Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 06. November 2014
  • Unternehmen

    Deutz schrammt knapp am Verlust vorbei

    Der Motorenbauer Deutz kommt nicht in die Spur. Das 150 Jahre alte Unternehmen verbuchte im dritten Quartal seines Jubiläumsjahrs einen Gewinn von gerade 700.000 Euro nach 15,5 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Der Konzern hatte vor zwei Wochen seine Jahresprognose kassiert und gab nun als neues Ziel eine operative Umsatzrendite (Ebit-Marge vor Einmaleffekten) von rund zwei Prozent aus. Ursprünglich hatte Deutz mehr als das Doppelte angepeilt. Das Unternehmen muss jedoch Rückstellungen in Höhe von gut 20 Millionen Euro bilden, die für Garantien auf 2011 produzierte Motoren anfallen könnten. Ein Teil der Motoren hat sich nach Angaben des Unternehmens in außergewöhnlichem Maße abgenutzt.

    Auch der Auftragseingang ging im dritten Quartal um 30 Millionen Euro auf 300 Millionen Euro zurück. Die erhoffte Belebung nach den Sommermonaten sei bisher ausgeblieben, erklärte Vorstandschef Helmut Leube. Für das Gesamtjahr erwartet das Management nur noch ein Umsatzplus von drei Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Ursprünglich sollten die Erlöse im niedrigen zweistelligen Prozentbereich steigen. Deutz hatte 2013 bei einem Umsatz von 1,45 Milliarden Euro einen Gewinn von 36 Millionen Euro erzielt. (rts)

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  • Mittwoch, 18. Januar 2017
  • Unternehmen
    US-Unternehmen warnen Trump

    US-Unternehmen in China haben Donald Trump vor einem Handelskrieg mit Peking gewarnt, falls der designierte US-Präsident seine angedrohten Sanktionen tatsächlich umsetzen sollte. Die chinesische Regierung bereite Schritte vor, "um Vergeltung zu üben", sagte Lester Ross von der amerikanischen Handelskammer in Peking anlässlich der Präsentation einer Studie zur Stimmung von US-Unternehmen in China. Peking stünde "nicht ohne Arsenal" da, um auf Aktionen der USA zu reagieren. Trump, der am Freitag als US-Präsident vereidigt wird, hatte China im Wahlkampf und auch danach als "Währungsmanipulator" bezeichnet und einen hohen Strafzoll auf Einfuhren aus China angekündigt.

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  • Dienstag, 17. Januar 2017
  • Unternehmen
    Fresenius nimmt Milliarden für Übernahme auf

    Der Gesundheitskonzern Fresenius hat 2,6 Milliarden Euro am Anleihemarkt eingesammelt. Bei einer durchschnittlichen Laufzeit der Anleihen von fast neun Jahren liege die durchschnittliche Rendite bei 1,8 Prozent, teilten die Hessen mit. Mit dem Geld finanziert Fresenius die Übernahme des spanischen Klinikbetreibers Quironsalud, durch den der Konzern seine Position als größter privater Klinikbetreiber in Europa deutlich ausbaut. Der fast sechs Milliarden Euro teure Zukauf ist die größte Übernahme in der Geschichte des Gesundheitskonzerns. Die Anleihen wurden in vier Tranchen im Volumen zwischen 500 Millionen und 700 Millionen Euro und mit Laufzeiten zwischen fünf und 15 Jahren platziert. Es war das erste Mal, dass Fresenius einen Bond mit einer Laufzeit von über zehn Jahren begeben hat. (rts)

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  • Autohersteller
    Renault feiert 2016 Rekordplus beim Absatz

    Der französische Autohersteller Renault hat im vergangenen Jahr 3,18 Millionen Fahrzeuge verkauft. Damit habe das Wachstum 13,3 Prozent erreicht, ein Rekord für den Konzern, teilte der Fahrzeughersteller mit. Der gesamte Markt sei dagegen nur um 4,6 Prozent gewachsen, so dass Renault mit seinen Marken den eigenen Marktanteil um 0,3 Punkte auf 3,5 Prozent gesteigert habe.

    In Europa habe der Konzern von der Marktbelebung profitiert. Während der Automarkt hier um 7 Prozent gewachsen sei, habe Renault selbst um 11,8 Prozent zugelegt. Außerhalb Europas sei der Markt um 5,2 Prozent und Renault um 15,3 Prozent gewachsen. (DJ)

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  • Unternehmen
    Morgan Stanley verdoppelt Gewinn

    Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat ihren Gewinn im Schlussquartal 2016 dank eines florierenden Handels im Zuge des Wahlsiegs von Donald Trump verdoppelt. Der Überschuss im vierten Quartal summierte sich auf 1,51 Milliarden Dollar, wie das Institut am mitteilte. Damit wurden die Analystenerwartungen bei weitem übertroffen. An der Wall Street verteuerten sich Morgan-Stanley-Aktien um 1,6 Prozent. Der Erzrivale Goldman Sachs wird seine Bilanz am Mittwoch vorlegen. (rts)

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  • Unternehmen
    Rolls-Royce zahlt Millionenstrafe

    Der britische Triebwerkehersteller Rolls-Royce zahlt 671 Millionen Pfund Sterling (umgerechnet gut 760 Millionen Euro), um den Vorwurf der Bestechung und Korruption aus der Welt zu räumen. Auf eine entsprechende Strafe einigte sich der Konzern mit Behörden in den USA, Großbritannien und Brasilien, wie Rolls-Royce mitteilte. Der Großteil des Geldes fließt an die britischen Behörden. Weitere Details nannten die Briten nicht. Dies soll bei Vorlage der Geschäftszahlen für das vergangene Jahr am 14. Februar nachgeholt werden. Mit Blick auf den Jahresabschluss teilte Rolls-Royce mit, das Geschäft zum Jahresende habe sich gut entwickelt, so dass sowohl der Gewinn als auch der Barmittelfluss besser als erwartet ausgefallen seien. (DJ)

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  • Jahreszahlen
    Lindt & Sprüngli erfüllt Erwartungen

    Der Schweizer Edelschokolade-Hersteller Lindt & Sprüngli hat den Umsatz im vergangenen Jahr um 6,8 Prozent auf 3,9 Milliarden Franken (3,6 Milliarden Euro) gesteigert. Die Verkaufserlöse wuchsen um sechs Prozent, wie der Hersteller von Lindor-Kugeln und Goldhasen mitteilte. Das liegt am unteren Ende der selbst gesteckten Zielspanne von sechs bis acht Prozent. Lindt verkaufte 2016 in etwa so viel wie Analysten erwartet hatten. Diese hatten im Schnitt 3,89 Milliarden Franken Umsatz prognostiziert. Das Unternehmen stellte für 2016 eine Verbesserung der Betriebsgewinnmarge in Aussicht. Aufgrund einer niedrigeren Steuerrate werde sich der Reingewinn überproportional erhöhen, hieß es weiter. (rts)

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