Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Montag, 06. Oktober 2014
  • Haushalt

    EU-Kommission blockiert französische Budgetpläne

    Die EU-Kommission wird nach Angaben mehrerer EU-Vertreter die Haushaltspläne der französischen Regierung voraussichtlich ablehnen. Die Kommission werde von der Regierung in Paris Ende Oktober die Vorlage eines neuen Etatplans für 2015 verlangen, sagten mehrere Insider am Montag. Damit würde die EU-Kommission erstmals von ihrem neuen Recht Gebrauch machen, Änderungen an einem nationalen Haushaltsentwurf zu verlangen. Außerdem werde die Kommission das Defizitverfahren gegen Frankreich verschärfen, sagten die mit den Vorgängen vertrauten Personen. Nach den Plänen der französischen Regierung soll die Neuverschuldung in diesem Jahr 4,4 Prozent und 2015 4,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen. Auch 2016 soll das Minus mit 3,8 Prozent noch deutlich über der EU-Obergrenze von drei Prozent liegen. Diese soll erst 2017 mit 2,8 Prozent wieder unterschritten werden - zwei Jahre später als geplant. (rts)

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  • Donnerstag, 23. Februar 2017
  • Telekommunikation
    Gewinn von O2-Mutterkonzern Telefónica geschrumpft

    Der hoch verschuldete spanische Telekommunikationskonzern Telefónica hat im vergangenen Jahr weniger Gewinn gemacht. Das Plus schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent auf 2,36 Milliarden Euro, wie Telefónica mitteilte. Grund seien vor allem Kosten für die Umstrukturierung gewesen: Telefónica zahlte Mitarbeitern Abfindungen, um Stellen abzubauen.

    Bei Telefónica, zu der auch die deutsche Marke O2 gehört, arbeiten in Spanien derzeit noch rund 28.000 Menschen. Von Ende 2015 bis Ende 2016 strich der Konzern rund 13 Prozent der Stellen. Der Umsatz stieg 2016 um mehr als zehn Prozent auf 52 Milliarden Euro - auf dem Heimatmarkt Spanien und in Brasilien lief es gut, in Deutschland und vor allem in Großbritannien dagegen sanken die Umsätze.

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  • Unternehmen
    SAP zahlt höhere Dividende

    Europas größter Softwarekonzern SAP erhöht die Dividende. Vorstand und Aufsichtsrat schlügen eine Ausschüttung von 1,25 Euro je Aktie vor, zehn Cent mehr als im Vorjahr, teilte SAP mit. Insgesamt würden damit 1,5 Milliarden Euro an die Aktionäre gezahlt, 41 Prozent des Nettogewinns. "Uns ist wichtig, dass unsere Aktionäre am Erfolg des Jahres 2016 teilhaben", sagte Finanzvorstand Luka Mucic. SAP bekräftigte, auch künftig mehr als 35 Prozent des Ergebnisses nach Steuern als Dividende zahlen zu wollen. (rts)

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  • Jahreszahlen
    Onlineportale beflügeln ProSiebenSat.1

    ProSiebenSat.1 hat dank florierender Internetportale Umsatz und Betriebsgewinn im vergangenen Jahr etwas stärker gesteigert als erwartet. Die Erlöse kletterten um 17 Prozent auf 3,80 Milliarden Euro, wie der Fernsehkonzern mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit 3,78 Milliarden Euro gerechnet. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um zehn Prozent auf 1,02 Milliarden Euro. Branchenexperten hatten 1,01 Milliarden Euro veranschlagt. Wachstumstreiber waren Online-Geschäfte mit Flugreisen und Preisvergleichen. Die Fernsehsparte legte leicht zu. (rts)

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  • Jahreszahlen
    Swiss Re lässt Federn

    Hohe Schadenzahlungen haben den Gewinn des Schweizer Rückversicherers Swiss Re im vergangenen Jahr geschmälert. Der Gewinn sank um 22,6 Prozent auf 3,56 Milliarden Dollar, wie der Konzern aus Zürich mitteilte. Die Aktionäre sollen trotzdem 4,85 Franken Dividende je Aktie und damit 0,25 Franken mehr als vergangenes Jahr erhalten. Zudem will Swiss Re erneut ein Aktienrückkaufprogramm auflegen und so bis zu eine Milliarde Franken an die Aktionäre zurückzahlen. Die Nummer zwei der Branche hinter Münchener Rück hinkte den Erwartungen der Analysten hinterher, die im Schnitt 3,7 Milliarden Dollar Gewinn prognostiziert hatten. (rts)

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