Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 29. April 2014
  • Edelmetallhandel

    Deutsche Bank gibt Goldfixing auf

    Die Deutsche Bank wird sich eigenen Angaben zufolge aus dem umstrittenen Londoner Goldfixing zurückziehen. "Die Deutsche Bank gibt ihre Position bei der Feststellung der offiziellen Referenzpreise für Gold und Silber auf", teilte das Institut mit. Das traditionelle Verfahren, bei dem eine eng begrenzte Auswahl international tätiger Großbanken in London die weltweiten Richtwerte für Edelmetallpreise festsetzt, wird von Finanzaufsehern kritisch beobachtet. Bislang sind am Goldfixing neben der Deutschen Bank auch die britische Barclays, Bank of Nova Scotia, HSBC und Société Générale beteiligt. Die zweimal täglich festgelegten Preise sind in dem Multi-Millarden-Markt Richtschnur für zahlreiche Marktteilnehmer wie Edelmetallhändler, Rohstoffunternehmen, Finanzinstitute und Zentralbanken. Wegen seines exklusiven Hinterzimmer-Charakters steht diese Goldpreisbildung schon länger in der Kritik. Die deutsche Finanzaufsicht Bafin bestätigte bereits im vergangenen Herbst Untersuchungen bei einzelnen Banken. Auch die US-Behörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) und die britische Financial Conduct Authority (FCA) sollen ermitteln, ob die Preise in einem transparenten Prozess entstehen. (dpa)

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  • Dienstag, 28. Februar 2017
  • Arbeitsmarkt
    Zahl der Existenzgründer geht zurück

    Die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt hat im vergangenen Jahr den Drang zur Selbstständigkeit gemindert. Die Zahl der Existenzgründer in Deutschland sank um 13 Prozent auf den bisher tiefsten Stand von 672.000 Personen, wie die staatseigene Förderbank KfW in Frankfurt berichtete. Die Jobchancen seien gut wie lange nicht. "Dies setzt der Gründungstätigkeit besonders zu", erläuterte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner. Für dieses Jahr erwartet die KfW wieder eine Zunahme der Gründungstätigkeit. (dpa)

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  • Unternehmen
    Blohm und Voss streicht 300 Stellen

    Bei der Hamburger Werft Blohm und Voss sollen rund 300 von gegenwärtig fast 1000 Arbeitsplätzen wegfallen. Das teilten Geschäftsführung und Aufsichtsrat bei einer Betriebsversammlung in Hamburg mit. Durch hohe Kostenstrukturen, versäumte Investitionen und einen zu niedrigen Auftragsbestand befinde sich Blohm und Voss in einem kritischen Zustand, teilte die Bremer Lürssen-Gruppe als Eigentümer der Werft im Anschluss an die Versammlung mit. (dpa)

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  • Jahresbilanz
    Salzgitter fährt Nettogewinn ein

    Der zweitgrößte deutsche Stahlkonzern Salzgitter ist im vergangenen Jahr unter dem Strich in die Gewinnzone zurückgekehrt. Das Unternehmen habe 2016 einen Nettogewinn von 56,8 Millionen Euro eingefahren nach einem Verlust von 56 Millionen im Jahr davor, teilten die Niedersachsen mit. Von Reuters befragte Analysten hatten mit 29,6 Millionen Euro gerechnet. Salzgitter profitierte von Kostensenkungen und den sich in der zweiten Jahreshälfte stabilisierenden Stahlpreisen. Vor Steuern steht nach den vorläufigen Zahlen ein Gewinn von 53,2 Millionen Euro in den Büchern. Vor einem Jahr waren es gerade mal 4,1 Millionen. Für 2017 peilt Salzgitter einen Vorsteuergewinn von 100 bis 150 Millionen Euro an. Der Konzernumsatz solle auf rund neun Milliarden Euro klettern, nachdem er im vergangenen Jahr wegen des Preisverfalls beim Stahl auf 7,9 Milliarden von 8,6 Milliarden geschrumpft war. (rts)

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  • Konjunktur
    Japans Industrie schwächelt

    Die Industrieproduktion in Japan ist im Januar überraschend gesunken. Das Wirtschaftsministerium machte dafür vor allem eine Abschwächung der Ausfuhren japanischer Autos in die USA verantwortlich. Die Produktion sank den amtlichen Daten zufolge zu Jahresbeginn im Vergleich zum Vormonat um 0,8 Prozent. Dies ist der kräftigste Rückgang seit Mai 2016. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Zuwachs von 0,3 Prozent gerechnet. Die Daten zeigen, dass die Entwicklung der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt weiter auf wackligen Beinen steht. (rts)

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