Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 24. Februar 2015
  • Unternehmen

    Großbank Credit Agricole benennt neuen Chef

    Die drittgrößte französische Bank, Credit Agricole, holt sich ihren neuen Chef aus den eigenen Reihen. Philippe Brassac werde nach der Hauptversammlzung im Mai an die Spitze treten, teilte das Institut mit. Der 55-Jährige kommt von der Vereinigung der Regionalbanken, denen die Mehrheit am börsennotierten Geldhaus gehört. Er sitzt bereits im Verwaltungsrat der Bank. Die Amtszeit des bisherigen Chefs Jean-Paul Chifflet endet im Mai. Credit Agricole hat turbulente Zeiten hinter sich. So hinterließ die Euro-Schuldenkrise tiefe Spuren in der Bilanz. Engagements in Griechenland und Portugal brachten herbe Verluste. Die Aufräumarbeiten sind inzwischen aber so gut wie abgeschlossen. In der vergangenen Woche hatte die Bank überraschend starke Zahlen vorgelegt. So war der Nettogewinn im vierten Quartal um 13 Prozent auf 697 Millionen Euro gestiegen. Die Einnahmen schrumpften zwar, weil die anhaltende Zinsflaute wie bei vielen Konkurrenten das Privatkundengeschäft belastet. Das Institut profitierte aber davon, dass es weniger Geld für faule Kredite zurücklegen musste. (rts)

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  • Donnerstag, 30. März 2017
  • Unternehmen
    Bosch stellt 20.000 neue Mitarbeiter ein

    Der Technologiekonzern Bosch sucht neue Mitarbeiter für den digitalen Umbau seiner Produktpalette. In diesem Jahr will der Stiftungskonzern weltweit rund 20.000 Fach- und Führungskräfte einstellen, wie Bosch mitteilte. Fast jede zweite Stelle habe einen Bezug zu Software. "Vernetzte Lösungen sind ein Jobmotor", erklärte Personalchef Christoph Kübel. Auch in der Fertigung soll es Einstellungen geben. Für Deutschland seien 3400 neue Stellen geplant, in Indien 3100 und in China 2500. Im vergangenen Jahr war die Belegschaft bereits um 15.000 auf 390.000 Beschäftigte gestiegen. Derzeit arbeiten schon rund 20.000 Softwareentwickler bei Bosch. Viele IT-Fachleute können sich ihre Stellen wegen des hohen Bedarfs durch die Digitalisierung der Wirtschaft derzeit aussuchen. (rts)

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  • Konjunktur
    US-Wirtschaft wächst langsamer als erwartet

    Die US-Wirtschaft hat sich zum Jahresende 2016 hin etwas besser entwickelt als bisher bekannt. Nach Angaben des Handelsministeriums erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Schlussquartal um annualisiert 2,1 Prozent zum Vorquartal. Bisher war eine auf das Jahr hochgerechnete Rate von 1,9 Prozent angegeben worden. Im Vergleich zum dritten Quartal, als die Wirtschaft mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 3,5 Prozent wuchs, schwächte sich das Wirtschaftswachstum zwar ab. Allerdings lag es im gesamten zweiten Halbjahr deutlich über dem der ersten Jahreshälfte. Den mit Abstand stärksten Wachstumsbeitrag leistete zum Jahresende der private Konsum mit annualisiert 3,5 Prozent. Demgegenüber erhöhten sich die gesamten Investitionen schwächer als bislang bekannt. Der Außenhandel belastete das Wachstum, weil die Ausfuhren zurückgingen und die Einfuhren deutlich stiegen. Die US-Regierung will das chronisch hohe Handelsdefizit nicht mehr länger hinnehmen und droht unter anderem mit Einfuhrzöllen. (dpa)

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  • Elektronik
    Toshiba verkauft Tafelsilber

    Der in finanziellen Schwierigkeiten steckende japanische Technologiekonzern Toshiba spaltet sein Geschäft mit Speicherchips ab. Die Anteilseigner stimmten diesem Schritt bei einer außerordentlichen Hauptversammlung zu. Toshiba braucht wegen massiver Probleme im US-Atomkraftwerksgeschäft dringend Geld. Erst am Vortag hatte Toshiba bekanntgegeben, dass die US-Atomsparte Westinghouse Electric in die Insolvenz geschickt wurde.

    Toshiba wird möglicherweise eine Mehrheit oder sogar alle Anteile an dem Geschäft mit Speicherchips verkaufen. Laut Medienberichten sind unter anderem das taiwanesische Unternehmen Hon Hai Precision Industry und der US-Konzern Western Digital sowie der südkoreanische Rivale SK Hynix interessiert. Im Mai will sich Toshiba entscheiden. (dpa)

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