Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Freitag, 04. März 2016
  • Unterhaltung

    Chinesen übernehmen US-Kinomarkt

    Das chinesische Unterhaltungskonglomerat Dalian Wanda steigt mit einem Zukauf in den USA zum größten Betreiber von Kinos in den USA und der Welt auf. Wanda ist in den Vereinigten Staaten bereits mit ihrer Tochter AMC Entertainment unterwegs. Nun kommt die Kinokette Carmike Cinemas hinzu. AMC bietet 30 US-Dollar je Aktie für den Wettbewerber, was inklusive Schulden einen Kaufpreis von 1,1 Milliarden US-Dollar ergibt, wie die Wanda-Tochter mitteilte. Der Preis enthält einen Aufschlag auf den letzten Aktienkurs von Carmike von knapp 20 Prozent. AMC war bereits die zweitgrößte Kinokette der USA, Carmike kam auf Rang vier. Beide zusammen verdrängen die Regal Entertainment Group von Spitzenplatz der amerikanischen Kinoketten. AMC gehört seit 2012 zu Wanda. Damals hatten die Chinesen das US-Unternehmen für 2,6 Milliarden US-Dollar gekauft. (DJ)

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  • Donnerstag, 19. Januar 2017
  • Währungen
    Rubel auf Talfahrt

    Die Aussicht auf Rubel-Verkäufe durch die russische Zentralbank hat die Währung des Landes am Donnerstag auf Talfahrt geschickt. Dollar und Euro legten in der Spitze jeweils etwa ein Prozent zu und kosteten 60,01 und 63,99 Rubel. Genährt wurden die Interventionsspekulationen von Aussagen von Igor Schuwalow. Der gestiegene Ölpreis erlaube seinem Land, Devisen aufzukaufen, zitierten Medien den ersten stellvertretenden russischen Ministerpräsidenten. Außerdem arbeite die Regierung an einem langfristigen Plan, Ausschläge des Rubel-Kurses zu minimieren. Die russische Zentralbank war für einen Kommentar zunächst nicht zu erreichen. Getragen von der Kursrally des wichtigen Exportguts Rohöl hat der Rubel seit Mitte November rund zehn Prozent aufgewertet. Damit werden Waren russischer Firmen auf dem Weltmarkt weniger wettbewerbsfähig. Die Ölsorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich in den vergangenen Monaten dank Förderkürzungen wichtiger Exportländer um gut 20 Prozent auf aktuell gut 54 Dollar je Barrel. (rts)

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  • Mittwoch, 18. Januar 2017
  • Konjunktur
    US-Inflation springt über Fed-Zielmarke

    Die Preise in den USA ziehen kräftig an und liefern der Notenbank Fed Argumente für steigende Zinsen. Die Inflationsrate legte im Dezember zum Vorjahr um 2,1 Prozent zu, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Dies ist der höchste Anstieg seit zweieinhalb Jahren. Insbesondere höhere Benzinpreise und Mieten sorgten für Auftrieb. Im November lag die Rate noch bei 1,7 Prozent. Die Fed strebt zwei Prozent an. Angesichts der rund laufenden Konjunktur hat sie den Leitzins im Dezember auf 0,5 bis 0,75 Prozent angehoben und drei weitere Schritte nach oben für 2017 ins Auge gefasst. "Die im Jahresvergleich deutlich höheren Ölpreise waren für den Inflationsschub verantwortlich", sagt Ökonom Thomas Gitzel von der VP Bank. Der Ölpreisanstieg führe künftig sogar zu einem deutlichen Anstieg der Konsumentenpreise: "Die Inflationsrate wird in luftige Höhen von knapp 3 Prozent kommen", prophezeit der Experte. (rts)

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  • Unternehmen
    Goldman Sachs meldet Gewinnsprung

    Die US-Bank Goldman Sachs hat mit einem Gewinnsprung im vierten Quartal die Erwartungen übertroffen. Dabei profitierte die Bank nicht nur von der deutlich gestiegenen Handelsaktivität in den letzten Monaten des Jahres 2016. Der starke Gewinnanstieg war auch einem Basiseffekt geschuldet, da eine milliardenschwere Einigung mit den Behörden rund um windige Hypothekengeschäfte das Ergebnis des Vorjahres belastet hatte. Im Zeitraum von Oktober bis Dezember verdiente Goldman Sachs 2,35 Milliarden US-Dollar nach 765 Millionen im Vorjahreszeitraum. Im Vorjahr hatte sich die Einigung mit dem US-Justizministerium im Volumen von 5 Milliarden Dollar im Ergebnis niedergeschlagen. Die Einnahmen stiegen auf 8,17 Milliarden von 7,27 Milliarden Dollar. (DJ)

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  • Übernahmen
    Italiener übernehmen griechische Bahn

    Eine weitere Privatisierung in Griechenland ist unter Dach und Fach: Die staatlichen italienischen Eisenbahnen (Ferrovie Dello Stato Italiane) haben die griechische Staatsbahn Trainose gekauft. Ein entsprechender Vertrag wurde mit dem Privatisierungsfonds (TAIPED) unterzeichnet. Dies meldete das griechische Staatsfernsehen. Nach Berichten der Athener Finanzpresse soll der Kaufpreis bei 45 Millionen Euro liegen. Privatisierungen sind wesentlicher Bestandteil des griechischen Spar- und Reformprogramms und Voraussetzung für weitere Hilfen der Gläubiger des hoch verschuldeten Lands. Der relativ niedrige Kaufpreis sei Folge des schlechten Zustands, in dem sich die Bahn in Griechenland befindet, hieß es in den Berichten. Fast das gesamte Einsenbahnnetz auf der Halbinsel Peloponnes ist in den vergangenen vier Jahren aufgegeben worden. Die traditionsreichen Schlafwagenzüge zwischen Athen und Thessaloniki sowie auf der Strecke Thessaloniki-Istanbul fahren nicht mehr. (dpa)

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  • Unternehmen
    HSBC verlegt wegen Brexit Teile nach Paris

    Rückschlag für das deutsche Finanzzentrum Frankfurt: Europas größte Bank HSBC will nach einem EU-Abschied Großbritanniens einen Teil ihrer Aktivitäten nach Paris verlagern. Etwa 20 Prozent der Handelsumsätze würden nach dem Brexit in die französische Hauptstadt gehen, kündigte Konzernchef Stuart Gulliver am Mittwoch am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos an. "Wir gehen nicht dieses Jahr und vielleicht auch nicht nächstes Jahr", sagte Gulliver. "Wir gehen in etwa zwei Jahren, wenn der Brexit wirksam ist." HSBC habe alle notwendigen Lizenzen für solch einen Schritt. Nach dem Brexit-Entscheid im Juni 2016 hatte die Bank von etwa 1000 Jobs gesprochen, die aus London abwandern könnten.

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  • Unternehmen
    DB fährt positives Betriebsergebnis ein

    Die Deutsche Bahn hat 2016 nach einem Verlustjahr wieder ein positives Betriebsergebnis erzielt. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) verdiente der bundeseigene Konzern 1,8 Milliarden Euro, wie Bahnchef Rüdiger Grube bekanntgab. Damit hat das Unternehmen wieder das Niveau von 2014 erreicht. 2015 hatte die Bahn noch einen operativen Verlust von 154 Millionen Euro verbucht. Unterm Strich musste sie damals sogar ein Minus von 1,31 Milliarden Euro ausweisen. Das lag vor allem an Abschreibungen auf den Schienengüterverkehr. Die Bahn habe nun "die Trendwende geschafft", sagte Grube angesichts der besseren Zahlen. "Hierauf wollen wir 2017 aufbauen und uns weiter steigern." Ziel sei es, die Bahn "jeden Tag für unsere Kunden ein Stück besser und attraktiver zu machen". In Sachen Pünktlichkeit sei das 2016 bereits gelungen. Im Fernverkehr sei der Anteil pünktlicher Züge von 74,4 Prozent (2015) auf 78,9 Prozent gestiegen. Das selbstgesteckte Ziel von 80 Prozent wurde damit allerdings verfehlt. Im Regionalverkehr lag die Pünktlichkeitsquote bei 94,8 Prozent (Vorjahr: 94,2 Prozent) und im Güterverkehr bei 76,0 Prozent (Vorjahr: 72,8 Prozent). Nach der Definition der Bahn ist ein Zug noch pünktlich, wenn er weniger als sechs Minuten zu spät ankommt. (dpa)

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