Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Samstag, 05. März 2016
  • Kreditwirtschaft

    Fed setzt Banken engere Grenzen

    Die US-Notenbank Federal Reserve unternimmt einen neuen Anlauf, um die Verflechtung der größten amerikanischen Kreditinstitute zu beschränken. Nach dem am Freitag veröffentlichten Vorschlag der Währungshüter soll es künftig Grenzen geben, wie viel Geld sich Banken gegenseitig verleihen dürfen. Bei den größten Häusern wie JPMorgan Chase oder Citigroup soll der Anteil maximal 15 Prozent im Vergleich zum Kernkapital betragen. In einem früheren Vorschlag hatte die Fed noch eine Grenze von zehn Prozent genannt. Dies stieß an der Wall Street aber auf viel Kritik. Der größte Streitpunkt war die Einstufung des Derivatehandels. Die Fed unterbreitete die Vorschläge im Rahmen der Kapitalmarktreform, die 2010 vom Kongress beschlossen wurde. Ziel der jetzt vorgeschlagenen Regeln ist, das Finanzsystem stabiler zu machen. So soll verhindert werden, dass angeschlagene Großbanken in einer Krise andere Institute mit in den Abgrund reißen. (rts)

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  • Montag, 30. Mai 2016
  • Luftfahrt
    Weitere Airline meidet Venezuela

    Neben der Lufthansa stellt auch die größte Fluggesellschaft Lateinamerikas ihre Flüge nach Venezuela ein. Die in Chile ansässige Latam Airlines teilte mit, sie werde ihre Flüge wegen des "ökonomischen Szenarios" vorübergehend und bis auf weiteres aussetzen. Am Samstag hatte die Lufthansa einen solchen Schritt angekündigt. Sie begründete dies damit, dass die Regierung von Venezuela Einnahmen aus dem Verkauf von Tickets des Unternehmens von mehr als 100 Millionen US-Dollar zurückhalte. Internationale Fluggesellschaften haben wegen strikter Devisenkontrollen seit Jahren Probleme, Einnahmen aus dem Land in Dollar einzutauschen. Die Flüge der Latam zwischen Sao Paulo in Brasilien und Venezuelas Hauptstadt Caracas werden Ende Mai eingestellt. Die Flüge von Santiago de Chile und Lima nach Venezuela Ende Juli. (rts)

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  • Luftfahrt
    Moskau eröffnet vierten Flughafen

    Die russische Hauptstadt Moskau hat einen vierten internationalen Flughafen für den Passagierverkehr geöffnet. Regierungschef Dmitri Medwedew lobte den Airport Ramenskoje rund 50 Kilometer südöstlich der größten Stadt Europas als wichtige Errungenschaft für Moskau. Die Fluggesellschaft Air Kyrgyzstan will am 20. Juni den ersten Flug von Ramenskoje aus starten, wie die Agentur Interfax meldete. Pro Jahr rechnen die Betreiber mit 1,9 Millionen Passagieren. Ramenskoje verfügt über die mit 5,5 Kilometern angeblich längste Landebahn Europas und wurde zuletzt vornehmlich für Militärflüge genutzt. Präsident Wladimir Putin hatte den Umbau der Anlage für den zivilen Luftverkehr 2011 angeregt, um die bestehenden drei Moskauer Flughäfen zu entlasten. Angesichts von Rubelschwäche und Wirtschaftskrise sehen Experten den neuen Airport aber auf unbestimmte Zeit vor großen Schwierigkeiten. Überdies ist Ramenskoje schlecht an das öffentliche Nahverkehrsnetz angebunden. Bisher gibt es in Moskau drei Flughäfen: Scheremetjewo im Nordwesten (rund 31,5 Millionen Passagiere 2014) sowie Wnukowo im Südwesten (12,75 Millionen) und Domodedowo im Südosten (33 Millionen), die auch von deutschen Fluglinien genutzt werden. (dpa)

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  • Unternehmen
    Neuer Coca-Cola-Getränkeriese geht an die Börse

    Mit dem Börsengang am Dienstag wird die Fusion von drei großen Coca-Cola-Abfüllern in Europa vollendet. Der neue Getränkeriese "Coca-Cola European Partners" (CCEP) sei das weltweit größte unabhängige Coca-Cola-Abfüllunternehmen nach Nettoumsatzerlösen, teilte das Unternehmen mit Sitz in London mit. Ab Dienstag sollen die Aktien zunächst in Amsterdam, New York und London gehandelt werden. In Spanien erfolgt der Börsengang zwei Tage später. Die zuvor unabhängig voneinander operierenden Abfüller Coca-Cola Enterprises, Coca-Cola Iberian Partners und die deutsche Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG kommen zusammen auf einen Nettoumsatz von elf Milliarden Euro. Arbeitsplätze seien durch die Fusion nicht gefährdet, sagte ein Coca-Cola-Sprecher. "Aktuell gibt es keine Pläne, Stellen abzubauen." (DJ)

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  • Unternehmen
    Unwetter stoppt Audi-Produktion in Neckarsulm

    Die starken Regenfälle am Wochenende haben Teile des Audi-Werkes in Neckarsulm bei Heilbronn unter Wasser gesetzt. "Aufgrund der Situation kann in der Frühschicht nicht produziert werden", erklärte eine Unternehmenssprecherin. Die Feuerwehr sei im Einsatz. Am Standort Neckarsulm beschäftigt Audi mehr als 16.000 Mitarbeiter. Die Volkswagen -Tochter produziert dort unter anderem das wichtige Mittelklassemodell Audi A4. Baden-Württemberg war von dem Unwetter stark betroffen. Nach Angaben des Innenministeriums des Landes kamen vier Menschen wegen Überschwemmungen ums Leben, darunter ein Feuerwehrmann in Schwäbisch Gmünd. (rts)

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  • Haushalt
    Frankreichs Wirtschaft besser in Schwung als gedacht

    Die französische ­­­­­Wirtschaft ist­­­­­ zu Jahresbeginn kräftiger gewachsen als bislang angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Januar bis März um 0,6 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt Insee in Paris mitteilte. In einer ersten Schätzung war noch von einem Plus von 0,5 Prozent die Rede gewesen, nachdem es im vierten Quartal 2015 noch 0,4 Prozent waren. Wachstumstreiber war diesmal vor allem der private Konsum, der um 1,0 Prozent zulegte. Die Investitionen erhöhten sich um 1,6 Prozent. Die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone schwächelt seit Jahren und leidet unter einer hohen Arbeitslosigkeit. Letztere ist im April allerdings den zweiten Monat in Folge gesunken, was die Hoffnung auf eine Trendwende weckt. (rts)

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  • Unternehmen
    ASR will mit Börsengang drei Mrd Euro einsammeln

    Der für die kommende Woche geplante Börsengang soll dem niederländischen Versicherer ASR zwischen 2,7 und 3,3 Milliarden Euro in die Kasse spülen. Die rund 52 Millionen Aktien würden voraussichtlich in einer Preisspanne zwischen 18 und 22 Euro angeboten, teilte der verstaatlichte Konzern mit. Mit der möglichen Mehrzuteilung von knapp acht Millionen Aktien würden bis zu 40 Prozent des viertgrößten Versicherers des Landes an der Börse platziert. Dem Staat würde der Gang auf das Parkett am 10. Juni zwischen 1,08 und 1,32 Milliarden Euro einbringen. ASR entstand aus dem Versicherungsgeschäft der früheren belgischen Finanzgruppe Fortis, die in der Finanzkrise von der niederländischen Regierung zusammen mit der ABN Amro verstaatlicht wurde. Der Staat hatte immer wieder betont, ASR reprivatisieren zu wollen. (rts)

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  • Fusionen
    Keine Übernahme von PostNL durch Bpost

    Eine Übernahme des niederländischen Logistikers PostNL durch die belgische Bpost ist vom Tisch. Die Verhandlungen hätten zu keinem Ergebnis geführt, teilten beide Unternehmen am Sonntagabend mit. Bpost bestätigte damit, dass das Unternehmen an den niederländischen Konkurrenten herangetreten war, um ihn zu kaufen. Am Freitag hatten Spekulationen über eine Übernahme die Aktien von PostNL in die Höhe getrieben. Die Papiere wurden anschließend ebenso vom Handel ausgesetzt wie die von Bpost. (rts)

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