Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 06. November 2014
  • Unternehmen

    Deutz schrammt knapp am Verlust vorbei

    Der Motorenbauer Deutz kommt nicht in die Spur. Das 150 Jahre alte Unternehmen verbuchte im dritten Quartal seines Jubiläumsjahrs einen Gewinn von gerade 700.000 Euro nach 15,5 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Der Konzern hatte vor zwei Wochen seine Jahresprognose kassiert und gab nun als neues Ziel eine operative Umsatzrendite (Ebit-Marge vor Einmaleffekten) von rund zwei Prozent aus. Ursprünglich hatte Deutz mehr als das Doppelte angepeilt. Das Unternehmen muss jedoch Rückstellungen in Höhe von gut 20 Millionen Euro bilden, die für Garantien auf 2011 produzierte Motoren anfallen könnten. Ein Teil der Motoren hat sich nach Angaben des Unternehmens in außergewöhnlichem Maße abgenutzt.

    Auch der Auftragseingang ging im dritten Quartal um 30 Millionen Euro auf 300 Millionen Euro zurück. Die erhoffte Belebung nach den Sommermonaten sei bisher ausgeblieben, erklärte Vorstandschef Helmut Leube. Für das Gesamtjahr erwartet das Management nur noch ein Umsatzplus von drei Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Ursprünglich sollten die Erlöse im niedrigen zweistelligen Prozentbereich steigen. Deutz hatte 2013 bei einem Umsatz von 1,45 Milliarden Euro einen Gewinn von 36 Millionen Euro erzielt. (rts)

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  • Dienstag, 27. Juni 2017
  • Banken
    Nomura wählt Frankfurt als Brexit-Exil

    Die japanische Bank Nomura hat sich für Frankfurt als künftigen EU-Standort entschieden. Um auch nach dem Brexit alle Dienstleistungen in der Europäischen Union anbieten zu können, beantragte die Bank eine Lizenz für eine neue Tochtergesellschaft am Main, wie Nomura mitteilte. Wie viele Arbeitsplätze Nomura nach Frankfurt verlagert, blieb zunächst offen. Nach dem geplanten EU-Austritt Großbritanniens brauchen in London ansässige Finanzinstitute eine eigene Gesellschaft mit Banklizenz in einem EU-Land, um ihre Produkte und Dienstleistungen in den verbleibenden 27 Mitgliedstaaten vertreiben zu dürfen. Der Verband der Auslandsbanken erwartet, dass durch den Brexit in den nächsten zwei Jahren 3000 bis 5000 Arbeitsplätze in Frankfurt entstehen. Erst vergangene Woche hatte Japans zweitgrößter Wertpapierhändler Daiwa Securities angekündigt, eine Lizenz für eine neue Tochter in Frankfurt zu beantragen. (rts)

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