung zwischen dem Management und der Gewerkschaft im August war von den Beschäftigten abgelehnt worden. Zuvor hatte es bereits eine Reihe von Warnstreiks bei Hyundai gegeben. "Obschon unzufrieden mit dem vorübergehenden Produktionsstopp, werden wir weiter mit der Gewerkschaft zusammenarbeiten, um das Problem so rasch wie möglich zu lösen", hieß es in einer Firmenerklärung. (dpa)

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  • Unternehmen
    GDL will Eskalation vermeiden

    Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) will in der anstehenden Tarifrunde mit der Deutschen Bahn eine Eskalation vermeiden. "Wir wollen verhandeln, nicht streiken", sagte GDL-Chef Claus Weselsky dem "Tagesspiegel". Alle Seiten hätten ihre Lehren aus dem zurückliegenden Tarifstreit in den Jahren 2014 und 2015 gezogen. Damals hatten neun Streiks den Zugverkehr in Deutschland weitgehend lahmgelegt. Die Stimmung bei den Mitgliedern sei zwar sehr angespannt, weil die Arbeitsbelastung nicht abgenommen habe, sagte Weselsky. Aber: «Niemand rührt die Trommel.» Die GDL hat bereits angekündigt, das Thema Überstunden ins Zentrum der Tarifrunde zu rücken. Sie will das Arbeitszeitsystem komplett umgestalten. (dpa)

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