Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Samstag, 05. März 2016
  • Kreditwirtschaft

    Fed setzt Banken engere Grenzen

    Die US-Notenbank Federal Reserve unternimmt einen neuen Anlauf, um die Verflechtung der größten amerikanischen Kreditinstitute zu beschränken. Nach dem am Freitag veröffentlichten Vorschlag der Währungshüter soll es künftig Grenzen geben, wie viel Geld sich Banken gegenseitig verleihen dürfen. Bei den größten Häusern wie JPMorgan Chase oder Citigroup soll der Anteil maximal 15 Prozent im Vergleich zum Kernkapital betragen. In einem früheren Vorschlag hatte die Fed noch eine Grenze von zehn Prozent genannt. Dies stieß an der Wall Street aber auf viel Kritik. Der größte Streitpunkt war die Einstufung des Derivatehandels. Die Fed unterbreitete die Vorschläge im Rahmen der Kapitalmarktreform, die 2010 vom Kongress beschlossen wurde. Ziel der jetzt vorgeschlagenen Regeln ist, das Finanzsystem stabiler zu machen. So soll verhindert werden, dass angeschlagene Großbanken in einer Krise andere Institute mit in den Abgrund reißen. (rts)

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  • Freitag, 26. Mai 2017
  • Unternehmen
    Blackberry bekommt mehr Qualcomm-Geld

    Der Technologiekonzern Blackberry bekommt nach einem Streit mit Qualcomm um eine Lizenzvereinbarung mehr Geld als ihm ursprünglich zugesprochen wurde. Wie Blackberry mitteilte, beträgt die endgültige Summe 940 Millionen US-Dollar inklusive Zinsen und Anwaltskosten. Die beiden Unternehmen hatten sich im April vor einem Schiedsgericht geeinigt, es war aber ausgemacht, dass die ursprünglich vereinbarte Summe von 814,9 Millionen Dollar noch steigen würde. Qualcomm muss die volle Summe bis zum 31. Mai überweisen, teilte Blackberry weiter mit. (DJ)

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  • Unternehmen
    Uniper klagt im Streit mit RWE

    Der Versorger Uniper geht im Streit um Lieferverträge für das neue Steinkohlekraftwerk Datteln 4 gerichtlich gegen den Konkurrenten RWE vor. Uniper habe eine Feststellungsklage vor dem Landgericht Essen eingereicht, bestätigte ein Sprecher einen Bericht des "Manager Magazin". In dem Konflikt geht es darum, ob RWE vor über zehn Jahren geschlossene Lieferverträge annullieren darf, die auf höheren Preisen basieren als sie aktuell verlangt werden.

    Aus Sicht Unipers sei das Vertragswerk weiter gültig, sagte ein Uniper-Sprecher. Ein RWE-Sprecher sagte, Gespräche zu einer Beilegung des Konflikts hätten zu keinem Ergebnis geführt. Das Steinkohlekraftwerk Datteln sollte eigentlich schon 2011 ans Netz gehen, lange Rechtsstreitigkeiten um die Planung des Kraftwerks hatten dies jedoch verhindert. Nun soll Datteln voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2018 Strom produzieren. (rts)

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  • Konjunktur
    Stimmungsindizes in Italien sinken unerwartet

    In Italien hat sich die Stimmung von Unternehmen und Verbrauchern überraschend eingetrübt. Das Barometer für das Geschäftsklima sank im Mai um 0,4 auf 106,8 Punkte, wie das Statistikamt Istat mitteilte. Der Teilindex für die Stimmung in der Industrie fiel um 0,8 auf 106,9 Zähler. Hier hatten Ökonomen mit einem leichten Anstieg gerechnet. Auch die Verbraucherlaune verschlechterte sich. Dieser Indikator sank um 2,0 auf 105,4 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit Januar 2015. (rts)

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  • Konjunktur
    Exporteure sind äußerst zuversichtlich

    Deutschlands Exporteure sind dem Ifo-Institut zufolge derzeit so zuversichtlich wie seit fast drei Jahren nicht mehr. Das Barometer für die Geschäftsaussichten der Betriebe stieg im Mai auf den höchsten Stand seit Januar 2014, wie die Münchner Forscher mitteilten. "Die deutschen Exporte sind weiter auf Wachstumskurs", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

    Unterm den Strich peilten fast alle Branchen einen Anstieg ihrer Ausfuhren an. "Der größte Optimismus zeigt sich bei den Unternehmen der Bekleidungsindustrie." Auch im Maschinenbau rechneten die Firmen mit deutlich mehr Aufträgen aus dem Ausland. Der Index stieg dort auf den höchsten Wert seit Februar 2011. In der Elektrobranche hingegen habe es einen Dämpfer auf hohem Niveau gegeben. (rts)

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