Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 24. März 2015
  • Griechenland

    EZB blockiert Athener Finanzoperation

    Die Europäische Zentralbank (EZB) hat griechische Banken einem Insider zufolge angewiesen, keine weiteren Staatsanleihen der Regierung in Athen zu kaufen. Das gelte auch für kurzfristige Papiere, die sogenannten T-Bills, wie aus dem Umfeld griechischer Banken verlautete. Griechenlands Gläubiger, darunter die EZB, haben eine Obergrenze von 15 Milliarden Euro für T-Bills gesetzt. Diese Summe ist bereits ausgeschöpft. Die griechische Regierung hat um eine Anhebung des Limits gebeten, um durch den Verkauf von Schuldscheinen an die heimischen Banken akute Liquiditätsprobleme zu überbrücken. Die EZB hat diesen Weg der Staatsfinanzierung ausdrücklich abgelehnt. Die Maßnahme gilt als riskant: Sollte die Regierung in Athen gegenüber ihren Banken in Zahlungsrückstand geraten, könnte der griechische Finanzsektor in Schieflage geraten. Griechenland droht nach Angaben eines weiteren Insiders ohne weitere Finanzhilfen innerhalb von knapp vier Wochen die Staatspleite. (rts)

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  • Donnerstag, 30. März 2017
  • Unternehmen
    Bosch stellt 20.000 neue Mitarbeiter ein

    Der Technologiekonzern Bosch sucht neue Mitarbeiter für den digitalen Umbau seiner Produktpalette. In diesem Jahr will der Stiftungskonzern weltweit rund 20.000 Fach- und Führungskräfte einstellen, wie Bosch mitteilte. Fast jede zweite Stelle habe einen Bezug zu Software. "Vernetzte Lösungen sind ein Jobmotor", erklärte Personalchef Christoph Kübel. Auch in der Fertigung soll es Einstellungen geben. Für Deutschland seien 3400 neue Stellen geplant, in Indien 3100 und in China 2500. Im vergangenen Jahr war die Belegschaft bereits um 15.000 auf 390.000 Beschäftigte gestiegen. Derzeit arbeiten schon rund 20.000 Softwareentwickler bei Bosch. Viele IT-Fachleute können sich ihre Stellen wegen des hohen Bedarfs durch die Digitalisierung der Wirtschaft derzeit aussuchen. (rts)

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  • Konjunktur
    US-Wirtschaft wächst langsamer als erwartet

    Die US-Wirtschaft hat sich zum Jahresende 2016 hin etwas besser entwickelt als bisher bekannt. Nach Angaben des Handelsministeriums erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Schlussquartal um annualisiert 2,1 Prozent zum Vorquartal. Bisher war eine auf das Jahr hochgerechnete Rate von 1,9 Prozent angegeben worden. Im Vergleich zum dritten Quartal, als die Wirtschaft mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 3,5 Prozent wuchs, schwächte sich das Wirtschaftswachstum zwar ab. Allerdings lag es im gesamten zweiten Halbjahr deutlich über dem der ersten Jahreshälfte. Den mit Abstand stärksten Wachstumsbeitrag leistete zum Jahresende der private Konsum mit annualisiert 3,5 Prozent. Demgegenüber erhöhten sich die gesamten Investitionen schwächer als bislang bekannt. Der Außenhandel belastete das Wachstum, weil die Ausfuhren zurückgingen und die Einfuhren deutlich stiegen. Die US-Regierung will das chronisch hohe Handelsdefizit nicht mehr länger hinnehmen und droht unter anderem mit Einfuhrzöllen. (dpa)

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  • Elektronik
    Toshiba verkauft Tafelsilber

    Der in finanziellen Schwierigkeiten steckende japanische Technologiekonzern Toshiba spaltet sein Geschäft mit Speicherchips ab. Die Anteilseigner stimmten diesem Schritt bei einer außerordentlichen Hauptversammlung zu. Toshiba braucht wegen massiver Probleme im US-Atomkraftwerksgeschäft dringend Geld. Erst am Vortag hatte Toshiba bekanntgegeben, dass die US-Atomsparte Westinghouse Electric in die Insolvenz geschickt wurde.

    Toshiba wird möglicherweise eine Mehrheit oder sogar alle Anteile an dem Geschäft mit Speicherchips verkaufen. Laut Medienberichten sind unter anderem das taiwanesische Unternehmen Hon Hai Precision Industry und der US-Konzern Western Digital sowie der südkoreanische Rivale SK Hynix interessiert. Im Mai will sich Toshiba entscheiden. (dpa)

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