Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Samstag, 05. März 2016
  • Kreditwirtschaft

    Fed setzt Banken engere Grenzen

    Die US-Notenbank Federal Reserve unternimmt einen neuen Anlauf, um die Verflechtung der größten amerikanischen Kreditinstitute zu beschränken. Nach dem am Freitag veröffentlichten Vorschlag der Währungshüter soll es künftig Grenzen geben, wie viel Geld sich Banken gegenseitig verleihen dürfen. Bei den größten Häusern wie JPMorgan Chase oder Citigroup soll der Anteil maximal 15 Prozent im Vergleich zum Kernkapital betragen. In einem früheren Vorschlag hatte die Fed noch eine Grenze von zehn Prozent genannt. Dies stieß an der Wall Street aber auf viel Kritik. Der größte Streitpunkt war die Einstufung des Derivatehandels. Die Fed unterbreitete die Vorschläge im Rahmen der Kapitalmarktreform, die 2010 vom Kongress beschlossen wurde. Ziel der jetzt vorgeschlagenen Regeln ist, das Finanzsystem stabiler zu machen. So soll verhindert werden, dass angeschlagene Großbanken in einer Krise andere Institute mit in den Abgrund reißen. (rts)

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  • Donnerstag, 30. Juni 2016
  • Haushaltspläne
    Frankreichs Staatsschulden steigen

    Die Staatsschulden Frankreichs sind im ersten Quartal 2016 spürbar gestiegen. Sie liegen nun nahe dem Rekordhoch, das im zweiten Quartal des vergangenen Jahres verzeichnet wurde. Wie die Statistikbehörde berichtete, stieg die Schuldenquote in den ersten drei Monaten auf 97,4 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt. Ende 2015 hatte die Quote 96,1 Prozent betragen. Das Rekordhoch liegt bei 97,6 Prozent.

    Ein Anstieg der Schulden in der Sozialversicherung und eine höhere Verschuldung des Zentralstaates führte zu den höheren Schulden im ersten Quartal. Die Schulden der lokalen Verwaltungen nahmen dagegen ab. (DJ)

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  • Konjunktur
    Einzelhändler setzen mehr um

    Die Einzelhändler in Deutschland haben ihre Umsätze im Mai spürbar gesteigert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Erlöse preisbereinigt (real) um 2,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Nominal - also inklusive Preisveränderungen - erhöhten sich die Umsätze um 2,7 Prozent. Allerdings hatte der diesjährige Mai einen Verkaufstag mehr als der Mai 2015, was die Zuwächse etwas überzeichnet.

    Von April auf Mai des laufenden Jahres gab es real ein Plus von 0,9 Prozent, nominal erhöhten sich die Umsätze binnen Monatsfrist um 0,8 Prozent. Damit setzte sich ein positiver Trend fort: Von Januar bis einschließlich Mai lagen die Umsätze in der Branche um 2,0 (real) beziehungsweise 2,1 Prozent (nominal) höher als im Vorjahreszeitraum. (dpa)

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  • Internationale Börsen
    Deutsche Unternehmen verlieren an Wert

    Deutsche Topkonzerne haben einer Studie zufolge an Gewicht an den internationalen Börsen verloren. Ende Juni zählten noch vier Dax-Unternehmen zu den 100 Konzernen weltweit mit dem höchsten Börsenwert, wie aus der Untersuchung des Beratungsunternehmens EY hervorgeht. Anfang des Jahres waren es noch sechs Unternehmen. Die Börsenturbulenzen nach dem Brexit-Votum vergangene Woche trafen EY zufolge die exportorientierten deutschen Konzerne besonders stark. So sank der Gesamtwert der Top 100 seit dem Tag vor dem Volksentscheid um 2,2 Prozent. Die vier Unternehmen aus Deutschland büßten 5,8 Prozent ein. (dpa)

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  • Übernahmen
    Vontobel übernimmt Fondshaus Vescore

    Die Bank Vontobel übernimmt die Fondstochter Vescore von der schweizerischen Raiffeisen. Vontobel stärke damit das Geschäft mit nachhaltigen und quantitativen Anlagen, teilte das Zürcher Institut mit. Vescore betreue Kundenvermögen von insgesamt 15 Milliarden Franken. Den Kaufpreis legte Vontobel nicht offen. Der Vollzug der Transaktion sei für das dritte Quartal 2016 geplant. Vontobel werde Raiffeisen in Zukunft verstärkt Anlage-Dienstleistungen zur Verfügung stellen. (rts)

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