Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Mittwoch, 06. Januar 2016
  • Konjunktur

    Europas Dienstleister legen zu

    Die Geschäfte der Dienstleister in der Eurozone entwickeln sich zum Jahresende 2015 zufriedenstellend. Der Einkaufsmanagerindex verharrte im Dezember zwar bei 54,2 Zählern, wie das Markit-Institut zu seiner Umfrage unter 2000 Unternehmen mitteilte. Das Konjunkturbarometer liegt jedoch bereits seit fast zweieinhalb Jahren über der Marke von 50 Punkten, ab der es Wachstum in diesem Sektor signalisiert. Ein Grund für die robuste Entwicklung sei die gute Binnenkonjunktur in Deutschland, hieß es. Der Einkaufsmanagerindex für die deutschen Dienstleister erreichte im Dezember mit 56,0 Zählern den höchsten Wert seit knapp anderthalb Jahren. Auch in Italien, Spanien und Irland zeigen sich die Dienstleister zuversichtlicher, in Frankreich dagegen ging der entsprechende Teilindex zurück. (rts)

    +
  • Dienstag, 24. Mai 2016
  • Unternehmen
    Nordzucker schrammt an Jahresverlust vorbei

    Europas zweitgrößter Zuckerhersteller Nordzucker hat sich im Geschäftsjahr 2015/16 überraschend in den schwarzen Zahlen gehalten. Nach einem herben Gewinneinbruch im Vorjahr sank der Überschuss in den zwölf Monaten bis Ende Februar jedoch weiter um ein Viertel auf 15 Millionen Euro, wie der Südzucker-Rivale in Braunschweig mitteilte. "Das zurückliegende Geschäftsjahr war mehr als herausfordernd", sagte Vorstandschef Hartwig Fuchs. Nordzucker spürt eine weltweite Überproduktion und hohe Bestände innerhalb der EU. Im laufenden Jahr soll es beim Gewinn aber wieder aufwärts gehen. Dass die Gesellschaft entgegen ihrer vor einem Jahr genannten Prognose 2015/2016 nicht in die roten Zahlen geriet, verdankte sie den Angaben zufolge Einsparungen im Betrieb und einer erfolgreich eingeklagten Zinsrückzahlung. (dpa)

    +
  • Baubranche
    US-Eigenheim-Geschäft brummt

    In den USA zieht das Geschäft mit Einfamilienhäusern überraschend kräftig an. Die Zahl der verkauften Neubauten stieg im April zum Vormonat um 16,6 Prozent auf eine Jahresrate von 619.000 Einheiten, wie das Handelsministerium mitteilte. Das ist das höchste Niveau seit Januar 2008. Einen derart starken prozentualen Anstieg hat es zudem seit Anfang 1992 nicht mehr gegeben. Experten hatten lediglich eine Zahl von 523.000 Einheiten für April erwartet. Die monatlichen Absatzzahlen sind in den USA allerdings sehr schwankungsanfällig. Der Anstieg im April dürfte daher die Stärke des Marktes überzeichnen. Zudem ergab sich regional ein unterschiedliches Bild: In drei Großgebieten stieg der Absatz, während er im Mittleren Westen fiel. (rts)

    +
  • Wettbewerb
    Spotify vergrößert seinen Verlust

    Der Musik-Streamingdienst Spotify hat Nutzerzahl und Umsatz kräftig gesteigert - seinen Verlust im vergangenen Jahr allerdings noch vergrößert. Rund 89 Millionen Nutzer zählte der Marktführer aus Schweden Ende 2015, der Umsatz stieg um spektakuläre 80 Prozent auf 1,945 Millionen Euro. Doch weil Spotify viel investierte, machte der Streamingdienst 173 Millionen Euro Verlust. Das waren sieben Prozent mehr als im Vorjahr.

    Seit der Gründung 2008 hat Spotify noch keinen Gewinn gemacht. Die Nutzer können mit dem Streamingdienst ohne zu zahlen Musik hören - dann wird Werbung eingeblendet. Wer das nicht möchte, zahlt eine monatliche Gebühr. Die Zahl der zahlenden Abonnenten bezifferte Spotify-Chef Daniel Ek im März auf mehr als 30 Millionen.

    "Wir glauben, dass unser Modell in großem Maßstab profitabel ist", erklärte Spotify bei Vorlage der Jahreszahlen am Montag. "Wir werden daher weiter unermüdlich in unser Produkt investieren, um die Reichweite schnell auszuweiten." (AFP)

    +
  • Wettbewerb
    Peking: Wollen Stahlexporte bremsen

    Der chinesische Stahlverband wehrt sich gegen Vorwürfe, die Regierung in Peking kurbele den Stahlexport an. Die chinesischen Stahlausfuhren seien wegen der höheren internationalen Nachfrage, der Erholung der Weltwirtschaft und der besseren Wettbewerbsfähigkeit gestiegen, erklärte der Branchenverband. Die Regierung halte die Unternehmen nicht an, einen Großteil ihrer Produktion im Ausland zu verkaufen. Vielmehr wolle sie sogar die Exporte bremsen und habe dazu etwa Ausfuhrzölle für einige Produkte erhöht oder Vergünstigungen gekürzt. China ist der weltweit größte Stahlhersteller. Die Branche ist von Überkapazitäten geprägt, zumal die Binnennachfrage wegen des schwachen Wirtschaftswachstums eingebrochen ist. Die Europäische Union und die USA werfen China vor, Stahl zu Dumpingpreisen auf den Weltmarkt zu werfen. (rts)

    +
  • Bieterkampf
    Henkel buhlt um Shampoo-Marke

    Der Konsumgüterkonzern Henkel mischt Insidern zufolge im Bieterwettstreit um den Shampoo-Hersteller Vogue International mit. Die Düsseldorfer hätten in einer ersten Runde ein Gebot für die Firma mit Sitz in Florida abgegeben, ebenso wie Unilever, L'Oreal und weitere Unternehmen, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen. Vogue könnte demnach mit 2,5 bis drei Milliarden Dollar bewertet werden. Vergangenes Jahr zog Henkel im Rennen um den Shampoo-Hersteller Wella den Kürzeren. Der US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble gab dem Parfümhersteller Coty den Vorzug. (rts)

    +
Themenseiten Wirtschaft
Empfehlungen