Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Sonntag, 28. Februar 2016
  • Konjunktur

    EZB wird bei dauerhaft niedrigem Ölpreis handeln

    Der Ölpreisverfall könnte die EZB nach Einschätzung des französischen Notenbank-Chefs Francois Villeroy de Galhau dazu zwingen, noch mehr billiges Geld in die Wirtschaft zu pumpen. Nur kurzfristig niedrige Ölpreise seien kein Grund zum Handeln, sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Aber wenn die niedrigen Energiepreise einen dauerhaften Effekt haben, müssen wir handeln. Das scheint der Fall zu sein, aber wir werden es im März sehen." Dann trifft sich der EZB-Rat zu einer mit Spannung erwarteten Sitzung. Viele Experten rechnen mit einer weiteren Verschärfung der Strafzinsen für Geschäftsbanken. Auch eine Ausweitung des umstrittenen Anleihen-Kaufprogramms steht im Raum. Mit solchen Maßnahmen will die EZB die Konjunktur stützen und für mehr Inflation sorgen. Denn das Ziel einer Teuerung von knapp zwei Prozent, das als ideal für die Wirtschaftsentwicklung gilt, liegt in weiter Ferne. (rts)

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  • Montag, 20. Februar 2017
  • Konjunktur
    EZB erhöht Anleihen-Schlagzahl

    Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöht bei den in Deutschland umstrittenen Staatsanleihen-Käufen die Geschwindigkeit. Die EZB und die nationalen Notenbanken der Euro-Länder nahmen in der Woche bis zum 17. Februar öffentliche Schuldtitel im Volumen von 17,19 Milliarden Euro in ihre Bücher, wie sie in Frankfurt mitteilten. In der Woche davor waren es 16,91 Milliarden Euro. Seit März 2015 wurden damit Staats- und Regionalanleihen sowie Titel supra-nationaler Institutionen im Umfang von 1,371 Billionen Euro erworben. Mit den Transaktionen wollen die Währungshüter dafür sorgen, dass Banken weniger in diese Titel investieren. Stattdessen sollen sie mehr Kredite an Unternehmen und Haushalte vergeben, was der Konjunktur nützt und auch die Inflation anschieben soll. Das gesamte Kaufprogramm - weitere Wertpapiere wie Firmenanleihen eingeschlossen - soll noch bis Ende dieses Jahres laufen und dann ein Volumen von 2,28 Billionen Euro erreichen. Ab April soll das monatliche Volumen allerdings von 80 auf 60 Milliarden Euro sinken. (rts)

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  • Konjunktur
    Schlechtere Verbraucherstimmung in der Euro-Zone

    Das Verbrauchervertrauen im Euro-Raum hat sich im Februar überraschend eingetrübt. Wie die EU-Kommission im Rahmen einer Vorabschätzung mitteilte, sank der von ihr ermittelte Index des Verbrauchervertrauens auf minus 6,2. Volkswirte hatten einen Stand von minus 4,9 prognostiziert. Für den Vormonat wurde ein revidierter Wert von minus 4,8 (vorläufig: minus 4,9) genannt. Für die EU-28 wurde für Februar ein Indexwert von minus 5,2 (Vormonat: minus 4,3) ausgewiesen. Der endgültige Wert des Verbrauchervertrauensindex für den Berichtsmonat wird in der kommenden Woche veröffentlicht. (DJ)

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  • Unternehmen
    Steinhoff begäbt Fusionspläne in Afrika

    Der südafrikanisch-deutsche Möbelkonzern Steinhoff gibt seine Pläne für einen panafrikanischen Handelskonzern auf. Man habe sich mit der Supermarktkette Shoprite nicht über die Konditionen eines Zusammenschlusses einigen können, teilte Steinhoff mit. Den Plänen zufolge sollte Shoprite die Einzelhandelstöchter von Steinhoff wie Pepkor (Kleidung, Schuhe, Haushalt), JD Group und Steinbuild übernehmen. Im Gegenzug wäre Steinhoff zum Großaktionär von Shoprite geworden. Das Volumen der Fusion war auf knapp 13 Milliarden Euro geschätzt worden. Steinhoff gehören die Möbelhaus-Ketten "Poco" in Deutschland, "Kika" und "Leiner" in Österreich und "Conforama" in Frankreich. Damit kämpft Steinhoff im Möbelhandel weltweit mit Ikea um die führende Position. Firmengründer Bruno Steinhoff hatte 1964 als Ein-Mann-Betrieb in Westerstede bei Bremen mit dem Import von Möbeln aus Osteuropa begonnen. (rts)

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  • Unternehmen
    Neuer Bahnchef wird Ende März gekürt

    Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn will den Nachfolger des zurückgetretenen Vorstandschefs Rüdiger Grube am 22. März bestimmen. "Das ist der Tag, an dem wir die Entscheidung treffen wollen", sagte Verkehrsminister Alexander Dobrindt in München anlässlich einer Sitzung des CSU-Vorstands. Zu möglichen Kandidaten wollte Dobrindt sich nicht äußern. Am 22. März tritt der Aufsichtsrat des Staatskonzerns regulär zusammen. Grube war im Streit über die Dauer einer Vertragsverlängerung Ende Januar als Bahn-Chef zurückgetreten. (rts)

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  • Unternehmen
    Covestro überrascht mit glänzenden Zahlen

    Die Bayer-Kunststofftochter Covestro hat zum Jahresende ihr Ergebnis überraschend kräftig ausgebaut. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) kletterte im vierten Quartal um gut 52 Prozent auf 390 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 341 Millionen Euro deutlich weniger erwartet. Covestro setzte drei Milliarden Euro um, ein Plus von 7,8 Prozent binnen Jahresfrist. Dabei profitierte das Unternehmen von höheren Verkaufspreisen und Absatzmengen. Im Gesamtjahr erzielte Covestro ein Rekordergebnis von zwei Milliarden Euro und übertraf damit seine Ergebnisprognose von rund 1,9 Milliarden Euro. (rts)

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