Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Mittwoch, 17. Februar 2016
  • Jahresbilanz

    Euronext fährt Gewinne ein

    Gestützt auf den Rückenwind zahlreicher Börsengänge hat der europäische Marktbetreiber Euronext im vergangenen Jahr seinen Gewinn deutlich gesteigert. Das operative Ergebnis (Ebitda) kletterte um mehr als ein Viertel auf rund 284 Millionen Euro, wie Euronext mitteilte. Im Jahr 2015 hätten die 52 neu gelisteten Unternehmen Kapital in Höhe von 12,4 Milliarden Euro eingenommen. 2014 seien es nur 11,2 Milliarden bei 45 Listings gewesen, hieß es. Euronext betreibt Börsen in Paris, Amsterdam, Brüssel, Lissabon und London. Schwankungen an den Börsen helfen Marktbetreibern in der Regel, weil dann deutlich mehr Aktien gehandelt werden als in ruhigeren Perioden. (rts)

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  • Freitag, 24. Februar 2017
  • Flugzeughersteller
    Boeing plant erstmals Produktion in Europa

    Der US-Flugzeugbauer Boeing will in Großbritannien seine erste Europa-Fabrik bauen. In dem geplanten Werk im nordenglischen Sheffield sollen Technologiekomponenten für die neue Generation verschiedener Flugzeugtypen hergestellt werden, wie Boeing mitteilte.

    Das Unternehmen will demnach mehr als 20 Millionen Pfund (23 Millionen Euro) investieren und ab kommendem Jahr mit der Besetzung der dort vorgesehenen 30 Arbeitsplätze beginnen. Boeing beschäftigt in Großbritannien bereits 2000 Mitarbeiter, sie sind jedoch nicht in der Fertigung tätig. (rts)

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  • Konjunktur
    Deutsche Exporteure sind äußerst optimistisch

    Die deutsche Exportindustrie ist so optimistisch wie seit drei Jahren nicht mehr. Einer Umfrage des Ifo-Instituts unter 2700 Unternehmen zufolge legte der Index für die Exporterwartungen in den nächsten drei Monaten im Februar um 2,5 auf 14,6 Punkte zu. Die Zahlen "lassen auf ein deutliches Plus bei den Ausfuhren im ersten Quartal schließen. Es gibt weiterhin keinen 'Trump-Effekt'", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest in München. "Unternehmen, die in die USA exportieren, berichten sogar von leicht besseren Aussichten." Die USA sind nach der EU der zweitgrößte Exportmarkt für die deutsche Wirtschaft. (dpa)

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  • Unternehmen
    Daimler steckt Milliarden in Transportersparte

    Der Autobauer Daimler investiert in diesem und im nächsten Jahr mehr als zwei Milliarden Euro in seine Transportersparte. Das Geld werde im Wesentlichen in neue Produkte wie den 2017 geplanten Pick-Up, aber auch in die bereits angekündigten digitalen Dienstleistungen rund um den Lieferverkehr fließen, sagte der Chef der Transportersparte, Volker Mornhinweg, in Stuttgart. So plant Daimler dieses Jahr ein Carsharing-Modell mit Transportern für Geschäftskunden. Ein zweiter Punkt soll Elektromobilität sein. Daimler hatte bereits im Oktober den von Handwerk und Lieferfirmen lange erwarteten Transporter mit E-Motor für 2018 angekündigt. Welches Modell elektrifiziert werden soll, ließ Mornhinweg weiter offen. (dpa)

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  • Jahreszahlen
    RBS macht erneut Milliardenverlust

    Die Royal Bank of Scotland ist im vergangenen Jahr tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Das britische Geldhaus wies einen Verlust von 6,96 Milliarden Pfund aus, nach 1,98 Milliarden 2015. Hintergrund sind höhere Kosten zur Bewältigung von Fehltritten der Bank sowie für die laufende Restrukturierung. Das Institut, das zu mehr als 70 Prozent der britischen Regierung gehört, hat seit 2007 kein Jahr mehr mit Gewinn abgeschlossen. Es befindet sich seit Jahren in einem gewaltigen Umbauprozess. Dazu gehören Geschäftsverkäufe, Stellenstreichungen und die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten im Zuge einer Reihe von Skandalen. "Wir müssen weitere Fortschritte machen", erklärte Bankchef Ross McEwan. "Aber die nächsten drei Jahre werden nicht mehr so sein wie die drei vergangenen." 2017 werde wahrscheinlich das letzte Verlustjahr sein. (rts)

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  • Unternehmen
    Aufseher sprechen Audi-Chef Stadler das Vertrauen aus

    Der Aufsichtsrat stärkt Audi-Chef Rupert Stadler angesichts neuer Vorwürfe zu einer Verstrickung in den Abgasskandal bei Volkswagen den Rücken. Die in den vergangenen Tagen von einem gekündigten Mitarbeiter erhobenen Vorwürfe seien "nicht zutreffend", teilte die Volkswagen-Tochter mit. Der Aufsichtsrat habe die Anschuldigungen durch eine Anwaltskanzlei prüfen lassen. Hintergrund ist ein Prozess vor dem Arbeitsgericht Heilbronn. In dem Verfahren geht es um die Frage, ob Audi verpflichtet ist, einen im Zuge der VW-Abgasaffäre freigestellten Manager weiter zu beschäftigen. Berichten zufolge wirft dieser Stadler vor, in die Abgasaffäre verwickelt zu sein. "Die dem Arbeitsgericht in Heilbronn vorgelegten Dokumente sind seit längerer Zeit bekannt und belegen die Vorwürfe nicht", erklärte VW-Chef Matthias Müller, der dem Audi-Aufsichtsrat vorsitzt. "Der Aufsichtsrat spricht Rupert Stadler sein Vertrauen aus." (AFP)

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