Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Mittwoch, 03. Februar 2016
  • Rechtsstreit

    EnBW hat schlechte Karten

    Das Bonner Landgericht sieht nur geringe Chancen für die Schadenersatz-Klage des Stromkonzerns EnBW wegen der Abschaltung deutscher Atomkraftwerke nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima. "Die Klage erscheint, was die Erfolgsaussichten angeht, als wacklig", sagte der Vorsitzende Richter der Zivilkammer, Stefan Ballin, bei der mündlichen Verhandlung. EnBW habe gegen die Abschaltungsanordnung für seine Atomkraftwerke im März 2011 keine Klage eingereicht, obwohl diese zumutbar gewesen wäre und aufschiebende Wirkung gehabt hätte. "Das führt zu erheblichen Bedenken, dass wir dem Anspruch stattgeben könnten", sagte der Richter. EnBW will insgesamt 261 Millionen Euro erstreiten. (dpa)

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