Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Mittwoch, 06. Januar 2016
  • Konjunktur

    Europas Dienstleister legen zu

    Die Geschäfte der Dienstleister in der Eurozone entwickeln sich zum Jahresende 2015 zufriedenstellend. Der Einkaufsmanagerindex verharrte im Dezember zwar bei 54,2 Zählern, wie das Markit-Institut zu seiner Umfrage unter 2000 Unternehmen mitteilte. Das Konjunkturbarometer liegt jedoch bereits seit fast zweieinhalb Jahren über der Marke von 50 Punkten, ab der es Wachstum in diesem Sektor signalisiert. Ein Grund für die robuste Entwicklung sei die gute Binnenkonjunktur in Deutschland, hieß es. Der Einkaufsmanagerindex für die deutschen Dienstleister erreichte im Dezember mit 56,0 Zählern den höchsten Wert seit knapp anderthalb Jahren. Auch in Italien, Spanien und Irland zeigen sich die Dienstleister zuversichtlicher, in Frankreich dagegen ging der entsprechende Teilindex zurück. (rts)

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  • Donnerstag, 23. März 2017
  • Unternehmen
    Scharfer Gewinneinbruch bei Postbank

    Die anhaltenden Niedrigzinsen halten die Postbank unter Druck. Im vergangenen Geschäftsjahr schrumpfte das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern um gut 10 Prozent auf 468 Millionen Euro, teilte die Deutsche-Bank-Tochter mit. Die andauernden Belastungen aus dem Niedrigzinsumfeld habe die Bank nicht durch ihre Kosteneinsparungen kompensieren können. Der Konzerngewinn halbierte sich fast auf 317 Millionen Euro. (dpa)

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  • Unternehmen
    Rheinmetall macht mehr Gewinn

    Gute Geschäfte mit Waffen und Munition haben dem Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall einen kräftigen Gewinnsprung beschert. Der Überschuss stieg im vergangenen Jahr um 32 Prozent auf 200 Millionen Euro, teilte das Unternehmen in Düsseldorf mit. Vorstandschef Armin Papperger sprach in einer Mitteilung von einem "allgemeinen Trend zur verstärkten Sicherheitsvorsorge sowohl innerhalb der NATO wie auch in anderen Kundenländern". Bereits Anfang März hatte Rheinmetall mitgeteilt, dass sein Umsatz 2016 um acht Prozent auf 5,6 Milliarden Euro gestiegen sei. Umsatz und Gewinn der Rüstungssparte wuchsen je um mehr als zehn Prozent. Für die Automobilsparte vermeldete der Konzern am Donnerstag einen Umsatzzuwachs von fünf Prozent. Einen Teil der Gewinnsteigerung reicht das Unternehmen an seine Aktionäre weiter. Für 2016 sollen die Anteilseigner eine Dividende von 1,45 Euro je Aktie erhalten, hieß es. Das sind 35 Cent mehr als im Vorjahr. (dpa)

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  • Unternehmen
    Leoni will profitabler werden

    Der Automobilzulieferer Leoni rechnet dieses Jahr mit Zuwächsen sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis. Mittelfristig stellte das Unternehmen zudem eine deutlich höhere Profitabilität in Aussicht. Dieses Jahr soll der Umsatz auf rund 4,6 von 4,4 Milliarden Euro steigen. Das EBIT sieht der im Mdax notierte Konzern zwischen 180 bis 200 Millionen Euro. 2016 brach das EBIT belastet von einem Betrugsfall und Kosten für die Sanierung des Unternehmens auf 78 von 151 Millionen Euro ein. Bereinigt um Sondereinflüsse sei das operative Ergebnis um 12 Prozent gestiegen. Der Umsatz sank leicht auf 4,4 (Vorjahr 4,5) Milliarden Euro. Leoni war vergangenes Jahr Opfer eines Internetbetrugs geworden, bei dem Identitäten und Dokumente gefälscht wurden. In der Folge waren 40 Millionen Euro auf Konten im Ausland transferiert worden. Leoni musste in Folge die Jahresprognose kappen. Aktuell rechnet das Unternehmen nicht damit, "substanzielle Gelder" aus dem Betrugsskandal wieder zu bekommen. (DJ)

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  • Unternehmen
    Beschwerde gegen Daimler in China

    Der chinesische Autobauer Chery sieht seine Markenschutzrechte durch die Daimler-Elektromarke EQ verletzt. Chery nutze bereits seit zwei Jahren die Marke "eQ" für bestimmte Elektroautos, sagte eine Chery-Sprecherin. Deshalb habe man bei der zuständigen chinesischen Behörde eine Beschwerde wegen Verletzung der Markenschutzrechte eingereicht. Eine Daimler-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme ab. Der deutsche Premiumhersteller hat angekündigt, bis Ende des Jahrzehnts Elektroautos unter der Marke "EQ" in Deutschland zu fertigen. Die Fahrzeuge sollen auch in China auf den Markt gebracht werden; einen Zeitpunkt dafür nannte Daimler im vergangenen Jahr nicht. Sollte Chery mit seiner Beschwerde Erfolg haben, wäre das ein Rückschlag für Daimler im wichtigen chinesischen Elektroautomarkt. In dem fernöstlichen Land werden mehr Elektrofahrzeuge verkauft als im Rest der Welt zusammen.  (rts)

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  • Unternehmen
    Investor nimmt GFK von der Börse

    Das Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK soll nach mehr als 17 Jahren bald von der Börse verschwinden. Der GfK-Verein als Mehrheitsaktionär und die Finanzholding Acceleratio wollen kurzfristig ein Verfahren zur Zwangsabfindung (Squeeze-Out) der restlichen Kleinaktionäre einleiten, wie GfK mitteilte. Der Finanzinvestor KKR hatte die Finanzholding Acceleratio für den Einstieg bei der GfK gegründet. Acceleratio hatte nach dem Einstieg bei dem Marktforscher Verträge mit mehreren Großaktionären über den Erwerb von weiteren 20,9 Prozent der GfK-Anteile geschlossen. Nach Vollzug der Verträge, der noch in diesem Monat erwartet wird, kommen der GfK-Verein und Acceleratio zusammen auf 96,7 Prozent des Grundkapitals, wie der Konzern weiter erklärte. Mit mehr als 95 Prozent - im Zuge einer Übernahme reichen auch 90 Prozent - kann ein Großaktionär die übrigen Anteile gegen eine Abfindung übernehmen. (rts)

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