Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Freitag, 26. Februar 2016
  • Preistreiberei

    Dow Chemical wird zur Kasse gebeten

    Dow Chemical legt einen Rechtsstreit in den USA wegen überhöhter Preise mit der Zahlung von 835 Millionen Dollar bei. Den Vorwurf, der Konzern habe Absprachen getroffen, um die Preise für den weit verbreiteten Kunststoff Polyurethan hochzutreiben, wies Dow Chemical jedoch zurück. Der Fall ist etwa ein Jahrzehnt alt. Kunden hatten mehreren Firmen, darunter Dow Chemical, überhöhte Preise für das Material vorgeworfen. Dow hatte sich als einziges Unternehmen nicht mit den Klägern geeinigt und war deswegen 2013 von einem Gericht zu Schadenersatz verurteilt worden. Der Fall lag zuletzt vor dem Obersten Gerichtshof. Polyurethan wird unter anderem bei der Wärmedämmung von Häusern, für Schuhsohlen, in Möbeln und als Lack eingesetzt. (rts)

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  • Sonntag, 25. September 2016
  • Konjunktur
    Nobelpreisträger warnt vor Geldschwemme

    Die weltweit anhaltende Schwemme billigen Geldes verfehlt aus Sicht des Wirtschafts-Nobelpreisträgers Edward Prescott ihr Ziel, das Wachstum auf breiter Front stärker anzutreiben. Die Politik massiver Anleihenkäufe, die die Geldmenge immer mehr erhöht, und die Niedrigzins-Strategie der mächtigsten Notenbanken hätten keine größeren Auswirkungen auf die Realwirtschaft, sagte der US-Ökonom der "Welt am Sonntag". Dabei gerieten die Zentralbanken, die eigentlich neutral agieren sollen, zunehmend unter politischen Druck. Es sei "erwiesen, dass Geldpolitik keine nachhaltigen Effekte auf Wachstum und Beschäftigung hat", meinte der 2004 mit dem Nobelpreis prämierte Wissenschaftler. Etliche Ökonomen vertreten diese These von der "Neutralität" des Geldes. Befürworter der Billionen-Geldschöpfung argumentieren dagegen, dass etwa niedrige Zinsen die Kreditvergabe - und damit indirekt auch Investitionen und Konsum - ankurbeln. (dpa)

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  • Unternehmen
    Deutsche Airlines wollen Klimaabgabe

    Vor neuen Verhandlungen über mehr Klimaschutz im Luftverkehr wirbt die deutsche Branche für umfassende weltweite Instrumente. Nur ein verbindliches System mit hoher Abdeckung der CO2-Emissionen führe zu Planungssicherheit für die Fluggesellschaften und einem fairen Wettbewerb, sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Stefan Schulte. Bei der Vollversammlung der internationalen Luftverkehrsorganisation ICAO im kanadischen Montreal soll von diesem Dienstag an über eine Emissionsabgabe für Airlines beraten werden. Daraus sollen Klimaschutzprojekte bezahlt werden. "Für den Erfolg des Abkommens ist entscheidend, dass möglichst viele Staaten von Beginn an dabei sind", sagte Schulte. Daher reiche es nicht aus, dass ein Entwurf der ICAO zunächst nur eine freiwillige Teilnahme vorsehe. (dpa)

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