Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Mittwoch, 20. Januar 2016
  • Konjunktur

    Erzeugerpreise fallen kräftig

    In Deutschland sind die Preise auf Produzentenebene im vergangenen Jahr so stark gefallen wie seit sechs Jahren nicht mehr. Die Preise, die Hersteller für ihre Produkte erhalten, hätten im Jahresdurchschnitt 1,8 Prozent tiefer gelegen als 2014, teilte das Statistische Bundesamt mit. Das ist der stärkste Rückgang seit 2009, als die Erzeugerpreise wegen der weltweiten Rezession um 4,2 Prozent eingebrochen waren. Wichtigster Grund für die Entwicklung im vergangenen Jahr ist der Ölpreisverfall. Energie sei 5,4 Prozent billiger gewesen als 2014, teilte das Bundesamt mit. Ölprodukte wie Benzin seien sogar 14,8 Prozent günstiger gewesen. Energie heraus gerechnet wären die Erzeugerpreise nicht um 1,8 Prozent, sondern um 0,5 Prozent gefallen. (dpa)

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  • Sonntag, 22. Januar 2017
  • Elektromobilität
    Auto-Importeure glauben an Siegeszug von Elektroautos

    Die Auto-Importeure Renault und Nissan glauben an einen schnellen Siegeszug der Elektromobilität in Deutschland. Renault-Deutschlandchef Uwe Hochgeschurtz sagte der "Bild am Sonntag": "Ich bin fest davon überzeugt, dass wir den Durchbruch der Elektromobilität in Deutschland schon erlebt haben." Nissan-Europachef Thomas Hausch zog einen Vergleich zur Popcorn-Herstellung in der Pfanne: "Das Knacken hat in Deutschland angefangen." Die Affäre um manipulierte Diesel-Abgase habe dazu beigetragen. Für 2017 rechnen die Firmen erneut mit einem guten Jahr, obwohl der Importeursverband eine Stagnation der Verkaufszahlen erwartet. Der Nissan-Manager erklärte: "Wenn der Markt wirklich stagniert, dann wird das auf sehr hohem Niveau sein und deshalb nicht schlimm." Sein Renault-Kollege sagte: "Wir rechnen mit leichtem Wachstum. Aber selbst wenn nicht, reden wir immer noch über eines der besten Automobiljahre überhaupt." (dpa)

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  • Brexit
    Deutsche-Bank-Vorstand: London bleibt Top-Finanzplatz

    London wird sich nach Einschätzung von Deutsche-Bank-Finanzchef Marcus Schenck auch nach dem Brexit als europäisches Finanzzentrum behaupten können. "Es ist etwas naiv zu glauben, dass irgendeine europäische Stadt London als Finanzplatz ablösen könnte", sagte Schenck der "Welt am Sonntag". "Die City ist ein über 30 Jahre gewachsener Mikrokosmos, den man nicht einfach nachbilden kann." Die Entscheidung der Briten, der Europäischen Union den Rücken zu kehren, hat in der Bankenbranche für Unruhe gesorgt. So bereiten sich die ersten Banken nach der Festlegung von Premierministerin Theresa May auf einen "harten Brexit" konkret auf einen Umzug auf das europäische Festland vor, weil die Institute bei einem Ausscheiden Großbritanniens aus dem EU-Binnenmarkt keine Produkte mehr von London aus in den übrigen 27 EU-Staaten verkaufen können. (rts)

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