Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Montag, 07. Juli 2014
  • Kapitalpuffer

    DZ Bank sammelt Geld ein

    Die DZ Bank ist mit den Maßnahmen zur Stärkung ihres Kapitalpuffer überaus zufrieden. Das genossenschaftliche Spitzeninstitut sammelte bei seinen Eigentümern - im Wesentlichen etwa 900 Volks- und Raiffeisenbanken - fast 1,5 Milliarden Euro ein, wie die Bank mitteilte. Es seien alle 186,9 Millionen neuen Aktien im Gesamtvolumen von 1,477 Milliarden Euro zum Preis von 7,90 Euro je Papier gezeichnet worden. Die Nachfrage habe das Angebot überstiegen. "Mit dieser Kapitalerhöhung aus dem Kreis unserer Eigentümer flankieren wir unsere Substanzstärkung aus eigener Kraft und erhöhen unseren Puffer für weitere regulatorische Anforderungen auf ein angemessenes Niveau", erklärte der Vorstandsvorsitzende der DZ Bank AG, Wolfgang Kirsch, in der Mitteilung. Die harte Kernkapitalquote des Instituts verbessere sich von 8,9 Prozent (Stand 31. Dezember 2013) auf über 10 Prozent. Kernkapital bildet den wichtigsten Puffer für Krisenzeiten. Die Anhebung der Kernkapitalquoten zählt zu den wichtigsten Zielen der verschärften Regulierungsvorgaben im Bankensektor. (dpa)

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  • Sonntag, 26. März 2017
  • Bahn
    Güterwaggons sollen künftig leiser bremsen

    Die Deutsche Bahn erwartet, dass bis Jahresende knapp zwei Drittel ihrer Güterwaggons auf leisere Bremstechnik umgerüstet sind. Bisher seien 33.000 von 64.000 Wagen mit Flüsterbremsen ausgestattet, teilte die Bahn am Sonntag mit. Ende 2017 sollen es dann rund 40.000 Waggons sein. Zuvor hatte auch die "Rheinische Post" darüber berichtet. Die gesamte Flotte soll bis 2020 leiser fahren.  Außerdem will die Bahn bis dann auf weiteren 400 Kilometern den Lärmschutz am Gleis verbessern. Außer der Bahntochter DB Cargo gibt es noch eine Reihe anderer europäischer Betreiber von Güterverkehr auf dem deutschen Netz. Die Bundesregierung hatte vor Weihnachten einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, nach dem besonders laute Güterwaggons ab Ende 2020 nicht mehr auf dem deutschen Netz rollen dürfen. (dpa)

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  • Samstag, 25. März 2017
  • Handel
    Kaufhof prüft Ausstieg aus Tarifvertrag

    Die Warenhauskette Galeria Kaufhof prüft laut einem Bericht des "Manager Magazins" einen Ausstieg aus dem Einzelhandelstarifvertrag. Es gebe bereits Gespräche zwischen der Firma, die seit 2015 dem kanadischen Konzern Hudson's Bay (HBC) gehört, und der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, berichtete das Magazin. Kaufhof äußerte sich nicht zu möglichen Gesprächen mit Verdi. "HBC Europe und Galeria Kaufhof bekennen sich zur Tarifbindung und zur Sozial- und Tarifpartnerschaft mit Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften", teilte das Unternehmen am Samstag auf Anfrage mit. Kaufhof setze sich seit vielen Jahren "für moderne und wettbewerbsfähige Vereinbarungen" ein, "die den heutigen Arbeitswelten im Textileinzelhandel entsprechen". Die Vorbesitzerin von Galeria Kaufhof, die Metro AG, hatte sich von HBC damals vertraglich zusichern lassen, dass die Warenhausfirma bis mindestens 2020 im Tarifvertrag bleibt. Allerdings ist laut "Manager Magazin" für einen Bruch der Vereinbarung keine Vertragsstrafe vereinbart. Galeria Kaufhof hatte in den vergangenen Monaten die Kaufzurückhaltung vieler Kunden zu spüren bekommen. Im wichtigen Weihnachtsquartal war das Geschäft in Deutschland und Belgien um zwei Prozent geschrumpft. Konzernchef Olivier van den Bossche hatte in dem Zuge aber angekündigt, man werde sich an die von HBC unterschriebene Sozialcharta halten. Kaufhof beschäftigt nach Angaben auf der Firmenhomepage rund 20.000 Menschen. (dpa)

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