Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Freitag, 13. März 2015
  • Rechtsstreit

    Commerzbank legt Beschwerde ein

    Die Commerzbank gibt im Rechtsstreit um den Rauswurf von Personalvorstand Ulrich Sieber auch nach der Niederlage vor dem Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt nicht auf. "Der Aufsichtsrat der Commerzbank hat zur Fristwahrung die Nichtzulassungsbeschwerde gegen das OLG-Urteil eingelegt", sagte ein Banksprecher. Damit zieht sich das Verfahren weiter in die Länge. Das OLG hatte Mitte Februar in zweiter Instanz geurteilt, der Anfang November 2013 verkündete Beschluss des Commerzbank-Aufsichtsrates zu Siebers Abberufung sei unwirksam. Eine Bank dürfe Manager nicht allein deshalb vor die Tür setzen, weil es für sie vorteilhaft sei. Der vom Aktiengesetz für solche Fälle verlangte "wichtige Grund" liege hier nicht vor. Die Commerzbank hatte Ende 2013 nach monatelangem Gezerre ihren Vorstand von neun auf sieben Mitglieder verkleinert. Außer Sieber verlor Jochen Klösges seinen Posten, der gemeinsam mit Sieber für die konzerneigene Abbausparte verantwortlich war. Klösges ging damaligen Angaben zufolge freiwillig. (dpa)

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  • Montag, 25. Juli 2016
  • Autobauer
    Airbag-Rückruf kostet Milliarden

    Der Skandal um defekte Airbags des japanischen Zulieferers Takata trifft deutsche Autobauer hart. Bei BMW, Daimler, Audi und Volkswagen seien mehr als sechs Millionen Autos betroffen, berichtete die "Automobilwoche" mit Verweis auf Angaben der Hersteller. Bei BMW seien es seit 2013 rund vier Millionen Fahrzeuge, bei VW 900.000 Pkw und Transporter. Daimler gab die Zahl der betroffenen Fahrzeuge demnach mit rund einer Million an; Audi mit rund 450.000. "Der Schaden insgesamt dürfte schon jetzt bei über zwei Milliarden Euro liegen", sagte Jan Dannenberg von der Management- und Strategieberatung Berylls der "Automobilwoche". Auf ähnliche Summen kam Autoexperte Stefan Bratzel. Er rechnete pro Auto mit Kosten von bis zu 300 Euro. (AFP)

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  • Unternehmen
    Ericsson sucht neuen Vorstandschef

    Der Netzwerkausrüster Ericsson tauscht seinen Chef aus. Vorstandschef Hans Vestberg trete mit sofortiger Wirkung zurück, teilte der Konzern mit. Der bisherige Finanzchef Jan Frykhammar übernehme übergangsweise seinen Posten. Es werde intern und extern nach geeigneten Kandidaten gesucht. Vestberg war insgesamt 28 Jahre für Ericsson tätig, die letzten sieben als Vorstandschef. Der Konzern steckt in Schwierigkeiten. Bei Vorlage der Quartalszahlen vergangene Woche hatten die Schweden weitere Kostensenkungen angekündigt. Der Umsatz ging verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 11 Prozent auf 54,1 Milliarden schwedische Kronen (5,7 Mrd Euro) zurück. Der Gewinn sank um gut ein Viertel auf 1,6 Milliarden Kronen. (dpa)

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