Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Sonntag, 14. Februar 2016
  • Abgasskandal

    Dobrindt kündigt "Dopingtests" für Autos an

    Wegen der VW-Affäre um manipulierte Abgaswerte hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) verschärfte Kontrollen bei allen Automobilherstellern angekündigt. "Es wird Kontrollen für Kraftfahrzeuge im Stile von Dopingtests geben", sagte Dobrindt der Bild am Sonntag. "Unangemeldet, jedes Jahr. Nach dem Zufallsprinzip werden Fahrzeuge beispielsweise über Autovermietungen ausgewählt und deren Schadstoffausstoß getestet." Sein Ministerium wolle sicherstellen, dass solche Manipulationen nicht wieder passieren und werde das Kontrollsystem weiterentwickeln. Dazu sollen etwa eigene staatliche Prüfstände beim Kraftfahrt-Bundesamt aufgestellt werden, um durch den VW-Skandal verspieltes Vertrauen in die Autoindustrie wiederzugewinnen, sagte Dobrindt der Zeitung. Neben den Schadstoff-, Anti-Doping-Tests plane man unter anderem noch eine Rotation der Prüfdienste und die Offenlegung der Motorsoftware. (DJ)

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  • Freitag, 24. Juni 2016
  • Notenbanken
    EZB ist in Alarmbereitschaft

    Die Europäische Zentralbank (EZB) steht nach dem Brexit-Votum in Alarmbereitschaft. Sie stehe in engem Kontakt mit anderen Notenbanken und sei für zusätzliche Liquiditätsmaßnahmen bereit, auch in Fremdwährung, erklärte die EZB. Außerdem würden die Entwicklungen an den Finanzmärkten genau beobachtet. Die EZB habe sich in Zusammenarbeit mit den von ihr beaufsichtigten Banken auf diesen Notfall vorbereitet. Die Bankensystem in der Eurozone sei widerstandsfähig sowohl in Hinsicht auf Kapital als auch auf Liquidität. (DJ)

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  • Konjunktur
    Ifo: Deutscher Aufschwung ist intakt

    Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich vor der Brexit-Entscheidung noch weiter deutlich verbessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Juni um 0,9 auf 108,7 Punkte - das war der höchste Stand seit zwei Jahren, wie das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung mitteilte. Die befragten Unternehmen schätzten sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch ihre Geschäftsaussichten für das kommende halbe Jahr besser ein. "Der Aufschwung in Deutschland ist intakt», sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Industriefirmen seien erneut zufriedener und erstmals seit Januar wieder mehrheitlich optimistisch gewesen. "Die Auftragsbücher haben sich weiter gefüllt", sagte Fuest. (dpa)

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