Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Sonntag, 28. Februar 2016
  • Konjunktur

    EZB wird bei dauerhaft niedrigem Ölpreis handeln

    Der Ölpreisverfall könnte die EZB nach Einschätzung des französischen Notenbank-Chefs Francois Villeroy de Galhau dazu zwingen, noch mehr billiges Geld in die Wirtschaft zu pumpen. Nur kurzfristig niedrige Ölpreise seien kein Grund zum Handeln, sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Aber wenn die niedrigen Energiepreise einen dauerhaften Effekt haben, müssen wir handeln. Das scheint der Fall zu sein, aber wir werden es im März sehen." Dann trifft sich der EZB-Rat zu einer mit Spannung erwarteten Sitzung. Viele Experten rechnen mit einer weiteren Verschärfung der Strafzinsen für Geschäftsbanken. Auch eine Ausweitung des umstrittenen Anleihen-Kaufprogramms steht im Raum. Mit solchen Maßnahmen will die EZB die Konjunktur stützen und für mehr Inflation sorgen. Denn das Ziel einer Teuerung von knapp zwei Prozent, das als ideal für die Wirtschaftsentwicklung gilt, liegt in weiter Ferne. (rts)

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  • Freitag, 20. Januar 2017
  • Quartalszahlen
    American Express verdient deutlich weniger

    American Express hat im vierten Quartal deutliche Abstriche machen müssen. Der Überschuss ging verglichen mit dem Vorjahreswert um acht Prozent auf 825 Millionen Dollar (774 Mio Euro) zurück, wie die US-Kreditkartenfirma nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Erträge sanken um vier Prozent auf 8,0 Milliarden Dollar. Die Geschäfte litten unter dem starkem Dollar, der die Auslandseinnahmen nach Umrechnung in US-Währung schmälert. Zudem muss Konzernchef Kenneth Chenault das Kunststück meistern, gleichzeitig auf die Kostenbremse zu treten und sich im harten Wettkampf mit den Rivalen Visa und Mastercard zu behaupten. Auch rasant wachsende Online-Bezahldienste wie Paypal und diverse Apps machen dem Branchenurgestein zu schaffen. Chenault hält mit einer Marketing-Offensive dagegen, doch das geht ins Geld. Analysten hatten mit einem höheren Quartalsergebnis gerechnet. Die Aktie fiel nachbörslich zunächst um gut ein Prozent. American Express ist neben Visa und Mastercard einer der drei großen Kreditkarten-Anbieter weltweit. Im Unterschied zu den Konkurrenten vergibt das Unternehmen auch den eigentlichen Kredit und verdient so nicht nur an Gebühren, sondern auch an Zinseinkünften. Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr sanken die Erträge um zwei Prozent auf 32,1 Milliarden Dollar. Den Gewinn konnte American Express dennoch um fünf Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar ausbauen. Vorstandschef Chenault zeigte sich zufrieden und sprach von bedeutenden Fortschritten. So konnten etwa die Kosten um vier Prozent auf 22,0 Milliarden Dollar abgebaut werden.

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  • Quartalszahlen
    IBM kann Umsatzschwund nicht stoppen

    Der weltgrößte IT-Dienstleister IBM kann seinen Umsatzschwund nicht aufhalten. Die Erlöse sanken im Schlussquartal um 1,3 Prozent auf 21,77 Milliarden Dollar, wie das US-Unternehmen mitteilte. Damit erwirtschaftete der Konzern jedoch etwas höhere Umsätze als von Analysten erwartet. Das Geschäft von IBM schrumpft seit mehr als vier Jahren. Zu schaffen macht dem Unternehmen, das etwa die Hälfte seiner Erlöse im Ausland erzielt, etwa der stärkere Dollar. Der Nettogewinn erhöhte sich dennoch von 4,46 Milliarden auf 4,5 Milliarden Dollar. Im nachbörslichen Handel zog die Aktie an, drehte dann aber ins Minus. International Business Machines (IBM) versucht ähnlich wie seine Rivalen Oracle und Microsoft, sich im Cloud-Geschäft stärker aufzustellen. Der Konzern folgt damit dem Trend weg von klassischer Software hin zu Anwendungen, die auf Servern fernab vom Kunden laufen. Der Cloud-Umsatz kletterte im Berichtsquartal um 33 Prozent. Einen Tag vor der Übernahme des Präsidentenamtes durch Donald Trump lobte das Unternehmen die Steuervorschläge des Immobilienmilliardärs. Eine grundlegende Steuerreform würde IBM helfen, sagte Finanzvorstand Martin Schroeter. Konzernchefin Gini Rometty hatte bereits im November erklärt, mit Trumps Vorhaben könnten US-Firmen Gewinne in die Weiterbildung von Angestellten investieren.

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  • Wall Street
    GE-Manager Nason könnte Bankenaufsicht übernehmen

    Der frühere Vizefinanzminister David Nason könnte Insidern zufolge bei der US-Notenbank der wichtigste Aufseher für die Wall Street werden. Der jetzige Manager von General Electric sei für den Posten der Favorit, sagten mehrere mit dem Auswahlprozess vertraute Personen. Sollte der 46-Jährige zur Fed wechseln, wäre er dafür verantwortlich, wie führende Geldinstitute tagtäglich überwacht werden.

    Den Insidern zufolge hat das Team des künftigen Präsidenten Donald Trump noch nicht entschieden. Allerdings habe Nason die Rückendeckung seines früheren Chefs Hank Paulson. Dieser war auf dem Höhepunkt der Finanzkrise Finanzminister und versuchte wie Nason, die Wall Street zu stabilisieren.

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