Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Mittwoch, 03. Februar 2016
  • Rechtsstreit

    EnBW hat schlechte Karten

    Das Bonner Landgericht sieht nur geringe Chancen für die Schadenersatz-Klage des Stromkonzerns EnBW wegen der Abschaltung deutscher Atomkraftwerke nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima. "Die Klage erscheint, was die Erfolgsaussichten angeht, als wacklig", sagte der Vorsitzende Richter der Zivilkammer, Stefan Ballin, bei der mündlichen Verhandlung. EnBW habe gegen die Abschaltungsanordnung für seine Atomkraftwerke im März 2011 keine Klage eingereicht, obwohl diese zumutbar gewesen wäre und aufschiebende Wirkung gehabt hätte. "Das führt zu erheblichen Bedenken, dass wir dem Anspruch stattgeben könnten", sagte der Richter. EnBW will insgesamt 261 Millionen Euro erstreiten. (dpa)

    +
  • Mittwoch, 22. Februar 2017
  • Unternehmen
    Kinnevik halbiert Rocket-Beteiligung

    Der schwedische Großaktionär von Rocket Internet, Kinnevik, will die Hälfte seiner Beteiligung an der Berliner Startup-Schmiede verkaufen. Die Kinnevik AB kündigte an, einen Anteil von 6,6 Prozent an Rocket Internet zu veräußern. Das Unternehmen will rund 10,9 Millionen Aktien veräußern. Der Verkauf wird auf Basis des Schlusskurses der Rocket-Internet-Aktie am Mittwoch ein Volumen von rund 230 Millionen Euro haben. Die Aktie von Rocket Internet verlor im nachbörslichen Handel in Reaktion auf die Ankündigung von Kinnevik neun Prozent an Wert. (DJ)

    +
  • Konjunktur
    US-Eigenheimverkäufe steigen stärker als erwartet

    Die Eigenheimverkäufe in den USA sind im Januar annualisiert auf 5,69 Millionen gestiegen und damit deutlich stärker als die erwarteten 5,55 Millionen. Damit konnte der Vormonatsrückgang mehr als wettgemacht werden, sagt die Helaba. Zudem sei das Niveau sehr hoch. Die Anzahl der Monate, die bei gleichbleibender Verkaufstätigkeit verstreichen würden, bis alle angebotenen Häuser veräußert seien, sei mit unverändert 3,6 Monaten sehr gering. "Insgesamt bestätigen die Zahlen das Wachstumsszenario und die Fed-Zinserwartungen werden nicht kleiner." (DJ)

    +
  • Unternehmen
    Unilever will wertvoller werden

    Nach dem abgewendeten Übernahmeversuch des US-Lebensmittelherstellers Kraft Heinz will der Konsumgüter-Konzern Unilever prüfen, wie sich für die Aktionäre der Wert des Unternehmens steigern lässt. Alle Optionen sollten bis Anfang April bewertet werden, teilte Unilever mit. Der Übernahmeversuch von Kraft Heinz habe gezeigt, wie nötig es sei, zugunsten der Aktionäre den Unternehmenswert schnell zu steigern. Kraft Heinz hatte am Sonntag sein Angebot für Unilever zurückgezogen, mit dem das niederländische Unternehmen mit 143 Milliarden Dollar bewertet wurde. Unilever hatte das Angebot als zu niedrig zurückgewiesen. (AFP)

    +
  • Quartalszahlen
    Sparkurs hilft Modekette Esprit wieder in die schwarzen Zahlen

    Die Modekette Esprit ist dank ihres Sparprogramms in die Gewinnzone zurückgekehrt. Im ersten Geschäftshalbjahr erzielte der Konzern einen Nettogewinn von umgerechnet 7,4 Millionen Euro, wie der Rivale von H&M und Zara mitteilte. Vor einem Jahr war noch ein Verlust von 29 Millionen Euro angefallen. Zum positiven Ergebnis habe vor allem die Schließung unrentabler Filialen beigetragen. Angesichts der Nachfrageschwäche in China seien insbesondere dort Geschäfte dichtgemacht worden. Zugleich wurden die Werbeaktivitäten im asiatischen Raum heruntergefahren. Die Kürzungen machten sich allerdings auch auf der Einnahmenseite bemerkbar: Der Umsatz sank um mehr als zehn Prozent auf umgerechnet rund eine Milliarde Euro. (rts)

    +
Themenseiten Wirtschaft
Empfehlungen