Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 15. Juli 2014
  • Konjunktur

    China weitet Kreditvergabe aus

    Im Kampf gegen einen konjunkturellen Abschwung wird viel Geld in die chinesische Wirtschaft gepumpt. Die Banken reichten im Juni 1,08 Billionen Yuan (128 Milliarden Euro) an neuen Krediten aus. Das sind fast 20 Prozent mehr als erwartet, wie aus veröffentlichten Daten der Zentralbank hervorgeht.

    Auch die Regierung zeigt sich spendierfreudig: Ihre Ausgaben erhöhten sich im Juni um 26,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 1,65 Billionen Yuan (195 Milliarden Euro). Mit dem Geld wird beispielsweise der Ausbau des Schienennetzes beschleunigt. Mehr Geld fließt auch in den öffentlichen Wohnungsbau. Grund für die Ausgabenfreude ist die Sorge vor einer stärkeren Konjunkturabkühlung. (rts)

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  • Donnerstag, 30. März 2017
  • Konjunktur
    US-Wirtschaft wächst langsamer als erwartet

    Die US-Wirtschaft hat sich zum Jahresende 2016 hin etwas besser entwickelt als bisher bekannt. Nach Angaben des Handelsministeriums erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Schlussquartal um annualisiert 2,1 Prozent zum Vorquartal. Bisher war eine auf das Jahr hochgerechnete Rate von 1,9 Prozent angegeben worden. Im Vergleich zum dritten Quartal, als die Wirtschaft mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 3,5 Prozent wuchs, schwächte sich das Wirtschaftswachstum zwar ab. Allerdings lag es im gesamten zweiten Halbjahr deutlich über dem der ersten Jahreshälfte. Den mit Abstand stärksten Wachstumsbeitrag leistete zum Jahresende der private Konsum mit annualisiert 3,5 Prozent. Demgegenüber erhöhten sich die gesamten Investitionen schwächer als bislang bekannt. Der Außenhandel belastete das Wachstum, weil die Ausfuhren zurückgingen und die Einfuhren deutlich stiegen. Die US-Regierung will das chronisch hohe Handelsdefizit nicht mehr länger hinnehmen und droht unter anderem mit Einfuhrzöllen. (dpa)

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  • Elektronik
    Toshiba verkauft Tafelsilber

    Der in finanziellen Schwierigkeiten steckende japanische Technologiekonzern Toshiba spaltet sein Geschäft mit Speicherchips ab. Die Anteilseigner stimmten diesem Schritt bei einer außerordentlichen Hauptversammlung zu. Toshiba braucht wegen massiver Probleme im US-Atomkraftwerksgeschäft dringend Geld. Erst am Vortag hatte Toshiba bekanntgegeben, dass die US-Atomsparte Westinghouse Electric in die Insolvenz geschickt wurde.

    Toshiba wird möglicherweise eine Mehrheit oder sogar alle Anteile an dem Geschäft mit Speicherchips verkaufen. Laut Medienberichten sind unter anderem das taiwanesische Unternehmen Hon Hai Precision Industry und der US-Konzern Western Digital sowie der südkoreanische Rivale SK Hynix interessiert. Im Mai will sich Toshiba entscheiden. (dpa)

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